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Für das Alter vorsorgen: Mit einer Entgeltumwandlung



Wer seinen gewohnten Lebensstandard im hohen Alter halten möchte, muss Maßnahmen für eine finanzielle Vorsorge treffen. Ein sinnvoller Weg ist Unterstützung von Arbeitgebern für Arbeitnehmer. Dennoch ist eine spätere Betriebsrente nicht für jedermann geeignet.

Betriebsrente | Foto:(c)Tabaksteuer | Foto:(csilviarita/pixabay.com

Drei Säulen der Altersvorsorge

Hierzulande baut die Altersvorsorge auf drei Säulen auf. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung kommt betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge in Betracht. Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge unterstützen Vorgesetzte ihre Angestellten dabei, mehr Profit aus dem Gehalt zu schlagen.

Entgeltumwandlung: Eine Definition

Eine beliebte Methode ist die sogenannte Entgeltumwandlung. Bei dieser staatlich geförderten Art betrieblicher Altersvorsorge investieren Angestellte einen Teil ihres Bruttolohns bzw. Bruttogehalts, um dieses in einen bAV-Vertrag einzuzahlen. Die in den Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge investierten Beiträge sind anfangs steuer- sowie sozialversicherungsfrei. Zumeist entscheiden sich Arbeitgeber für eine Lebens- oder Rentenversicherung als Vorsorgevereinbarung. Abhängig davon, ob Lohn oder Gehalt umgewandelt wird, ist ebenfalls von einer Lohn- oder Gehaltsumwandlung die Rede.

Welche Personen haben Anspruch auf diese Form der Altersvorsorge?

Generell steht es jedem Arbeitnehmer frei, Teile ihres Gehalts oder Lohns in Betriebsrente zu investieren. Diesem Personenkreis gehören ebenfalls geringfügig Beschäftigte, befristet Angestellte, Geschäftsführer, Auszubildende oder Teilzeitkräfte an. Eine wichtige Voraussetzung auf den Erhalt der Vorsorgeleistung ist jedoch, eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung zu haben und mindestens 240 Euro pro Jahr anzusparen. In einigen Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen ist diese betriebliche Altersversorgung ebenfalls berücksichtigt.

Das Prinzip der Entgeltumwandlung

Im Rahmen der Entgeltumwandlung verzichten die Angestellten auf Teile ihres Lohns oder Gehalts, um im Ruhestand einen besseren finanziellen Spielraum zu haben. Arbeitgeber schließen deshalb einen bAV-Vertrag ab, der zumeist an Lebens- und Rentenversicherungen gekoppelt ist. Diese Form der Vorsorge wird durch den Arbeitgeber und Staat gefördert. Seit 2019 sind Unternehmen verpflichtet, für Neuverträge einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent des Umwandlungsbetrags zu leisten. Diese Regelung gilt ab 2022 ebenfalls für bereits bestehende Vereinbarungen zur Entgeltumwandlung.

Mehrere staatliche Förderungen

Die Umwandlung wird außerdem staatlich gefördert, da sich dadurch das Bruttogehalt reduziert. Dadurch müssen Angestellte weniger Sozialabgaben und Steuern in die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung investieren. Grundsätzlich ist es möglich, bis maximal acht Prozent der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung umzuwandeln. Für 2021 wäre ein Maximum von 568 Euro pro Monat möglich. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld kommen ebenfalls in Betracht. Ohne ein Abzug von Sozialabgaben sind Investitionen in Höhe von vier Prozent möglich. Dieser Wert würde sich aktuell auf 284 Euro pro Monat belaufen. Wer die Betriebsrente allerdings erst später erhält, muss Steuerzahlungen in Kauf nehmen. Gesetzlich krankenversicherte Personen mit einem Anspruch von mehr als 164,50 Euro pro Monat müssen zudem Kranken- sowie Pflegeversicherungsbeiträge komplett bezahlen.

Ist diese Form betrieblicher Altersvorsorge steuerfrei?

In den Vorsorgevertrag eingezahlte Beiträge sind bis zu maximal acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei. Allerdings können Betroffene Steuerzahlungen nicht komplett vermeiden, da die spätere Rente im Regelfall steuerpflichtig ist. Generell lohnt sich eine Entgeltumwandlung umso mehr, je höher der Arbeitgeberzuschuss ist und je günstiger Vertragskonditionen gewählt sind. Nach Aussagen der Verbraucherzentrale sind Vereinbarungen mit Zuschüssen von weniger als 20 Prozent eher nicht ratsam. Vor allem Gutverdiener sind auf hohe Arbeitgeberzuschüsse angewiesen, damit sich die betriebliche Altersvorsorge lohnt. Das ist dem Umstand geschuldet, dass für betriebspflichtiges Einkommen zur gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung ein Maximalbetrag festgelegt wird.

Foto:(c)Tabaksteuer | Foto:(csilviarita/pixabay.com
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