Login
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

15.02.2018

Ehrenamtliche: Anmeldung vor Steuererklärung erforderlich

Menschen, die im Ehrenamt tätig sind, arbeiten in der Regel aus reiner Menschenliebe. Bei einigen ehrenamtlichen Positionen werden ehrenamtliche Helfer allerdings finanziell entschädigt. Diese zusätzlichen Einkünfte müssen natürlich auch steuerlich angemeldet werden. Dabei sind nun einige geänderte Regeln zu beachten.

Anmeldung Ehrenamt Steuererklärung | Foto: (c) 1191980/pixabay.com


Finanzielle Entschädigung für ehrenamtliche Helfer

Wer ein Ehrenamt ausübt, fühlt sich in der Regel dazu berufen und geht vorrangig aus Freude an der Tätigkeit und aus Pflichtgefühl an seine Arbeit. Die Bezahlung ist für die Ehrenamtlichen in der Regel kein Grund, eine solche Tätigkeit anzustreben, zumal es oftmals keine Bezahlung für die Arbeit im Ehrenamt gibt. In einigen ehrenamtlichen Bereichen wird die Arbeit jedoch auch entlohnt, die ehrenamtlichen Helfer werden für ihren Aufwand und ihre geopferte Zeit entschädigt. Dies weckt allerdings das Interesse des Fiskus.

Zusätzliche Einkünfte angeben

Für ehrenamtliche Helfer wie für alle anderen Steuerzahler gilt, dass alle zusätzlichen Einkünfte in einer Steuererklärung angegeben werden müssen. Dabei ist es ganz gleich, ob die Einkünfte aus einer Tätigkeit als ehrenamtlicher Helfer stammen oder nicht. Neu für die Ehrenamtlichen ist allerdings, dass auch sie nun eine sogenannte Online-Zertifizierung benötigen, um ihre Steuererklärung abzugeben, da das Finanzamt diese nur noch in authentifizierter Form akzeptiert.

Zertifizierung im Internet

Diese benötigte Zertifizierung erhalten Steuerpflichtige beim elektronischen Finanzamt im Internet wie im Portal elster.de. Zudem muss die Steuererklärung nun auf dem elektronischen Wege über das Internet an den Fiskus versandt werden. Damit die Steuererklärung rechtzeitig seinen Bestimmungsort erreicht und keine hohen Strafzahlungen drohen, sollten die ehrenamtlichen Steuerzahler mit der Anmeldung auf dem Portal nicht bis zum Ende der Abgabefrist warten, sondern sich so früh wie möglich anmelden. Der Grund ist, dass die Registrierung auf dem Portal einige Tage dauern kann.

Steuerliche Freibeträge

Für viele Ehrenamtliche dürfte die Neuerung erst einmal ungewohnt sein. Vor allem, wenn sie für ihre Tätigkeit mit Beträgen entschädigt werden, die unter dem gesetzlichen Steuerfreibetrag liegen. Dieser beträgt für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren 720 € pro Jahr. Für ehrenamtliche Übungsleiter beträgt der Steuerfreibetrag sogar 2.400 €. Dennoch müssen diese Einkommen als Einkommen in der Steuererklärung vermerkt werden.

Papierform nur noch in Härtefällen

Wer diese zusätzlichen Einnahmen bislang steuerlich eingetragen hat, konnte dies bislang ganz klassisch in der Papierform vornehmen. Diese Form ist allerdings nur noch in Härtefällen erlaubt. Diese Härtefälle müssen vor dem Fiskus glaubhaft begründet werden. Selbst die Form der komprimierten Steuererklärung ist für ehrenamtlich Tätige nicht mehr ohne weiteres zugelassen. Bei dieser Form der Steuererklärung konnte die Erklärung zwar elektronisch per Internet an das zuständige Finanzamt gesandt werden, der Ausdruck in Schriftform wurde jedoch unterschrieben per Post hinterhergeschickt.

Signatur ersetzt Unterschrift

Dies hat nun ein Ende, wer sein Ehrenamt in Form eines Arbeitsverhältnisses ausübt, ist nun in der Pflicht, das authentifizierte Verfahren vorzunehmen und die gesamte Erklärung elektronisch zu verschicken. Selbst eine eigenhändige Unterschrift auf der Steuererklärung ist nicht mehr notwendig. Diese wird durch die entsprechende elektronische Signatur ersetzt.

Wenige Ausnahmen von der Regel

Lediglich in wenigen Ausnahmefällen akzeptiert der Fiskus die klassische Abgabe der Unterlagen in Papierform. Dabei muss ein Härtefall allerdings glaubhaft nachgewiesen werden. Möglich ist dies etwa bei Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und keinerlei Möglichkeit haben, die Steuererklärung dem Fiskus auf elektronischem Wege zukommen zu lassen, weil sie daheim keinen Computer zur Verfügung haben. Dies ist etwa bei zahlreichen Pensionären und Rentnern der Fall, die ein Ehrenamt ausüben.

Foto: (c) 1191980/pixabay.com

Für Steuerberater
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Kanzlei vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von SteuerberaterScout.

Kostenlos und unverbindlich - den passenden Steuerberater finden Sie hier:
  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!