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Einkommenssteuererklärung: Wer muss und wer nicht?


Die Steuererklärung ist nicht gerade des Deutschen liebstes Kind und viele schieben den lästigen Papierkram gerne etwas vor sich her. Vielen Steuerzahlern ist überhaupt nicht bewusst, wer eine Einkommenssteuerklärung verpflichtend abgeben muss und wer nicht. Und dass die freiwillige Abgabe in vielen Fällen bares Geld bringt, hat sich auch noch nicht überall herumgesprochen.

Für wen ist die Steuererklärung verpflichtend?

Wer genau eine Einkommenssteuererklärung machen muss, regelt der Paragraf 46 des Einkommenssteuergesetzes. Gewerbetreibende, Selbstständige und Freiberufler müssen immer eine Erklärung abgeben. Doch auch Arbeitnehmer und Angestellte müssen unter bestimmten Umständen eine verpflichtende Einkommenssteuererklärung - verpflichtend für jeden?| Foto: (c) Coloures-pic / Fotolia.comSteuererklärung machen. Dies gilt zum Beispiel für Arbeitnehmer, die im vergangenen Jahr mehrere Arbeitgeber hatten und keinen pauschalen Lohn versteuerten.

Auch verheiratete Paare können in die Pflicht genommen werden. Ist mindestens ein berufstätiger Partner der Steuerklasse V zugeordnet oder haben beide Partner die Klasse IV gewählt, wird eine Steuererklärung fällig. Auch die Ehepartner, die eine Einzelveranlagung beantragt haben, müssen eine Einkommenssteuererklärung einreichen.

Arbeitnehmer, die zusätzlich zu ihrer Haupttätigkeit einer Nebenbeschäftigung nachgehen und damit mehr als 410 Euro im Jahr verdienen oder aber Einnahmen aus Mieten beziehen, müssen ebenfalls eine Steuererklärung machen.
Generell ist die Einkommenssteuererklärung für Arbeitnehmer ein wichtiges Thema, da z.B. der Weg zur Arbeit, ein Arbeitszimmer oder Fortbildungen mit in die Erklärung einfließen können. Die Anlage N in der Steuererklärung für Arbeitnehmer ist hier zu beachten.

Vorsicht auch bei Zuzahlungen

Auch die Grenze der Zuzahlungen liegt bei 410 Euro im Jahr und diese sind schnell erreicht. Zuzahlungen meinen auch Krankengeld, Arbeitslosengeld, steuerfreie Auslandseinkünfte oder das Elterngeld.

Lohnt sich die freiwillige Steuererklärung?

Tatsächlich lohnt sich für viele Steuerzahler die Abgabe einer Steuererklärung. Dies gilt vor allem für Personen, die im Jahr mehr als 8472 Euro eingenommen haben. Bei Ehepaaren gilt der doppelte Betrag von 16.944 Euro. Werbungskosten, Sonderausgaben, lange Fahrtkosten - wer seine Ausgaben gut im Blick hat und Kassenzettel sorgfältig aufbewahrt, kann schnell profitieren. Auch die Ausgaben für die Kinderbetreuung, Handwerkerkosten und viele weitere Leistungen können geltend gemacht werden.

Welche Fristen sind einzuhalten?

Fristen für die Abgabe der Steuererklärung gelten nur für diejenigen, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben. Der späteste Termin ist jedes Jahr der 31. Mai. Es gibt jedoch die Möglichkeit, diese Frist zu verlängern. Die Verlängerung muss jedoch beantragt werden. Wird die Einkommenssteuererklärung nicht selbst, sondern von einem Steuerberater erstellt, so gilt als Abgabetermin der 31. Dezember.

Bei einer freiwilligen Steuererklärung gibt es keine festen Fristen. Jeder, der sich entscheidet, freiwillig eine Einkommensteuererklärung einzureichen, hat dafür vier Jahre Zeit.

Was passiert im Falle der Verspätung?

Diejenigen, die verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben und den Termin versäumen, müssen damit rechnen, dass bis zu zehn Prozent der Nachzahlung bzw. Erstattung als Verspätungszuschlag fällig werden. Das könnten im Ernstfall bis zu 25.000 Euro sein.

Das Finanzamt entscheidet immer für den Einzelfall. Die Höhe der Nachzahlung, die Dauer der Fristüberschreitung, die Verschuldung des Steuerpflichtigen und ob dieser möglicherweise Vorteile aus der verspäteten Abgabe gezogen hat, entscheiden darüber wie hoch der Verspätungszuschlag ausfällt.

Und im Krankheitsfall? Wer einen Unfall hatte, schwer erkrankt ist oder sich in einer Reha befindet, muss dem Finanzamt ausreichend und überzeugend nachweisen, dass er aus diesen Gründen nicht in der Lage war, die Einkommenssteuererklärung pünktlich einzureichen.

Foto: (c) Coloures-pic / Fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine rechtliche Beratung dar und ersetzt sie auch nicht.

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