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Eine Ferienwohnung vermieten: Tipps im Umgang mit der Steuer




Wer ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung bundesweit vermieten möchte, kann die Kosten unter Umständen steuerlich absetzen. Zielt die Vermietung jedoch eindeutig auf Gewinneinnahmen ab, betrachtet das Finanzamt für Reparaturen, Nebenkosten oder die Anschaffung getätigte Ausgaben als Werbungskosten.

Steuern Vermietung Ferienwohnung | Foto:(c)PIRO4D/pixabay.com

Ausgaben werden nicht automatisch als Werbungskosten abgesetzt

Eine Vermietung des Ferienhauses oder der Ferienwohnung gilt als Hobby oder Freizeitbeschäftigung, wenn Steuerzahler dem Finanzamt gegenüber nicht nachweisen, mit der Vermietung eines Ferienobjekts Geld zu verdienen. In diesem Fall steht es Steuerzahlern auch nicht zu, Ausgaben als Werbungskosten steuerlich abzusetzen. Um entsprechende finanzielle Verluste zu vermeiden, können Vermieter von Feriendomizilen unter bestimmten Umständen eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen.

Für einen festgelegten Zeitraum von einer Eigennutzung absehen


Besonders einfach weisen Vermieter von Ferienunterkünften eine Gewinnerzielungsabsicht nach, indem sie die Urlaubsresidenzen zunächst überhaupt nicht mehr für sich selbst nutzen. Dieser Nachweis erfolgt beispielsweise durch Vorlage eines Maklervertrags, der eine Eigennutzung für einen festgelegten Zeitraum ausschließt. Genauso wichtig ist es, dass die Ferienwohnung und das Ferienhaus zu mindestens 75 Prozent der ortsüblichen Vermietungszeit sind. Sind Ferienunterkünfte einer bestimmten Region beispielsweise an durchschnittlich 200 Tagen pro Jahr vermietet, sollte das eigene Feriendomizil ebenfalls an mindestens 150 Tagen vermietet sein. Nähere Informationen über die durchschnittliche Vermietungszeit der Domizile liefern die jeweils zuständigen Tourismusverbände.

Mehr Einnahmen als Ausgaben


Fordert das Finanzamt eine sogenannte Ertragsprognose ein, müssen Vermieter der Residenzen im Regelfall für die folgenden 30 Jahre nachweisen, dass Mietüberschüsse auch wirklich erwirtschaftet werden können. In diesem Fall müssen die Einnahmen die Ausgaben garantiert überschreiten.

Vermietung vs. Eigennutzung


Die Behörde wird besonders aufmerksam, wenn Vermieter der Ferienunterkünfte mit dem Objekt Geld verdienen und dennoch für den eigenen Urlaub nutzen möchten. In diesem Fall sind Finanzbeamte des Finanzamts bemüht, Zeiträume für eine Eigenvermietung mit den Intervallen einer Eigennutzung in Relation zu setzen. Das bedeutet für Steuerzahler, umso mehr Geld absetzen zu können, je länger die Vermietungszeit andauert. Können Eigentümer der Ferienresidenzen die Anteile zwischen Vermietung und

Eigennutzung nicht nachweisen, geht die Behörde von einer hälftigen Eigennutzung aus.

Versteuerung von Mieteinnahmen


Möchten Vermieter eines Urlaubsdomizils mit dem Objekt Mieteinnahmen erzielen, müssen diese Einnahmen ebenso wie andere Einkünfte versteuert werden. Diese Angaben erfolgen automatisch über die Einkommenssteuererklärung. Inwiefern das Finanzamt die Immobilie als ?Liebhaberei? bewertet, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Unter bestimmten Voraussetzungen wird eine Vermietung des Ferienhauses oder der Ferienwohnung sogar als Gewerbebetrieb eingestuft. Dieses Risiko ist gegeben, falls Vermieter ihren Mietern gegenüber ebenfalls umfassende Zusatzdienstleistungen offerieren. Allerdings ist es im Falle einer Einstufung als Gewerbebetrieb möglich, dass die Objekte mit einer Gewerbesteuer berechnet werden. Eine Veräußerung der Ferienimmobilien unterliegt möglicherweise nach zehn Jahren ebenfalls der Einkommensteuer.

Sonderfall Airbnb-Vermietung


Werden die Ferienwohnungen und Ferienhäuser über Portale wie wimdu oder Airbnb an Urlauber vermietet, müssen daraus erzielte Einkünfte automatisch in die Steuererklärung eingetragen werden. Mieter sollten außerdem eine schriftliche ausdrückliche Erklärung des Vermieters einholen, um sich das Anrecht auf eine Untervermietung attestieren zu lassen. Für einige Städte gelten sogenannte Regelungen für eine Zweckentfremdung von Wohnraum, die Untervermietung komplett verbieten oder zumindest einschränken. Deshalb ist es ratsam, sich vor einer Vermietung im zuständigen Bürgerbüro zu erkundigen.

Foto:(c)PIRO4D/pixabay.com
>Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt diese nicht<
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