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BDI-Chef: Familien steuerlich stärken


Volker Kempf, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, mischt sich in die Steuerpolitik für Familien in der BRD ein und kritisiert die Politik mit deutlichen Worten. Die aktuelle Steuerpolitik sei seiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß. Diese solle geändert werden, um Familien mit Kindern deutlich zu stärken, doch das Nachsehen hätten bei seinen Vorschlägen kinderlose Paare.

Kritik vom BDI

Vertretern der Industrie in der BRD sollten Familien mit Kindern steuerlich eine Steuern Entlastung Familien | Foto: (c) mario0107/pixabay.comdeutliche Stärkung erfahren. So kritisierte Volker Kempf etwa, der Präsident des BDI, das derzeit geltende Splitting für Ehegatten, mit welchem vor allem Paare profitieren, die deutlich unterschiedliche Einkommen hätten. So begünstige etwa das heutige Splitting den Umstand, dass vor allem Frauen nur sehr geringe Einkommen erzielten, so Kempf in der Wirtschaftswoche. Dabei hätte nicht jeder Angestellte, der in einem Job im Niedriglohnsektor tätig sei, eine Chance auf einen anderen Job, der besser bezahlt sei.

Sinkender Anspruch auf Rente

Ein besser bezahlter Job sei auch nicht immer gewollt, da in vielen Familien ein Partner lieber beispielsweise in Teilzeit arbeiten wolle. Ein wichtiger Grund für die aktuelle Situation ist im Steuerrecht zu finden, das derzeit gültig ist. Damit können Paare, die deutlich unterschiedliche Einkommen in den gemeinsamen Haushalt einbringen, zwar Steuern sparen. Langfristig gesehen kommt allerdings die Quittung dafür, denn der Partner, der deutlich weniger verdient, senkt damit seinen Anspruch auf eine Rente. Aus diesem Grund müsse die derzeitige Politik der Einkommenssteuer umgebaut werden, fordert der Präsident des BDI.

Zur Hälfte für die Rente anlegen

Die Änderungen, die der Präsident des BDI im Sinn hat, dürften vor allem Familien mit einer hohen Anzahl an Kindern freuen. So solle etwa die Einkommenssteuer gestaffelt werden, wobei sich die Art der Staffelung an der Anzahl der Kinder orientiert, die ein Ehepaar hat. Die Steuerersparnis solle damit nicht mehr allein von der Ehe an sich abhängen. Zudem müsse das Geld, das von den Familien kommt, zur Hälfte für die künftige Rente angelegt werden. Damit würde die Armut im Alter effektiv bekämpft werden können, welche vor allem die Mütter bedroht, die sich hauptsächlich um die Kinder kümmern.

Veraltetes Modell

Kempf zufolge ist diese heutige Steuerpolitik nicht mehr zeitgemäß. Das Splitting für Ehegatten wurde bereits vor einigen Jahrzehnten eingeführt. Das damalige Ziel war es, die steuerliche Last von Ehepaaren zu senken. Dies hatte durchaus Sinn in einer Zeit, in der sich die Ehefrau ausschließlich um Haushalt und die Kinder gekümmert hat und der Familienvater der allein verdienende Part war. Mit dem Ehegattensplitting wurde das Paar auf diese Weise effektiv entlastet, da der allein verdienende Partner einen Teil seiner steuerlichen Last auf die Partnerin umlegen konnte.

Überdurchschnittlich hohe Steuern und Abgaben

In der heutigen Zeit ist ein solches Modell jedoch eher nachteilig. Experten kritisieren, dass solche steuerlichen Regeln, die zu hohen Abgaben und Steuern führen, geringere Anreize zur Aufnahme einer Arbeitsstelle schaffen würden. Diese hohen Hürden würden vor allem Frauen entmutigen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, so die Kritik. Dies wird durch den Umstand verschärft, dass die Steuern und Abgaben in der Bundesrepublik im internationalen Vergleich ohnehin überdurchschnittlich hoch sind. In den regelmäßigen Untersuchungen der Industrieländer-Organisation OECD belegt die BRD stets einen der ersten Plätze. Dabei ist es ganz gleich, welcher Haushaltstyp untersucht wird.

Volker Kempf, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, mischt sich in die Steuerpolitik für Familien in der BRD ein und kritisiert die Politik mit deutlichen Worten. Die aktuelle Steuerpolitik sei seiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß. Diese solle geändert werden, um Familien mit Kindern deutlich zu stärken, doch das Nachsehen hätten bei seinen Vorschlägen kinderlose Paare.

>> Der Artikel ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<<

Foto: (c) mario0107/pixabay.com


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