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Im Casino gewonnen: Was sagt das Finanzamt dazu?


Der Traum vom großen Glück ist schon Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende alt. Heutzutage verwischt jedoch die Grenze zwischen dem Traum vom Glück mit dem Traum vom großen Geld. Eine Kombination aus beidem bietet das Glücksspiel. Ob Lotto, Casino oder Wetten - das Prinzip ist immer gleich. Wer vom Glück verfolgt wird, der bringt den Geldsegen nach Hause. Doch was passiert dann? Was verlangt das Finanzamt und wieviel bleibt vom Gewinn übrig?

Das Spiel mit dem Glück

Versteuern von Casino-GewinnenSchon seit Jahrhunderten ist das Glücksspiel in der Gesellschaft fest etabliert. Die Formen und Arten sind derart verschieden und facettenreich, dass beinahe jeder schon einmal irgendwie damit in Berührung gekommen ist. Am bekanntesten ist das Lottospiel, vor allem durch die Medien ist der berühmte Lottoschein ein weltweit bekanntes Bild. Doch auch Rubbellose, Spielautomaten oder Sportwetten gehören in die Kategorie des Glücksspiels. Schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch sind auch die internationalen Casinogrößen wie Las Vegas, Atlantic City oder Monaco. Beim Poker, Black Jack oder Roulette versuchen Glücksritter aus allen Ländern und jeglicher Couleur das große Geld zu machen.

Am Ende gewinnt immer die Bank?

Die Gründe für das Glücksspiel sind vielseitig. Während die meisten Spieler tatsächlich nur aus freizeitlichem Vergnügen und für den Adrenalinkick spielen, haben die allerwenigsten die konkrete Absicht, so zu Geld zu kommen. Jedem Besucher eines Casinos ist im Grunde bewusst, dass die Gewinnwahrscheinlichkeit eher gering ist.Und dennoch gibt es sie ? die großen Gewinner. Immer wieder berichten die Medien von einem glücklichen Tellerwäscher, Elektroinstallateur oder Holzarbeiter, der im Casino richtig abgeräumt hat und von einer Minute auf die andere in die Riege der Millionäre oder gar Multimillionäre aufgestiegen ist. Doch kaum ist die erste Euphorie verflogen, stellt sich die entscheidende Frage ? Was passiert jetzt mit dem Geld?

Beim Glücksspiel gewonnen - und dann?

Zunächst einmal die gute Nachricht. Spieler aus Deutschland und Österreich, die im Casino beim Roulette oder anderen Spielen gewonnen haben, dürfen diesen Betrag komplett behalten. Diese Art von "Einnahmen" werden nicht zu den regelmäßigen Einkünften gezählt und unterliegen somit auch nicht dem Einkommenssteuergesetz.

Ausnahme: Wer dagegen tatsächlich hauptberuflich als Glücksspielprofi, zum Beispiel als professioneller Pokerspieler, tätig ist und so regelmäßige Einkünfte erzielt, der muss die Gewinne sehr wohl versteuern und auch in seiner Steuererklärung angeben.Die Schweizer dagegen haben teilweise das Nachsehen. Je nach Kanton wird entschieden, ob Gewinne aus dem Glücksspiel unter die Einkommenssteuer fallen oder nicht. Während die einen Spieler sich also über komplette Summen freuen können, müssen andere mit empfindlichen Abzügen rechnen.

Sonderfall Online-Casinos

Ein recht junges Phänomen sind die Online-Casinos im Internet, die von Tag zu Tag mehr werden und den Nutzer regelrecht mit Angeboten überschwemmen. Allgemein gilt, dass die Teilnahme an Spielen von Online-Casinos nicht illegal ist. Die Spieler müssen jedoch darauf achten, dass die Casinos von der EU lizensiert sind. Während der Inselstaat Antigua und Barbuda, laut der Infografik auf dieser Webseite, bereits 1994 die Regulierung des Online Glückspiels begann, brauchte Deutschland weitaus länger um seinen Glücksspielstaatsvertrag fit für Online-Casinos zu machen, der laut EU-Gerichtshof nicht EU-konform ist.

Erst im Jahr 2011 verabschiedete das Bundesland Schleswig-Holstein als einziges sein eigenes Gesetzt, dass EU konform ist.Dem Staat sind Online-Casinos ein regelrechter Dorn im Auge, denn das Monopol des Glücksspiels liegt eigentlich bei ihm. Über die zahlreichen Angebote im Netz sieht er sich mit einer extremen Konkurrenz aus dem Ausland konfrontiert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Staat einige Anstrengungen in Kauf nimmt, um das Glücksspiel übers Internet so kompliziert wie möglich zu gestalten. Dies wirkt sich letztlich auch auf die Gewinne aus, die nicht so einfach und in voller Höhe beim Gewinner landen.

Hinweis. Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie auch nicht.
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