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14.06.2017

EDV-Fehler beim Fiskus sorgt für Ärger bei Firmen

Derzeit erhebt sich massive Kritik gegen den Fiskus. Vor allem der Bund der Steuerzahler wirft der deutschen Finanzverwaltung vor, dass ein EDV-Fehler dazu führt, dass Steuererklärungen der Körperschaft von Firmen nicht rechtzeitig elektronisch übermittelt werden können. Der Fiskus redet sich jedoch heraus.

Das Problem liegt schon länger zurück

Steuer Körperschaft | fotolia (c) : Pixxs/fotolia.com

Das Problem mit den Formularen für die elektronische Steuererklärung der Körperschaft ist nicht neu. Bereits im Jahr 2015 hatte der Fiskus Schwierigkeiten mit einem ähnlichen Fall eingestanden. Auch in diesem Jahr muss der Bund der Steuerzahler (BdSt) einmal mehr Kritik erheben, die vor allem Firmen nicht gefallen wird. Die Finanzbehörden schaffen es einfach nicht, in diesem Bereich das Problem der elektronischen Übermittlung zu beheben.

Rechtzeitige Abgabe der Steuerdaten ist nicht möglich

Die aktuelle Steuererklärung hätte regulär bis zum 31. Mai abgeben werden müssen. Dies betrifft auch die Erklärung der Körperschaftsteuer aus dem Jahr 2016. Das derzeitige Problem führt allerdings dazu, dass die Unternehmen dem zuständigen Finanzamt die Zahlen erst später mitteilen können. Der Grund ist, dass die dafür erforderliche Software fehlerhaft ist und erst einige Zeit später zur Verfügung gestellt werden kann.

Aktualisierung der elektronischen Daten voraussichtlich erst am 25. Juli

Laut Verlautbarung der zuständigen Behörden geschieht dies erst bis zum 25. Juli 2017. Ab diesem Zeitpunkt sollen Firmen die Daten zur Körperschaftssteuer über das Elster-Portal beim Fiskus abgeben können. Allerdings ist dies nur der derzeitig bestehende Plan. Sicher ist die Veröffentlichung bislang nicht.

Fragwürdige Begründungen vom Fiskus

Der Fiskus redet sich nach den Vorwürfen mit fragwürdigen Ausreden heraus. Demnach soll ein zu spät abgeschlossenes Gesetzgebungsverfahren an dem Fehler schuld sein sowie umfangreiche Jahresanpassungen. Doch bei dieser Begründung stellt sich die Frage, warum diese Panne erneut geschehen konnte, nachdem ein ähnliches Missgeschick bereits im Jahr 2015 geschehen ist und die zuständigen Behörden erneut ihrem Zeitplan hinterherhinken.

Hohes Steueraufkommen bei der Körperschaftsteuer

Der Staat jedenfalls hat ein enormes Interesse an der pünktlichen Zahlung der Körperschaftsteuer, denn diese bedeutet einen enormen Steuergewinn für das Staatssäckel. Allein im Jahr 2015 betrug das gesamte deutsche Aufkommen der Körperschaftsteuer für den Fiskus 20 Milliarden Euro. Die Grundlage für diese Steuer ist der zu versteuernde Gewinn, die juristische Personen wie etwa Genossenschaften und Kapitalgesellschaften erwirtschaften. Ein Satz von 15 Prozent wird auf diesen Gewinn erhoben, um die Körperschaftsteuer abzuführen.

Die meisten Firmen sind nicht betroffen

Die Körperschaftsteuer ist nicht die einzige Steuer, die Unternehmen zahlen müssen. Auch die Einkommensteuer und die Gewerbesteuer zählen hinzu. Ein Mehraufwand durch die Panne des Finanzamts wird für die meisten Unternehmen allerdings nicht zu befürchten sein. Vorteile wird es allerdings auch nicht geben. Viele Unternehmen zahlen alle drei Monate Vorauszahlungen für die Körperschaftsteuer, so dass es bei der herkömmlichen Steuerzahlung nach einem Jahr nur kleinere Korrekturen gib

Größeres Zeitfenster mit Steuerberater

Hinzu kommt, dass die meisten Unternehmen Steuerberater für ihre Steuererklärung beauftragen. In diesem Fall verschiebt sich die Frist um einige Monate bis zum 31. Dezember. Aus diesem Grund müssen sich die meisten Unternehmen keine Sorgen machen.

fotolia (c) : Pixxs/fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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