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Digitalisierung schreitet auch in Sachen Steuererklärungen voran



Nicht jeder ist dazu verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, für viele Arbeitnehmer lohnt sich die Abgabe allerdings in finanzieller Hinsicht. Dies ist vielen Angestellten so gar nicht bewusst und daher werden Jahr für Jahr recht hohe Summen verschenkt. Fahrtkosten, Werbungskosten oder Sonder- und Vorsorgeaufwendungen lassen sich in vielen Fällen zurückerstatten.

In den wenigsten Fällen wird eine Steuererklärung allerdings mit Freude ausgefüllt, viele scheuen den nicht unerheblichen zeitlichen Aufwand, welcher damit verbunden ist, die Belege zu sammeln zu sortieren und schließlich in die richtigen Felder der sehr umfangreichen Formulare einzutragen. Heute lässt sich die Steuererklärung aber in vielen Aspekten einfacher erstellen als noch vor einigen Jahren. Möglich wurde dies durch die Einführung der elektronischen Steuererklärung, welche sowohl dem Steuerpflichten als auch der Finanzverwaltung eine Menge Arbeit ersparen kann.

Zwei Monate mehr Zeit für Abgabe ab diesem Jahr

Seit diesem Jahr können sich Personen bei der Steuererklärung ganze zwei Monate mehr Zeit lassen. Die Abgabefrist für alle im Jahr 2018 erzielten Einnahmen ist nicht wie bislang der 31. Mai des Folgejahres, sondern Stichtag 31. Juli. Mit welchem Betrag man bei einer Steuerrückerstattung rechnen kann, ist von höchst individuellen Umständen abhängig. Für Personen mit geringen Einkünften oder hohen absetzbaren Ausgaben ist eine Steuererklärung in jedem Fall zu empfehlen. Neben der Verwendung von Papierformularen zur Erstellung der Steuererklärung stehen auch zwei elektronische Varianten zur Verfügung. Das Programm "Elster-Formular" sowie das Browser-basierende "Mein Elster" sind kostenlose Möglichkeiten, die Steuererklärung auf elektronischem Wege einzureichen. Hier fehlen allerdings Tipps und Ratschläge dahingehend, wie man die Steuerlast best-möglich senken bzw. Clever gestalten kann. Das Programm dient rein zur Datenübermittlung.

Elektronische Steuererklärung auf dem Vormarsch

Um die elektronische Steuererklärung nutzen zu können, bedarf es einer vorherigen Registrierung. Diese Registrierung ist unkompliziert und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, sie dient nur zur Aufnahme aller relevanten Daten. Wie die Redaktion des Fachportals Konto.org in ihrem Ratgeber zur Abgabe der Steuererklärung ermittelt hat, stieg der Anteil der elektronisch abgegebenen Steuererklärungen von 11,61 Prozent im Jahr 2006 auf 51,53 Prozent in 2018. Das bedeutet, mehr als die Hälfte aller Steuerpflichtigen geben ihre Steuererklärung inzwischen online ab.Die Vorteile der elektronischen Variante sind zahlreich. Zum einen denkt das Programm mit. Wenn beispielsweise Kinder eingetragen werden, aber keine Kinderbetreuungskosten, hakt das Programm noch einmal nach und weist auf Möglichkeiten der Einsparung hin. Auch bei anderen Angaben überprüft das Programm selbstständig, ob nicht möglicherweise einige Kostenstellen vergessen wurden. Somit wird auch sichergestellt, dass keine Angaben unvollständig sind oder fehlerhafte Angaben gemacht werden, die dann im Worst-Case zu einer höheren Steuerlast führen könnten.

Vollautomatisch ab 2022

Nach Plänen der Bundesregierung soll die jährliche Steuererklärung ab 2022 auf ein vollautomatisches Verfahren umgestellt werden. Grund dafür sind neben Entlastungen für den einzelnen Bürger vor allem auch die Entlastung von Finanzbeamten. Diese sollen mit dem neuen Verfahren mehr Zeit haben, sich auf kompliziertere Fälle zu konzentrieren und die Bearbeitungszeiten deutlich zu verringern. Grundlage für die Automatisierung stellt das elektronische Elster-Verfahren. Die Prüfung der elektronischen Steuererklärungen soll dann bei einem Großteil der Fälle maschinell, also automatisch geprüft werden. Finanzbeamte sollen dann mehr Zeit haben, sich intensiver mit aufwändigeren Verfahren zu befassen. Im Zuge der Verfahrensänderung sollen auch neue Fristen eingeführt werden. Stichtag wäre demnach ab 2020 der 31. Dezember des Folgejahres. Eine Fristüberschreitung soll zudem mit einer Strafgebühr belegt werden, was zwar aktuell theoretisch auch schon der Fall ist, oftmals wird diese jedoch in der Praxis aus Kulanz nicht erhoben.

Foto: (c) falco /pixabay.com
>>Der Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt sie nicht<<
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