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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

19.11.2015

Die Lohnsteuer: Erklärung und Einflussfaktoren

Die Lohnsteuer ist eine der wesentlichen Stützen der Finanzierung des deutschen Staates. Die Lohnsteuer ist keine eigentliche Steuer, sondern vielmehr eine besondere Form der Steuererhebung. Was ist die Lohnsteuer und welche Faktoren beeinflussen die Höhe dieser Steuererhebungsform?

Was ist die Lohnsteuer?

Die Lohnsteuerwird in Deutschland auf Grundlage von §38 des Was man über die Lohnsteuer wissen sollte | Foto: © B. Wylezich / Fotolia.comEinkommensteuergesetzes erhoben und auf Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit angewendet (§19 EStG). Die Lohnsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer. Daher ist auch das Einkommensteuergesetz (EStG) die Rechtsgrundlage für die Lohnsteuer.

Schuldner der Lohnsteuer ist der Arbeitnehmer. Allerding wird dieLohnsteuer vom Arbeitgeber bei jeder Lohnabrechnung berechnet, vom monatlichen Bruttolohn einbehalten und an das zuständige Finanzamt überwiesen (§38Abs. 3 EStG, § 41a EStG). Gibt der Arbeitnehmer nach Ablauf des Kalenderjahres eine Steuererklärungab, wird die Lohnsteuer auf seine endgültige Einkommensteuerschuld angerechnet. Die Lohnsteuer ist somit eine monatliche Vorauszahlung (Quellensteuer) auf die jährliche Einkommensteuer.

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DerArbeitgeberberechnet die Höhe der Lohnsteuer nach den Angaben in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (elektronische Lohnsteuerkarte). Zu den ELStAM gehören u.a. folgende Angaben: Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, weitere Freibeträge, Kirchensteuerabzugsmerkmal.

Hat der Arbeitnehmer noch andere Einkünfte, spricht man von Einkommen und der Einkommenssteuer. Einkünfte außerhalb des Arbeitnehmergehaltes sind z. B. Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, aus Vermögen (Sparbuch,Aktien), Renten oder aus einer selbständigen Tätigkeit.

Höhe der Lohnsteuer, Einkommen und Steuerklassen

Die Höhe der Lohnsteuer ist abhängig von der Höhe des tatsächlichen monatlich gezahlten Arbeitslohns sowie vom Familienstand und der Anzahl der Kinder des Arbeitnehmers.

Wer mehr Einkommen verdient, bezahlt prozentual mehr Steuern. Es gibt in Deutschland eine so genannte Steuerprogression. Der Steuertarif beginnt bei einem Eingangssteuersatz von 14 Prozent und endet bei einem Steuersatz von 42 Prozent. Der Spitzensteuersatz von 45% beginnt bei Ledigen ab einem zu versteuerndem Einkommen von 250.000€, bei verheirateten Paaren liegt dieser Betrag bei 500.000€.

Aber selbst bei gleichem Gehalt kann die fällige Lohn- bzw. Einkommensteuer sehr unterschiedlich ausfallen. Die Lohnsteuer ist zusätzlich vom Familienstand abhängig. Dieser kann aus der jeweiligen Lohnsteuerklasse, die in den ELStAM vermerkt ist, abgelesen werden. Die Steuerklasse I gilt dabei für geschiedene und ledige Personen. Die Klasse II wird für Alleinerziehende eingesetzt. Die Klassen III, IV und V sind für verheiratete Personen vorgesehen. Die Klasse VI gilt für diejenigen, welche auf zwei oder mehr Steuerkarten arbeiten.

Die Lohnsteuer wird vom Arbeitgeber mithilfe der aktuellen Lohnsteuertabelle ermittelt. Hier ist für jede Lohnsteuerklasse und Lohnstufe, die Lohnsteuer ausgewiesen.

Jedoch vor der Anwendung der Tabelle, werden noch Freibeträge vom steuerpflichtigen Arbeitslohn abgezogen. Jede Lohnsteuerklasse hat unterschiedlich hohe Freibeträge, die einen Einfluss auf die Besteuerungsgrundlage haben.

Grundfreibetrag und andere Freibeträge

Zur Lohnsteuer wird nicht das gesamte Brutto-Einkommen eines Arbeitnehmers veranlagt. Der Grundfreibetrag liegt zurzeit bei 8.472 Euro (Stand:2015) und ist bei allen Steuerpflichtigen von der Besteuerung ausgenommen (Existenzminimum).

Zu den weitere Freibeträgen, die von der Lohnsteuerklasse abhängig sind, zählen der Arbeitnehmerpauschbetrag, der Sonderausgabenpauschbetrag, die Kinderfreibeträge pro Kind, der Versorgungsfreibetrag, der Altersentlastungsbetrag. Die Höhe dieser Freibeträge ist von Lohnsteuerklasse zu Lohnsteuerklasse unterschiedlich.

Andere Freibeträge, die Arbeitnehmer geltend machen können, sind die beruflich bedingten Ausgaben. Hierzu zählt der Werbungskostenfreibetrag in Höhe von 1000€ pro Jahr und ein Sonderausgabenfreibetrag von 36€. Zu den Werbekosten zählen typischerweise Berufsbekleidung, die Pendlerpauschale, die Doppelte Haushaltsführung, Arbeitsmittel und auch Fachliteratur. Diese Freibeträge werden häufig erst in der Einkommensteuererklärung am Ende des Jahres angegeben, können aber auch in die ELStAM eingetragen werden.

Was ein Steuerberater für Sie tun kann

Für viele Arbeitnehmer ist es schwierig steuerliche Belange zu durchschauen und selbst zu regeln. Viele verzichten daher auch auf die Steuererklärung am Ende des Jahres, obwohl es in vielen Fällen zu einer Einkommensteuererstattung kommt. Wenn mehr Lohnsteuer einbehalten als Einkommenssteuer festgesetzt wurde, bekommen Arbeitnehmer vom Finanzamt den Differenzbetrag zurückgezahlt. Lassen Sie sich gleich hier auf SteuerberaterScout von einem erfahrenen Steuerberater in ihrer Nähe zu dem Thema Lohnsteuer, Ihre Lohnsteuerklasse und potenzielle Freibeträge beraten.

Foto: © B. Wylezich / Fotolia.com

Hinweis: Dieser text stellte keine rechtliche Beratung dar und ersetzt diese auch nicht.
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