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Einkommensteuer: Keine Besteuerung von Lottogewinnen



Lottogewinne erfreuen sich traditionell großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn es locken in der Regel hohe Gewinne, enorme Summen, welche die geringe Wahrscheinlichkeit des Gewinns vergessen machen. Die Einnahmen der Lottogesellschaften übersteigen dank der zahlreichen verkauften Lottoscheine daher stets auch die Ausgaben. Die Teilnahme an Lottospielen ist aus diesem Grund auch ausdrücklich erwünscht, der Fiskus honoriert die Gewinner einer Lottoziehung durch Steuerfreiheit.

Lottogewinn versteuern | Foto: kalhh/pixabay.com


Der Traum vom großen Geld

Plötzlich viel Geld auf dem Konto und finanziell ausgesorgt zu haben, sorgenfrei zu leben und dem Chef endlich einmal die Meinung sagen zu können, ohne aus Angst vor einer Kündigung ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen; wohl jeder hat diesen Traum schon einmal gehabt. Und er ist auch so einfach zu erreichen, wenn man einmal das Gesetz der Wahrscheinlichkeit vernachlässigt. Einfach einen Lottoschein kaufen, bei einigen Lotterien noch die Glückszahlen eintragen und abwarten.

Gewinn in voller Höhe einstreichen

Der Fiskus animiert die Glückssucher zusätzlich bei ihrer Jagd nach dem großen Gewinn, indem er ihnen die volle Steuerfreiheit in Aussicht stellt, sollten ihre Zahlen gezogen werden. Die glücklichen Lottogewinner können sich also doppelt freuen, wenn ihr großer Tag kommt, da sie den Gewinn in voller Höhe einstreichen können. Diese Steuerfreiheit hat allerdings weniger mit einer gesetzlich festgelegten Befreiung von der Steuer zu tun.

Einmalige Gewinne aus Glücksspielen sind kein Einkommen

Vielmehr ist es so, dass es im deutschen Steuerrecht genau definierte Arten der Einkünfte gibt. Gewinne aus Lottospielen können unter keiner der unterschiedlichen Arten eingeordnet werden. Aus diesem Grund kann der Fiskus keinerlei Steuern auf die Gewinne erheben. Dies gilt für alle Arten von Glücksspielen. Allerdings gilt dies nicht in jedem Falle. Auch bei dieser Regel gibt es Ausnahmen.

Regelmäßige Gewinne werden versteuert

Diese beschriebene Form der Steuerfreiheit gilt nur, wenn sich der Gewinn einmalig oder nur selten einstellt, wie es bei Lottospielen üblicherweise auch der Fall ist. Wer jedoch das Glücksspiel zum Beruf gemacht hat, wie etwa professionelle Pokerspieler, und damit regelmäßige Gewinne einstreicht, kann sich auf ein baldiges Zusammentreffen mit dem Fiskus einstellen. Denn in diesem Fall werden die Gewinne aus dem Glücksspiel wie eine echte Einnahmequelle gewertet. In diesem Fall greift die Steuerfreiheit nicht mehr, der Fiskus hält die Hand auf und es wird eine Einkommensteuer angesetzt. Dafür wird allerdings keine Umsatzsteuer bei Profispielern fällig, wie der BFH in einem aktuellen Urteil entschied.

Ertrag aus Investitionen wird versteuert

Zudem ist nur der Gewinn an sich steuerfrei. Wer das Geld auf dem Konto ruhen lässt, muss zumindest die Zinsen auf das Geld oder die Dividenden versteuern. Ebenso, wenn das Geld investiert wird, um etwa eine Immobilie zu erstehen und diese zu vermieten. Auch für die Mieteinnahmen gilt dann wieder die Einkommensteuer. Beim Kauf von Aktien und den Gewinnen daraus wird der Fiskus ebenfalls hellhörig und hält die Hand auf. Wer seinen Gewinn gewinnbringend investieren will, sollte daher einen Teil seines Geldes idealerweise in die Beratung eines Profis investieren, um Steuern zu sparen.

Gewinn wird auf Sozialleistungen angerechnet

Für Hartz-IV-Empfänger ist ein Lotto-Gewinn ein echter Glückstreffer, der ihnen aus ihrer Notlage hilft. Allerdings zählt dieser Gewinn in diesem Fall als Einkommen, das zwar ebenfalls nicht besteuert, jedoch mit den Sozialleistungen verrechnet wird, so dass diese reduziert oder ab einer bestimmten Höhe des Gewinns sogar komplett eingestellt werden.


Hinweis: Der Artikel stellt keine Beratung dar und ersetzt sie nicht.
Foto: kalhh/pixabay.com
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