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Hoher Lottogewinn: Sind Steuerzahlungen fällig?



Millionen an Deutschen träumen vom großen Lottogewinn. In jeder Woche fühlen sich Lottospieler von Lottofilialen magisch angezogen, um für den Mittwoch und Samstag 6 aus 49 zu tippen. Für den Eurojackpot spielen Tipper aus 18 Ländern Europas an jedem Freitag um die sieben richtigen Zahlen.

Lotto Steuern | Foto:(c) Hermann/pixabay.com

Keine Besteuerung von Gewinnen

Im Glücksfall winken Riesengewinne. Doch spätestens dann stellen sich die meisten Gewinner die Frage, wem sie von dem Gewinn erzählen und ob dieser gemeldet werden muss. Eine weitere Frage stellt sich nach der Besteuerung von Lottogewinnen. Generell gilt die Faustregel, dass Lottogewinner auf die Geldsummen keine Steuern bezahlen müssen. Diese Regelung gilt, weil Lottogewinne nicht unter die Einkunftsarten fallen, die in § 22 EStG oder § 2 Abs. 3 EStG vermerkt sind. Laut Fachsprache sind -"alle auf Glück basierenden Gewinne nicht steuerbar". Deshalb darf der Fiskus auch keine Gebühren in Rechnung stellen.

Steuerpflicht unter gewissen Umständen

Steuern werden erst berechnet, wenn die Sieger aus der Gewinnsumme wiederum einen Gewinn erzielen. Dieser Fall tritt ein, falls Lottogewinner die Einnahmen anlegen oder aus gekauften bzw. vermieteten Immobilien generieren. Während eine Auszahlung kleinerer Gewinne bar über Lottofilialen erfolgt, müssen höhere Gewinne über Lottostellen angefordert werden. Hierfür ist der Lottoschein als Nachweis erforderlich. Daraufhin werden die höheren Geldbeträge aufs Konto der Gewinner überwiesen. Lottogewinner haben insgesamt drei Jahre lang Zeit, den Gewinn abzuholen. Gesetzliche Grundlage ist § 195 BGB.

Verschenken und vererben ist möglich

Rechtlich spricht auch nichts gegen das Verschenken oder Vererben eines Lottogewinns. Allerdings müssen Betroffene bedenken, dass die Empfänger der Geldsumme die entsprechend gültige Schenkungs- oder Erbschaftssteuer entrichten müssen. Alternativ stehen den Personen Freibeträge zu, die sie im Falle einer Schenkung alle zehn Jahre erneut beanspruchen können. Diese Freibeträge belaufen sich bei Lebenspartnern bzw. Ehegatten auf 500.000 Euro, bei Kindern bzw. Stiefkindern auf 400.000 Euro sowie bei Enkelkinder auf 200.000 Euro. Bei anderen Personen gilt ein Freibetrag von 20.000 Euro.

Wen sollten Lottogewinner über die Geldsumme informieren?

Am besten sollten Lottogewinner so wenige Menschen wie möglich über die Geldsumme informieren. Anfangs ist es wichtig, den Personenkreis bis ins Detail zu hinterfragen. Anfangs ist es nach Aussagen von Glücksforscher sogar sinnvoll, nahezu niemand davon zu erzählen. Noch nicht einmal Kinder oder Eltern sollten davon erfahren. Zu groß ist die Gefahr, dass die frohe Botschaft schon bald im gesamten Kindergarten oder an der Schule bekannt ist. Stattdessen sollten besonders nahestehende Personen wie der beste Freund oder Partner schon über den Gewinn informiert werden. Zudem empfehlen Experten, den Alltag wie gewohnt fortzuführen und sich zu Beginn möglicherweise eine kurze Auszeit zu gönnen. Diese Zeit können Wohlhabende nutzen um zu überlegen, welche Werte zukünftig interessant sein könnten. Deshalb sollten Gewinner Pläne darüber schmieden, wie sie das Geld einsetzen möchten. Möglicherweise erfüllen sich Betroffene somit den Traum von den eigenen vier Wänden.

Muss die Agentur für Arbeit informiert werden?

Im Regelfall muss die Agentur für Arbeit nicht über Lottogewinne informiert werden. Ausnahmen gelten allerdings dann, falls Betroffene Sozialleistungen wie Hartz IV oder ALG 1 beziehen. In diesem Fall werden die Gewinne als Einkommen direkt mit Sozialleistungen verrechnet. Daher können Zahlungen gemindert werden oder gar eine Aussetzung der Zahlungen bezwecken.

<<Der Artikel ist keine Steuerberatung und kann diese nicht ersetzen<<
Foto:(c) Hermann/pixabay.com
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