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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

02.03.2018

Erlaubter Zuverdienst für Rentner

Die Anzahl der Senioren, die ihre Rente durch einen Zuverdienst aufbessern, steigt seit Jahren. Allerdings hat der Zuverdienst Grenzen. Übersteigt dieser eine bestimmte Grenze, schlägt der Fiskus zu. Auch bei den Versicherungen gibt es einiges zu beachten.

Rentner Zuverdienst | Foto: (c) Alexas_Fotos/pixabay.com

Ärger mit Fiskus vermeiden

Für viele Senioren reicht die Rente schon längst nicht mehr aus, sie versuchen sich durch eine Nebentätigkeit etwas hinzuzuverdienen, um ihre gesetzliche Rente aufzubessern. Doch auch zahlreiche Rentner, die dies im Grunde nicht nötig haben, gehen einer Nebentätigkeit nach, etwa um sich die Zeit zu vertreiben oder aus Leidenschaft für ihre liebgewonnene Tätigkeit. Allerdings achtet der Staat penibel darauf, was bei diesen Nebenverdiensten erlaubt ist, und wie viel die Senioren neben ihrer gesetzlichen Rente hinzuverdienen. Übersteigt das zusätzliche Einkommen die erlaubte Grenze, droht Ärger mit dem Fiskus und den Versicherungen.

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Freigrenze von 8.652 €

Theoretisch dürfen Senioren ihre gesetzliche Rente ohne ein Limit aufbessern, wenn sie die sogenannte Regelaltersgrenze erreicht haben, wobei der Nettolohn sogar noch höher ausfällt, weil die Abzüge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung entfallen. Die Abzüge für die Krankenkassen fallen hingegen weiterhin an. Auch der Fiskus hat ein Auge auf den Zuverdienst, je nach Höhe des gesamten Einkommens aus Rente und Zuverdienst werden Steuern abgezogen. Beim Zuverdienst gilt zudem eine Freigrenze von 8.652 €. Übersteigt das Einkommen diese Freigrenze, wird die herkömmliche Einkommenssteuer fällig.

Abzüge für die Krankenversicherung

Bei den Zuverdiensten gelten für Senioren hinsichtlich der Abzüge für die Krankenversicherung dieselben Regeln wie bei der gesetzlichen Rente. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung müssen die Senioren bei ihren zusätzlichen Bezügen den halben Beitragssatz in Höhe von sieben Prozent zahlen. Hinzu kommt der jeweilige Zusatzbeitrag. Die Beiträge für die Krankenkasse werden allerdings wie gewohnt maximal bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze fällig. Senioren, die in Jahr 2017 Einkünfte von mehr als 4.350 € pro Monat haben und 4.425 € für das Jahr 2018, müssen auf die weiteren Einkünfte keinen Beitrag für die Krankenkasse zahlen.

Andere Regeln für Frührentner

Für Frührentner gelten allerdings einige andere Regeln als für Rentner. Wer bereits vor dem Eintritt in das gesetzliche Rentenalter Frührente bezieht, darf lediglich über einen Zuverdienst von 450 € brutto verfügen, ohne Abzüge befürchten zu müssen. Hinzu kommen doppelte Zahlungen wie etwa bei Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Diese Zahlungen dürfen lediglich zwei Mal im Jahr erfolgen. Übersteigt der Zuverdienst diese Grenze, wird die Frührente gekürzt, wobei die Höhe des Zuverdienstes angerechnet wird. Schlimmstenfalls kann die Frührente sogar bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente gänzlich entfallen.

Minijobs ohne Steuern

Wer ganz sicher steuerfrei etwas hinzuverdienen möchte, um seine Rente aufzubessern, sollte einen Minijob ausüben, da die Meldepflicht der Einkünfte bei einer solchen Tätigkeit entfällt. Bei einer solchen Anstellung wird diese vom Arbeitgeber gemeldet, die Steuern und Beiträge in Höhe zwei Prozent des Zuverdienstes werden ebenfalls von diesem abgeführt. Allerdings sollte diese Form der Anstellung klar mit dem Arbeitgeber vereinbart werden, denn ohne eine solche pauschale Besteuerung wird der Zuverdienst nicht als Einkommen aus einem Minijob gewertet, sondern als normaler Lohn zur Rente hinzugerechnet.

Steuern sparen bei Aufwendungen für den Nebenjob

Auch die Aufwendungen, die bei der Ausübung der Nebentätigkeit entstehen, können Senioren wie gewohnt von der Steuer absetzen, indem sie in der Steuererklärung angegeben werden. Zudem können weitere Kosten unter Umständen als Sonderposten angegeben werden, wie etwa die Zahlungen zur Haftpflicht, Spenden, Kirchensteuer oder der Anteil zur Pflege- und Krankenversicherung.

Foto: (c) Alexas_Fotos/pixabay.com

Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt diese nicht.

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