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Der Ebay-Verkäufer als Steuersünder



Für zahlreiche Deutsche bedeutet der Verkauf nicht mehr benötigter Geräte, Bücher oder Möbelstücke einen netten Zuverdienst, um die Haushaltskasse ein wenig aufzubessern. Schließlich findet sich für alles noch einen Käufer. Allerdings kann man dabei schnell ins Fettnäpfchen treten und sich beim Verkauf über Ebay Ärger mit dem Fiskus einhandeln. Doch es gibt einige hilfreiche Tipps, wie das vermieden werden kann.

Verkäufe über Ebay | Foto: (c) OpenClipart-Vectors/pixabay.com


Netter Zuverdienst

Im Laufe der Zeit sammeln sich in einer Wohnung eine Menge Dinge an, die im Grunde zu schade zum Wegwerfen sind, die jedoch nur Platz wegnehmen. Was gibt es schöneres, als diese Dinge loszuwerden und dabei noch Geld zu verdienen. Dank zahlreicher Online-Verkaufsportale wie Ebay, in denen Privatleute ihre Objekte zum Kauf anbieten können, ist es möglich, die überflüssigen Dinge gewinnbringend zu versteigern. Doch damit sollte es niemand übertreiben, denn der Fiskus hat ein Auge auf die Aktivitäten in den Portalen und schnell handelt sich ein Privatverkäufer Ärger mit den Steuerbehörden ein.

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Gezielte und regelmäßige Gewinne

Die zusätzlichen Einkünfte sind für viele private Anbieter sehr verlockend, so dass sie öfter und mehr Angebote in den Portalen einstellen. Doch in diesen Fällen wird der Fiskus schnell auf die Anbieter aufmerksam, da die Grenze der privaten Verkäufe schnell hinter sich gelassen wird. Denn wer gezielt und regelmäßig Gewinne in den virtuellen Auktionshäusern erwirtschaftet, muss über kurz oder lang Steuern abführen, um Konflikte mit den Behörden zu vermeiden. Vor allem zwei Steuerfallen sollten die Verkäufer umgehen, um weiterhin auf privater Ebene Geschäfte zu tätigen und Steuern einzusparen.

Ab wann gelten Verkäufe als gewerblich?

Verkäufe gelten dann als gewerblich, wenn es sich dabei um eine nachhaltige Form handelt, mit welcher Gewinne erzielt werden, selbst wenn dies nicht beabsichtigt ist. Dabei unterscheiden die Finanzämter in zwei Kriterien, um die Geschäfte einzuordnen; die Anzahl der getätigten Verkäufe sowie die Art der Ware in gebrauchte oder neue Objekte. Vor allem über die Art der Verkäufe stolpern viele private Händler, da der Fiskus bei Neuware schneller aufmerksam wird. Hinzu kommt in diesem Fall die gesetzliche Spekulationsfrist von einem Jahr. Wird diese unterschritten, fällt Einkommensteuer an. Häufen sich die eingestellten Angebote, ist Ärger vorprogrammiert. Vor allem vier Punkte sollten beachtet werden, um nicht ins Visier des Fiskus zu geraten.

Häufigkeit der Verkäufe

Die wichtigsten beiden Regeln ergeben sich bereits als Konsequenz aus den beiden bereits erwähnten Stolperfallen. So sollten private Verkäufer stets die Anzahl ihrer Verkäufe im Blick haben. Veräußern Personen oder Familien gelegentlich gebrauchte Stücke aus dem Haushalt, dürfte es keine Schwierigkeiten mit dem Fiskus geben. Wird jedoch das gesamte Inventar einer Haushaltsauflösung in einem Verkaufsportal eingestellt, vermutet der Fiskus schnell eine Gewerblichkeit dahinter, selbst, wenn es sich dabei um einen Haushalt der Familie handelt.

Eigene Objekte

Es gilt also, vorrangig eigene Stücke zu verkaufen, selbst wenn es sich nur um Gegenstände von Verwandten handelt. Zudem sollten die Stücke möglichst gebraucht sein, vor allem, wenn beim Verkauf ein höherer Gewinn erzielt wird, als beim Einkauf. Es sei denn, die einjährige Spekulationsfrist wird abgewartet. In diesem Fall können die Stücke mit Gewinn wieder verkauft werden. Sonst ist der Gewinn steuerpflichtig.

Umsatz

Wer trotz aller Vorsicht als gewerblicher Händler eingestuft wurde, sollte nun genau auf die Umsätze achten, um keine Einkommensteuer abführen zu müssen. Die wird ab einem Einkommen von 410 € fällig. Bei einem Einkommen von mehr als 17.500 € im ersten Jahr und mehr als 50.000 € im Folgejahr greift die Umsatzsteuer.

Foto: (c) OpenClipart-Vectors/pixabay.com

>> Der Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt diese nicht

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