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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

06.07.2018

Ausgaben für das Studium steuerlich absetzen

Die Kosten, die eine Ausbildung mit sich bringt, können in den meisten Fällen steuerlich angegeben werden, so dass ein Teil der Ausgaben vom Fiskus zurückgeholt werden kann. Dies gilt auch für ein Studium. Allerdings sollte beachtet werden, welche Kosten vom Fiskus anerkannt und welche abgelehnt werden, denn hierbei zieht die Steuer klare Grenzen.

Studium Kosten absetzen | Foto: (c) janeb13/pixabay.com


Investition in die Zukunft

Ein Studium ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Doch um in der Zukunft viel Geld zu verdienen, muss zunächst Geld ausgegeben werden. Ein Studium ist in der Regel recht kostenintensiv. Dies beginnt mit den Ausgaben für die Semesterbeiträge und den notwendigen Arbeitsmitteln und hört nicht bei den Kosten für Unterkunft und Mobilität auf. Gut, dass der Fiskus die meisten Ausgaben für die Ausbildung anerkennt. Doch viele Studenten wissen leider nicht, dass sie sich die Ausgaben für ihre Ausbildung steuerlich absetzen lassen.

Kosten bei Erstausbildung

Bei den meisten Studenten stellt sich die Frage nach der Erstausbildung oder Weiterbildung nicht, da sie die Ausbildung auf der Universität als Erstausbildung nutzen. In diesem Fall können sie die Kosten für die Ausbildung als Sonderausgaben absetzen. Wichtig hierbei ist, dass lediglich die Ausgaben für die private Lebensführung als Sonderausgaben abgesetzt werden können und dies auch nur in begrenzter Höhe. Maximal 6.000 € pro Jahr werden vom Fiskus anerkannt. Zudem kann sich ein Steuervorteil lediglich für dasjenige Kalenderjahr ergeben, in dem die Ausgaben getätigt wurden.

Weiter- und Fortbildung

Wer das Studium als Weiter- oder Fortbildung nutzt, kann weit mehr Ausgaben steuerlich absetzen, da diese Ausgaben in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit stehen. In diesem Fall können die Kosten als Werbungskosten angegeben werden, da das Einkommen und die Ausgaben miteinander verrechnet werden können. Die Ausgaben für das Studium werden in jedem Fall berücksichtigt, ganz gleich, wie viel der Student verdient. Entsteht ein Verlust, kann dieser in die folgenden Kalenderjahre übertragen werden.

Anerkannte Kosten

Zu den Ausgaben für die Ausbildung zählen unterschiedliche Kosten, angefangen von den Gebühren für das Studium, den Lehrgang, die Schule und die Prüfungen, über die benötigten Arbeitsmittel, wozu neben den Schreibutensilien und Büchern auch Computer zählen, bis hin zu den Kosten für die Fahrten zwischen dem Wohnort und den Ausbildungsstätten. Die Ausgaben für eine zweite Unterkunft am Studienort können nur noch abgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsführung gegeben sind.

Kosten für ein Arbeitszimmer

Selbst die Kosten für ein Arbeitszimmer werden steuerlich anerkannt. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es den Mittelpunkt der beruflichen und betrieblichen Betätigung darstellt. Hinzu kommen die Zinsen, wenn ein Darlehen für die Ausbildung aufgenommen wurde. Dies gilt auch, wenn die Zinsen erst nach dem Abschluss der Ausbildung gezahlt werden.

Stipendium

Anders hingegen sieht es aus, wenn ein Stipendium im Spiel ist, wie im Beispiel eines Juristen, der in den USA ein Aufbaustudium absolvierte. Für das Studium musste der Mann knapp 30.000 € investieren. Um sein Studium erfolgreich abzuschließen, erhielt der Jurist eine Unterstützung vom DAAD in Höhe von 22.000 €. In seiner Steuererklärung versuchte der Mann jedoch, den vollen Betrag von 30.000 € steuerlich geltend zu machen, da das Stipendium mit Unterhaltskosten gleichzusetzen sei. Da der Fiskus dies nicht anerkannte, wurde der Fall vor Gericht verhandelt. Die Richter stellten sich allerdings auf die Seite des Fiskus und urteilten, dass die Kosten für das Studium nicht anerkannt würden, wenn diese teilweise durch ein Stipendium finanziert würden.

Foto: (c) janeb13/pixabay.com

>> Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht.

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