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Finanzielle Entlastungen beim Wegeunfall


Winterzeit ist Unfallzeit, wie zuletzt der plötzliche Wintereinbruch im Januar gezeigt hat. Besonders in den Morgenstunden kommt es aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zu Unfällen im Straßenverkehr. Auch ungünstige Witterungsbedingungen wie plötzlich auftretender Schneefall, überfrierender Nässe oder Blitzeis führen morgens auf dem Weg zur Arbeit zum Crash. In einem solchen Fall hilft das Finanzamt aus, damit die Kosten für die Reparatur nicht überhandnehmen. Allerdings sind hierbei einige Bedingungen zu beachten.

Kosten für Reparaturen können nach einem Unfall abgesetzt werden

Was viele Autofahrer nicht wissen, ist, dass nicht nur die Fahrtkosten steuerlich Wegeunfall im Winter mit Auto  | Foto: (c) Dmitriy Shipilov / fotolia.comgeltend gemacht werden können, die auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg anfallen. Auch weitere Kosten werden vom Fiskus anerkannt und teilweise erstattet. Bei einem Autounfall sollte daher niemand verzweifeln, da der Fiskus die Reparaturkosten anteilig übernimmt und die Unfallbeteiligten mit den hohen Kosten für die Werkstatt nicht allein dastehen. Diese und weitere Kosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Die Bedingungen des Fiskus

Um die Kosten für einen Unfall ebenso wie die Entfernungspauschale als Werbungskosten angeben zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. So muss der Unfall auf dem Weg zur Arbeit, genauer gesagt, zur ersten Tätigkeitsstätte geschehen sein. Der Fiskus erkennt die Kosten auch an, wenn der Unfall auf einer Dienstreise oder während einer beruflich bedingten Auswärtstätigkeit erfolgte. Daher werden Unfälle auch anerkannt, die bei der Fahrt zwischen zwei Tätigkeitsorten geschehen. Es spielt keine Rolle, ob die Wege mit einem Fahrrad, dem Mofa, Motorrad oder Auto abgefahren werden. Auch Fußgänger können Kosten steuerlich geltend machen, die durch Unfälle auf dem Arbeitsweg entstehen.

Steuerliche Erstattung auch bei Fahrten für Dritte

Selbst wenn man für einen Dritten unterwegs ist und etwa den Ehepartner zum Flughafen fährt, damit dieser eine Geschäftsreise antreten kann, werden die Kosten vom Fiskus anerkannt, wenn der Fahrer auf dem Hin- oder Rückweg in einen Unfall gerät. Wird der direkte Weg zur Arbeit verlassen, etwa um zu tanken oder einen Kollegen mitzunehmen, liegt die Anerkennung der Unfallkosten im Ermessen des zuständigen Finanzamtes, die Erstattung der Kosten sind dann oftmals eine Ausnahme. Geschieht der Unfall auf einem Umweg, der rein privaten Zwecken galt, wird das Finanzamt das Ersuchen und die steuerliche Anerkennung der Kosten allerdings in der Regel ablehnen.

Diese Kosten können nach einem Unfall geltend gemacht werden

Beim Fiskus können nicht nur die Kosten geltend gemacht werden, die bei der Reparatur eines Fahrzeugs nach einem Unfall anfallen, sondern auch damit verbundene sekundäre Kosten und Folgekosten. Der Fiskus unterstützt Autofahrer auch bei den Kosten für den Abschleppdienst und den Leihwagen. Auch die Kosten für den Gutachter, den Anwalt und die Gerichtskosten können als Werbungkosten geltend gemacht werden. Die Selbstbeteiligung der Kaskoversicherung wird ebenfalls steuerlich abgedeckt. Zudem fallen sekundäre Kosten beziehungsweise Folgeschäden wie ein zerstörter Laptop oder ein beschädigtes Mobiltelefon unter diese Regelung.

Steuerliche Absetzbarkeit der Unfallkosten ist umstritten

Wie lange diese Regelung noch greift, ist allerdings ungewiss. Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Diskussionen um diese Regel, teilte der Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine mit. Auch die Entfernungspauschale wurde kritisiert. Das Bundesfinanzministerium stärkte den Autofahrern allerdings bereits den Rücken. Die umstrittenen Kosten können ohne Diskussion als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Foto: (c) Dmitriy Shipilov / fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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