Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Ehrenamt wird belohnt


Ob in Vereinen oder Hilfsorganisationen - ehrenamtliche Helfer sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und bereichern die Gesellschaft. Trotz ihrer wertvollen Tätigkeit erhalten sie für ihre geleistete Arbeit keine direkte monetäre Entlohnung. Eine indirekte allerdings schon, denn auch der Fiskus weiß um die wertvolle Arbeit, die die ehrenamtlichen Helfer leisten. Daher unterstützt das Finanzamt die ehrenamtlichen Arbeiter mit einem steuerlichen Bonus, um sie zu entlasten und weiteren Freiwilligen die Tätigkeiten schmackhaft zu machen. Ja nach Art des Ehrenamtes können mehr als 2.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden.

Ein Großteil der Bevölkerung profitiert

Steuerliche Vorteile für das Ehrenamt

Sportvereine, Gesangsvereine oder auch Feuerwehren; viele Organisationen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen, die ihre Arbeit mit Freude verrichten, ohne einen monetären Ausgleich dafür zu erhalten. Dabei setzen viele oft einen Großteil ihrer Freizeit ein. Erhebungen zufolge sind 40 Prozent aller Bundesbürger als ehrenamtlicher Mitarbeiter oder als Freiwillige aktiv. Selbst die Jüngsten machen schon mit. Die Erhebungen fassen alle BRD-Einwohner ab einem Alter von zehn Jahren zusammen.

Zwei verschiedene Fördermöglichkeiten

Ob gesellschaftsfördernde Maßnahmen in Vereinen oder sicherheitsrelevante Tätigkeiten wie in der Feuerwehr; ohne ehrenamtliche Mitarbeiter läge vieles im Argen. Daher werden die freiwilligen Helfer vom Fiskus gefördert. Die ehrenamtlichen Helfer können zwei Fördermöglichkeiten des Fiskus nutzen: die Übergangspauschale und die Ehrenamtspauschale. Beide Pauschalen bieten Vergünstigungen in unterschiedlicher Höhe.

Profitieren mit der Übungsleiterpauschale

Am meisten profitieren ehrenamtliche Mitarbeiter von der sogenannten Übungsleiterpauschale. Mit dieser Pauschale können Vereine, Gemeinschaften, Körperschaften und Helfer bis zu 2.400 Euro im Jahr steuerlich geltend machen. Dies setzt allerdings eine Tätigkeit in pädagogischen Bereichen oder in einem Lehramt voraus, etwa als Lehrer an der Volkshochschule, im Sporttraining für Amateure oder als Leiter von Gesangsvereinen und Erste-Hilfe-Kursen. Die Übungsleitertätigkeit kann als Posten für Werbungskosten oder als eine Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Die Ehrenamtspauschale

Wird das Ehrenamt nicht in einem pädagogischen und erziehenden Bereich ausgeführt, sondern etwa als Freiwilliger bei der Feuerwehr, können die Kosten noch über die sogenannte Ehrenamtspauschale steuerlich geltend gemacht werden. Die Ehrenamtspauschale kann bis zu einer Höhe von 720 Euro pro Jahr von der Steuer abgesetzt werden. Doch es gelten noch weitere Regeln, damit der Fiskus die Kosten für die nebenberufliche, ehrenamtliche Tätigkeit steuerlich anerkennt.

Weitere Regelungen

Die Bedingung für die Anerkennung beider Pauschalen ist, dass der ehrenamtliche Mitarbeiter für eine gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Körperschaft tätig ist. Diese müssen im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich arbeiten. Damit die ehrenamtliche Tätigkeit vom Fiskus anerkannt wird, dürfen ehrenamtliche Mitarbeiter zudem nur maximale ein Drittel der Zeit arbeiten, die ihr regulärer Beruf in Anspruch nimmt. Dabei muss allerdings nicht unbedingt ein Hauptberuf vorliegen, auch Hausfrauen oder Studenten können davon profitieren, wenn sie ein Ehrenamt ausüben.

Die Pauschalen können kombiniert werden

Wer mehrere Ehrenämter ausfüllt, kann beide Pauschalen auch kombinieren, selbst wenn diese Ämter im selben Verein ausgeführt werden. Wer etwa ein Lehrer im Gesangsverein und auch als Kassenwart tätig ist, kann beide Pauschalen in Anspruch nehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter Kosten angeben können, welche die steuerfreien Einnahmen übersteigen. Eine Frage ist hierbei allerdings noch nicht beantwortet. Unklar ist, ob die steuerfreien Einnahmen den Betrag bezeichnen, den der Ehrenamtliche tatsächlich bekommen hat oder ob es sich dabei nur um Werbungskosten handelt, wenn Einnahmen und Ausgaben die Grenze von 2.400 Euro übersteigen. Mit dieser Frage muss sich nun der Bundesfinanzhof beschäftigen (BFH).


Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Für Steuerberater
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Kanzlei vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von SteuerberaterScout.

Kostenlos und unverbindlichFinden Sie einen passenden Steuerberater in Ihrer Nähe

  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!