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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

05.06.2018

Bei der Existenzgründung den Fiskus im Blick haben

Wer sich entscheidet, sich selbstständig zu machen und ein Geschäft zu gründen, hat in der BRD einiges an Arbeit vor sich. Um das Geschäft von Beginn an erfolgreich zu führen, muss vor allem der Dschungel der Steuerparagrafen durchschaut werden, um nicht unnötig Geld zu verlieren. Denn Unwissenheit ist kein Schutz vor den negativen Folgen, der Fiskus ist unerbittlich.

Existenzgründung Steuern | Foto:geralt /pixabay.com


Kenntnis des Steuerrechts ist für Gründer von Vorteil

Die Freiheit des eigenen Geschäfts, endlich der eigene Chef sein, ist der Traum vieler Menschen. Doch die BRD gilt bislang nicht unbedingt als das Vorreiterland der Startups und Neugründungen. Dies liegt nicht zuletzt an den Hürden, die vielen Existenzgründern in den Weg gelegt werden, wie etwa durch den Fiskus. Doch mehr und mehr Menschen wagen den Sprung in die Selbstständigkeit. Viele begeben sich jedoch damit aufs Glatteis, da sie sich nur unzureichend mit dem Steuerrecht auskennen und damit Gefahr laufen, hohe Steuerzahlungen auf sich zu nehmen.

Rückwirkende Abschreibung von teuren Anschaffungen

Zunächst die gute Nachricht. Eine Existenzgründung kostet zwar Geld, was für viele potenzielle Gründer abschreckend sein könnte. Was sie aber nicht wissen, ist, dass teure Anschaffungen schon steuerlich abgesetzt werden können, bevor ein Unternehmen angemeldet wird. Dies gilt rückwirkend für drei Jahre vor der Gründung des Betriebes. Die Wirtschaftsgüter müssen innerhalb von drei Jahren nach der Bildung des Abzugsbetrags angeschafft, beziehungsweise produziert, werden, um zu verhindern, dass die Forderung rückwirkend ungültig wird.

Die Kleinunternehmerregelung

Ein Businessplan sollte vor der Gründung des Geschäfts ebenfalls vorliegen, um seine voraussichtlichen Einnahmen zu kennen und dann zu entscheiden, ob das neue Geschäft als Kleinunternehmer geführt wird oder nicht. Dabei sollten die Regeln des Umsatzsteuerrechts bekannt sein. Denn als Kleinunternehmer gelten sie, wenn der Umsatz pro Jahr 17.500 € nicht übersteigt. Wichtig ist dafür das jeweilige Kalenderjahr. Wird das Geschäft in der Mitte des Jahres gegründet, gilt der jeweilige Jahresanteil. Wer mehr als 17.500 € im Jahr verdient, ist vor dem Fiskus kein Kleinunternehmer und muss Umsatzsteuer zahlen. Die Produkte oder Dienste können daher mit Umsatzsteuer angeboten werden.

Die Gewerbesteuer

Auch die Gewerbesteuer sollten fast alle Gründer im Blick haben. Nur Freiberufler sind von ihr ausgenommen. Allerdings ist es nicht immer einfach, genau zu definieren, welche Branche freiberuflich ist und welche gewerbetreibend. Zudem gilt die Freigrenze von 24.500 €. Wer einen Ertrag von 24.500 € oder mehr pro Jahr zu verzeichnen hat, muss die Gewerbesteuer an die jeweilige Gemeinde entrichten. Liegt der Ertrag des Jahres darunter, wird auch bei Unternehmen, die gewerblicher Natur sind, keine Gewerbesteuer verlangt. Die Steuer wird einmal pro Jahr fällig.

Gewerbesteuer wird im Voraus entrichtet

Dabei muss die Gewerbesteuer zwingend vorher bedacht werden. Denn übersteigt der jährliche Ertrag 24.500 €, muss die Gewerbesteuer vor dem jeweiligen Geschäftsjahr entrichtet werden. Reicht die geleistete Vorauszahlung dabei nicht aus, kann der Gewerbetreibende mit einer Nachforderung des Finanzamts rechnen, bis die gesamte Steuer abgedeckt ist.

Frist für Steuererklärung

Sonst gilt, dass die Steuererklärung wie gewohnt bis zum 31.05. des Kalenderjahres erstellt und abgegeben werden muss. Wird sie von einem Steuerberater erstellt, kann die Frist auch länger dauern. Errechnet das Finanzamt eine Steuerschuld, kann es teuer werden, da die Schuld einmal für das Kalenderjahr gilt und einmal für das Folgejahr. Kann in diesem Fall ein Ratenplan vorgelegt werden, ist der Fiskus in der Regel jedoch kulant.

>Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Existenzgründung Steuern | Foto:geralt /pixabay.com

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