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Hohe Steuerlast in Deutschland bedroht Familien


Familien mit Kindern müssen den Gürtel in Deutschland deutlich enger schnallen. Für sie steigt das Risiko, in die Armut abzurutschen, Jahr für Jahr an. Die deutsche Durchschnittsfamilie, zwei Eltern, zwei Kinder, hat sogar bereits die Grenze des Existenzminimums erreicht und ist dank der höheren steuerlichen Belastung sogar darunter gerutscht, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Schnell in den roten Zahlen

Laut einer aktuellen Untersuchung, die vom Deutschen Familienverband und dem Familienbund der Katholiken in Auftrag gegeben wurde, müssen sich die bundesdeutschen Familien auf deutliche Einschnitte in ihrer Haushaltskasse einstellen. Die immer weiter steigende Belastung mit Steuern und Abgaben sorgt für weitere finanzielle Einschnitte in ihren Geldbörsen. Selbst für Familien, die ein mittleres jährliches Einkommen von 30.000 bis 50.000 € vorweisen können, ist die Belastung durch den Fiskus sehr hoch. Wird von dem Einkommen das Existenzminimum abgezogen, das per Gesetz garantiert wird, stehen für sie unter dem Strich sehr schnell rote Zahlen.

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Bereits Haushalte mit mittleren Einkommen betroffen

Die Einschnitte sind bereits bei Haushalten mit mittleren Einkommen sehr schmerzhaft, wie die Untersuchung zeigt. Bei einer Familie mit zwei Kindern und mit einem jährlichen Verdienst von 35.000 € brutto liegt das Einkommen nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben monatlich 232 € unter dem Existenzminimum. Auf das Jahr gerechnet haben die betroffenen Familien damit fast 3.000 € weniger in der Tasche als im Existenzminimum eigentlich gesetzlich garantiert. Damit ist ein großer Teil der bundesdeutschen Familien davon betroffen, denn im vergangenen Jahr betrug der durchschnittliche Verdienst von Familien in der BRD knapp 35.190 €.

Familien mit höherem mittleren Einkommen

Selbst Familien mit einem höheren mittleren Einkommen werden davon nicht verschont, wenn die Anzahl der Kinder leicht steigt. So fallen laut der Studie selbst Familien mit einem mittleren jährlichen Verdienst von 50.000 € brutto in die roten Zahlen, wenn drei Kinder zu ihrem Haushalt gehören. Noch gravierender sieht es für Familien mit fünf Kindern aus. In diesem Fall beträgt das Minus im Jahr bereits rund 17.850 €.

Jährliche Fehlbeträge

Das Risiko für Familien mit Kindern, in die Armutsfalle zu rutschen, steigt dabei Jahr für Jahr weiter an. So lag etwa der jährliche Fehlbetrag für Familien mit einem Einkommen von 35.000 € pro Jahr und zwei Kindern jährlich lediglich bei 807 €. Dies bedeutet eine Steigerung der roten Zahlen um rund 1.970 € in nur fünf Jahren. Bei Familien mit fünf Kindern betrug das Einkommen zum selben Zeitpunkt knapp 14.400 € unter dem Existenzminimum.

Gültiges sozialhilferechtlich garantiertes Existenzminimum

Das derzeit gültige und sozialhilferechtlich garantierte Existenzminimum beträgt 7.620 € für Kinder und rund 9.170 € für Erwachsene. Es soll gewährleisten, dass die Bürgerinnen und Bürger, die Steuer auf das Einkommen zahlen müssen, noch genug Netto-Geld zur Verfügung haben, um sowohl seinen Lebensunterhalt als auch den ihrer Familie zu gewährleisten. Diese Beträge sind allerdings zu gering, so das Urteil des Deutschen Familienverbands und des Familienbunds der Katholiken angesichts der von ihnen ermittelten Werte. Sie fordern nicht nur eine Erhöhung des Existenzminimums, sondern auch eine Angleichung des Betrages für Kinder an das Minimum, das für Erwachsene gilt. Derzeit müssten Betroffene jeden Cent dreimal umdrehen, um über die Runden zu kommen, eine Altersvorsorge sei kaum möglich, so das Urteil.

>>Der Artikel ersetzt keine Steuerberatung<<

Foto: (c) jarmoluk/pixabay.com

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