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Knapp zehn Prozent der Erwerbstätigen zahlen die Hälfte aller Steuern



Eine neue Untersuchung einer arbeitnehmernahen Organisation dürfte die Diskussion um die Steuerpolitik der BRD erneut befeuern. Demnach zahlt ein Bruchteil der Arbeitnehmer in Deutschland den Hauptteil der Steuern. Ein weiterer Teil der Erwerbstätigen zahlt hingegen aufgrund ihres geringen Einkommens gar keine Steuern.

Steuerlast Deutschland | Foto © K.-U. Häßler/ fotoolia.com


Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft

Als eines der wichtigsten Themen im Bundestagswahlkampf 2017 kristallisiert sich zunehmend die Problematik der Steuern heraus. Für das linke Lager sind die Steuern traditionell ein zentrales Thema in ihren Wahlkämpfen, doch auch das konservative Lager hat die Steuern nun aufgegriffen. Zahlreiche Studien von unabhängigen Organisationen befeuern das Thema zusätzlich. Vor allem eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft, das den Arbeitgebern nahesteht und damit dem konservativen Lager zugerechnet werden kann, gibt den politischen Lagern neuen Stoff für den Wahlkampf.

42 Prozent zahlen Spitzensteuersatz

Der Untersuchung zufolge zahlt lediglich jeder zehnte der deutschen Erwerbstätigen aufgrund des hohen Einkommens rund die Hälfte der Einkommenssteuer in der BRD. Wird die Einkommenssteuer auf die 30 Prozent der Topverdiener in der BRD heruntergebrochen, zeigt sich, dass diese fast vier Fünftel der Einkommenssteuer entrichten. Jeder elfte Arbeitnehmer in der BRD zahlt den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Dies sind insgesamt 4,2 Millionen Erwerbstätigen.

Fast drei Millionen Arbeitnehmer ohne Steuerzahlungen

So zahlt ein Single mit einem Bruttogehalt von 1.940 € der Untersuchung zufolge monatlich 46 Prozent Steuern. Bei einem Gehalt von mehr als 3.250 € werden bereits 51 Prozent Steuern pro Monat fällig. Dem gegenüber stehen 2,7 Millionen Arbeitnehmer, die aufgrund ihres geringen Einkommens keinerlei Steuern zahlen, was zeigen soll, wie wenig Geringverdiener durch Steuern und Sozialabgaben belastet würden.

Steuersenkung als Anreiz zur Beschäftigungssuche

Die Autoren der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kommen nach der Untersuchung zu dem Schluss, dass es Zeit für eine Senkung der Steuern sei. Der Grund ist, dass eine solche Entscheidung den Anreiz steigern würde, eine Beschäftigung aufzunehmen. Auch die Motivation, die Arbeitszeit zu erhöhen, würde damit steigen.

BRD bei Steuerlast im Spitzenfeld

Die Studie dürfte die Diskussion um die ohnehin hohe Abgabenlast noch stärker anfeuern. Wie hoch die Abgaben für die Deutschen sind, hat eine Studie der OECD Mitte April gezeigt. Demnach zahlen die Bundesbürger Steuern in einer Höhe, die weltweit über dem Durchschnitt liegen. In der weltweiten Rangliste steht die BRD bei der Steuer- und Abgabenlast an zweiter Stelle, nur in Belgien liegt die Abgabenlast noch höher.

Fast 50 Prozent Steuern auf das monatliche Einkommen

Der Organisation zufolge lag die Abgabenlast im Jahr 2016 für die Arbeitnehmer in der BRD bei fast 50 Prozent des monatlichen Einkommens, eine Belastung, unter der viele BRD-Bürger leiden. Weltweit liegt die Abgabenlast in den Industrieländern lediglich bei 36 Prozent. Daher ist es kein Wunder, dass sich die Parteien aller Lager im Bundestagswahlkampf auf die Steuern konzentrieren. Vor allem der Mittelstand soll entlastet werden, wohingegen die linken Parteien für eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern plädieren. Allerdings wurden die ersten Hochrechnungen der Parteien bereits stark kritisiert.

Foto © K.-U. Häßler/ fotoolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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