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Entlastungen bei kleinen und mittleren Einkommen



Eine kürzlich durchgeführte Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat ergeben, dass die Last bei den Steuern und weiteren Abgaben sowohl für Geringverdiener, Mittelständler als auch begüterte Bürger nahezu gleich hoch sind. Dies ändert sich in diesem Jahr geringfügig, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Demnach sinken die steuerlichen Abgaben als auch die Sozialabgaben für Geringverdiener und Mittelständler.

Einsparungen von bis zu 120 € jährlich

Die Rheinische Post zitiert in ihrer Ausgabe vom 09.01.2017 die neue Studie des IW. Image titleDemnach können sich vor allem Singles, Alleinerziehende, Ehepaare und Familien mit einem geringeren Einkommen freuen. Diese werden zum Jahresbeginn der Studie zufolge bei den Steuern und Sozialabgaben stärker entlastet. Je nach Einkommen sollen diese künftig monatlich brutto zwischen fünf und zehn Euro mehr in der Brieftasche beziehungsweise dem Konto haben als bislang. Die Einsparungen von bis zu 120 Euro zusätzlich im Jahr kommen besonders den Geringverdienern zugute.

Starkes Ost-West-Gefälle bei der Erhöhung der Beitragsgrenzen

Neben dem erhöhten Kinderfreibetrag wurden bei den Reformen Maßnahmen getroffen, um die Folgen der kalten Progression abzumildern. So wurde der Steuertarif der Einkommenssteuer um 110 € angehoben, die Grenze bei einigen Steuersätzen liegt nun bei einem Einkommen von maximal 15.110 € pro Jahr. Auf der anderen Seite stiegen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Arbeitslosen,- Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungen. Diese Grenzen stiegen von bislang 50.850 € auf 52.200 € pro Jahr. Dabei gibt es allerdings ein starkes Ost- West-Gefälle. So stieg der Grenzwert für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung im Osten von 64.800 € um 5,6 Prozent auf 68.400 €. Im Westen beträgt der Anstieg immerhin noch 2,4 Prozent auf 76.200 €.

Alleinerziehende und Ehepaare mit Kindern profitieren besonders

Vor allem Alleinerziehende und Ehepaare mit Kindern werden bei der neuen Regelung bevorzugt, da diese durch die Erhöhung des Kinderfreibetrages profitieren. Familien mit einem jährlichen Einkommen von 30.000 Euro werden um 113 € entlastet, bei einem Einkommen von 45.000 € steigt die Entlastung sogar auf 131 €. Haushalte mit einem Einkommen von 60.000 € werden immerhin noch mit einem Betrag in der Höhe von 74 € entlastet.

Gutverdiener zahlen drauf

Positiv ist die neue Regelung der Abgabenlast für Steuern und Soziales allerdings nur für Haushalte, die nur geringere oder mittlere Einkommen aufweisen. Die Grenze für die Senkung der Abgaben liegt bei einem Einkommen von 80.000 € im Jahr. Haushalte, die ein höheres Einkommen vorweisen können, werden hingegen stärker belastet und müssen ab Januar 2017 mit einer höheren Abgabenlast rechnen. Ein Single, der im Jahr mehr als 80.000 € verdient, muss 54 € mehr Steuern und Sozialabgaben leisten. Familien, deren Haushalte mehr als 80.000 € brutto pro Jahr zur Verfügung haben, müssen zusätzlich 32 € pro Jahr zahlen.

Ausgleich bei den Ausgaben

Der finanzielle Vorteil der Geringverdiener ist allerdings schnell wieder aufgefressen, wie die eingangs erwähnte Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Demnach zahlen Geringverdiener und Mittelständler vergleichsweise höhere indirekte Steuern als Gutverdiener. Da einkommensstarke Haushalte bessere Möglichkeiten haben, ihre steuerlichen Ausgaben zu gestalten, gleicht sich der Vorteil der neuen Regelungen für Geringverdiener und Mittelständler schnell wieder aus.

Foto: (c) Andrei Korzhyts / fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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