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Die beliebtesten Steueroasen der Deutschen



Jersey ist die größte im Ärmelkanal gelegene Insel, die mit 120 Quadratkilometern nur etwas größer als Sylt ist. Allerdings wissen viele Deutsche das Eiland nicht wegen seiner touristischen Vorzüge zu schätzen. Stattdessen lagern sie ihr Kapital vorzugsweise auf Jersey an.

Steueroase Jersey | Foto:(c) MasterTux/pixabay.com


">Eine "Größe in der Finanzwelt"

Wie die lokale Regierung der Insel auf ihrer Internetpräsentation betont, sei die Insel eine "Größe in der Finanzwelt". Der Finanzbereich konnte allein im Jahr 2015 einen Umsatz von 2,38 Milliarden Pfund verbuchen und beeinflusste die Bruttowertschöpfung deshalb in Höhe von 42 Prozent. Insgesamt 22,4 Prozent aller auf Jersey lebenden Einwohner sind in der Finanzbranche tätig.

Jersey ist ein Steuerparadies

Die Gründe sind schnell gefunden. Insbesondere für Unternehmen entpuppt sich die Insel als Steueroase. Bewohner des Eilands müssen nur wenige oder überhaupt keine Steuern bezahlen. Die autonome Kanalinsel ist zwar im Kronbesitz, gehört jedoch nicht dem Vereinigten Königreich an. Die Region besitzt eine eigene Verwaltung und unterliegt einer eigenen Rechtssprechung. Demzufolge untersteht Jersey auch einem eigenen Steuersystem. Von 100 möglichen Punkten erreichte Jersey 98 - in der Bewertung der weitreichendsten Steuerparadiese durch die britische unabhängige Vereinigung ?Tax Justice Network?.

Ist Jersey ein Schauplatz der Steuerhinterziehung?

Diese Untersuchungsergebnisse bestätigt eine Studie des Bundesfinanzministeriums, die unlängst in der Süddeutschen Zeitung publiziert wurde. Diesen Angaben zufolge befinden sich auf in Jersey gelegenen Konten deutsche Summen in Höhe von 180,8 Milliarden Euro. Allerdings herrscht Uneinigkeit darüber, inwiefern das Geld legal gelagert wird und ob das Finanzamt darüber informiert ist. Eine etwaige Steuerhinterziehung ist nicht ausgeschlossen. Schließlich gilt das Steuergeheimnis zwar nicht für Steuerbehörden, jedoch für die Öffentlichkeit. Basis der Daten ist der sogenannte automatische Informationsaustausch AIA. Bei diesem Informationsdienst erkundigen sich einzelne Länder gegenseitig über die Konten, die Steuerpflichtige aus dem Ausland in den entsprechenden Regionen unterhalten. Durch dieses System soll Steuerhinterziehung vorgebeugt werden.

Jersey ist nicht die einzige Steueroase der Deutschen

Diese Informationen resultieren aus einer Anfrage aus dem Bundestag. Weitere Informationen verweisen darauf, dass Deutsche allein im Jahr 2018 mindestens 591,3 Milliarden Euro auf ausländischen Konten lagerten. Mit großem Abstand gilt die Insel zwar als beliebtestes und weitgehend unbekanntes Terrain. Dennoch gruppieren sich auf den Folgeplätzen Steueroasen wie die Schweiz mit 133,1 Milliarden Euro oder Luxemburg mit 125,8 Milliarden Euro ein. Erstaunlich ist zudem die durchschnittliche Summe, die nach Angaben der Süddeutschen Zeitung auf jedem Konto hinterlegt ist. Während sich diese Summen in Jersey auf 14,7 Millionen Euro bewegen, liegt das Mittel der Summen auf Schweizer Konten bei weniger als 180.000 Euro.

Regierungen müssen Daten nicht weitergeben

Diese Statistiken gehen auf einen Datenaustausch innerhalb der OECD sowie zusätzliche angeschlossene Staaten zurück. Dennoch gewährleisten die Statistiken keine komplette Übersicht darüber, in welchen Gebieten welche Geldsummen aufbewahrt werden. Regierungen steht es frei, eine Veröffentlichung der Daten zu verhindern oder diese einzuschränken. Von dieser Option machten nach Aussagen des Berichts Großbritannien, sowie die Cayman Islands in Bermuda und der Karibik Gebrauch. Diese Inselgruppe macht sich ebenfalls als Steuerparadies einen Namen. Mit London ist in Großbritannien eines der größten und bedeutungsvollsten Finanzzentren weltweit zu Hause. Zudem gehören die USA ebenfalls nicht dem sogenannten Steuertauschring an.

>Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<
Foto:(c) MasterTux/pixabay.com

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