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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

22.03.2018

Fehler in der Steuererklärung melden

Fehler in der Steuererklärung sind keine Seltenheit, wenn diese von Laien selbst ausgefüllt wird. Werden die Fehler rechtzeitig bemerkt und korrigiert, lassen die Finanzämter allerdings mit sich reden, so dass empfindliche Nachforderungen oder Strafen ausbleiben.

Je nach Fehler drohen empfindliche Strafen

Fehler Steuererklärung | Foto:(c) falco/pixabay.com

Die Steuererklärung wird von vielen Bürgern nur mit spitzen Fingern angefasst, vor allem, wenn sie sich die Hilfe eines Steuerberaters nicht leisten wollen und die Erklärung selbst vornehmen. Diese Scheu ist verständlich, schließlich sind Fehler bei der Erstellung der komplizierten Steuererklärung schnell gemacht. In diesem Fall drohen bei Fehlern je nach Schwere des Irrtums und Höhe des irrtümlich unterschlagenen Betrages hohe Nachforderungen oder andere empfindliche Strafen, etwa wenn eine oder mehrere Einnahmen vergessen wurden. Diese Fehler sind keine Seltenheit, sondern unterlaufen Laien bei der Bearbeitung der Steuererklärung unerwartet oft. Dann ist guter Rat teuer.

Wahlweise formlos oder durch eine korrigierte Steuererklärung

Wenn der Fehler in der Steuererklärung vom Ersteller selbst bemerkt wird, ist er gut beraten, diesen so schnell wie möglich zu melden. Er ist verpflichtet, einen Fehler bei der Angabe seiner Einnahmen unverzüglich an das Finanzamt weiterzuleiten und die Richtigstellung vorzunehmen, die für die korrekte Bearbeitung der Steuererklärung notwendig ist. Die notwendige Richtigstellung kann wahlweise formlos oder durch eine korrigierte Steuererklärung vorgenommen werden. Je nach Kulanz des Finanzamts oder des zuständigen Sachbearbeiters kann die Korrektur sogar telefonisch vorgenommen werden. Der genaue Wortlaut zur nachträglichen Richtigstellung der Steuererklärung kann in der Abgabenordnung (AO) § 153 durchgelesen werden.

Es gilt die Festsetzungsfrist

Ist der Steuerbescheid bereits zugestellt, können Korrekturen innerhalb eines Monats nach Eingang des Bescheids vorgenommen werden, wobei der Einspruch beim zuständigen Finanzamt begründet sein muss. Als zugestellt gilt der Bescheid bereits drei Tage nach der Postaufgabe. Bei der weiteren Richtigstellung der Steuererklärung ist zu beachten, dass dabei die Festsetzungsfrist gilt, nicht die Einspruchsfrist. Letztere greift nur, wenn Fehler bei der Bearbeitung der Steuererklärung vonseiten des Finanzamts vorliegen. Die Festsetzungsfrist zur Berichtigung falscher Angaben in der Steuererklärung beträgt hingegen im Normalfall vier Jahre. Innerhalb dieser Zeit müssen die Angaben korrigiert werden, damit der Fiskus sie anerkennt.

Grobe Verschulden werden in der Regel nicht anerkannt

Zudem müssen die Fehler etwa auf eine nachlässige Buchführung zurückzuführen sein, damit die nachträglichen Korrekturen vom Finanzamt anerkannt werden. Liegt hingegen ein grobes Verschulden vor, werden die Korrekturen der reuigen Sünder in der Regel nicht vom Fiskus akzeptiert und empfindliche Strafen drohen. Um ganz sicherzugehen, den Fiskus bei der Berichtigung seiner Fehler auf seiner Seite zu haben und hohe Strafen zu umgehen, empfiehlt es sich, die fehlerhafte Steuererklärung doch noch von einem Steuerberater prüfen zu lassen, um weitere Fehler auszuschließen.

Möglichkeiten zur Ausdehnung der Frist

Die normale Festsetzungsfrist kann allerdings auch ausgeweitet werden. Liegt eine leichtfertige Steuerverkürzung vor, kann die Frist auf fünf Jahre ausgedehnt werden. Bei schwereren Vergehen wie etwa Steuerhinterziehung kann die verlängerte Festsetzungsfrist sogar zehn Jahre betragen, genug Zeit, um ein schlechtes Gewissen zu kultivieren und um über die Fehler nachzudenken. Das Ende des jeweiligen Kalenderjahres, in dem die Erklärung eingereicht wurde, markiert den Beginn der gewährten Frist.

Foto:(c) falco/pixabay.com

Achtung: Der Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt sie auch nicht

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