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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

08.05.2018

Grundsteuer: Neue bürokratische Auflagen für Eigentümer

Auf die bundesdeutschen Grundstücks- und Immobilienbesitzer kommt die Neuregelung der Grundsteuer zu. Damit verbunden ist höchstwahrscheinlich auch ein höherer bürokratischer Aufwand. Dieser wird notwendig, um eine korrekte Bewertung des Grundstücks zu gewährleisten.

Neuregelung Grundsteuer | Foto:(c)Meditations/pixabay.com


Höherer Aufwand nach Reform der Grundsteuer

Die Neuregelung der Grundsteuer ist bislang noch nicht endgültig beschlossen, am 02.05.2018 trafen sich erstmals die Finanzminister der Länder und des Bundes, um über die neue Steuer für Grundstücksbesitzer zu beraten. Notwendig wurde dies nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, in dem die Richter die bis dahin bestehende Form der Grundsteuer für nicht zulässig erklärten. Die ersten Beschlüsse zur Neuregelung der Grundsteuer lassen also noch auf sich warten, doch dass auf die Besitzer der Grundstücke weiterer Aufwand zukommt, ist bereits jetzt abzusehen.

Eigene Steuererklärung zur Wertbestimmung notwendig

So werden die bundesdeutschen Besitzer von Grundstücken und Immobilien nach Ansicht Reinhold Hilbers, des niedersächsischen Bundesfinanzministers, eine Steuererklärung für die Neuregelung der Grundsteuer abgeben müssen. Diese dient demnach der Bewertung ihrer Grundstücke. Wie komplex eine solche Steuererklärung sein wird, hängt von dem jeweiligen künftigen Bewertungsmodell der neuen Grundsteuer ab. Doch ganz gleich, welches Modell bei den Diskussionen bevorzugt wird, soll die Erklärung möglichst einfach bis sehr einfach gehalten werden. Für ein einfaches Modell spricht sich auch Hilbers aus.

Drei Modelle zur Diskussion

Welches Modell schließlich das Rennen macht, steht noch in den Sternen. Drei verschiedene Modelle stehen insgesamt zur Diskussion. Das Äquivalenzmodell ist flächenbezogen; bei der Bestimmung der Steuerhöhe wird hauptsächlich die reine Fläche der Grundstücke und Gebäude betrachtet. Im Bodenwertmodell hingegen wird vorrangig der Wert des Grundstücks zur Bestimmung der Höhe der künftigen Grundsteuer herangezogen. Im Kostenwertmodell fließen die Kosten in die Berechnung zur Festsetzung der Steuerhöhe mit ein, die notwendig sind, um die Immobilien auf dem jeweiligen Grundstück zu sanieren. Ein Favorit, auf den sich alle Beteiligten einigen können, ist bislang nicht abzusehen.

Entscheidung bis Ende kommenden Jahres

Bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Die Finanzminister haben bis Ende kommenden Jahres Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Das Vorhaben wird von vielen Seiten beobachtet und kontrovers diskutiert, schließlich handelt es sich bei der Grundsteuer um eine wichtige Einnahmequelle des Fiskus. Rund 13 Milliarden Euro Steuern kann der Fiskus allein dank der Grundsteuer im Jahr verzeichnen.

Unter dem Strich keine Steigerung der Steuer geplant

Doch auch eine mögliche höhere Belastung der Bundesbürger durch eine Reform der Grundsteuer wird scharf diskutiert. Die Pläne für die Reform der Grundsteuer sehen zwar vor, dass das Steueraufkommen unter dem Strich gleich bleibt und Steigerungen sowie Senkungen ausgeschlossen werden sollen. Allerdings kann es zu einer Verschiebung der Belastungen kommen. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Personen nach der Reform der Steuer mehr zahlen müssen, andere wiederum weniger, so Hilbers.

Umlage der steuerlichen Belastung auf die Mieter befürchtet

Kritiker hingegen befürchten, dass vor allem auf eine Gruppe in der BRD eine Mehrbelastung zukommen wird. Ganz gleich, welches Modell schließlich die Grundlage für die Reform der Grundsteuer darstellt, wird bereits vermutet, dass die Besitzer der bundesdeutschen Grundstücke und Immobilien die Steuerbelastung nach der Reform nicht allein stemmen werden können. Die Belastung durch die reformierte Grundsteuer werden sie hingegen wahrscheinlich auf ihre Mieter umlegen, so dass auch diese finanzielle Einbußen befürchten müssen.

>Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Foto:(c)Meditations/pixabay.com

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