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Kosten für IT-Geräte steuerlich geltend machen



Neue IT-Geräte wie Smartphones oder Laptops sind in der Anschaffung und Nutzung sehr teuer, vor allem wenn es sich um hochwertige Markenware handelt. Gut, dass in diesem Fall der Fiskus den Steuerzahlern helfend unter die Arme greift. Dies gilt auch, wenn das Gerät zu einem gewissen Anteil privat genutzt wird.

IT Geräte Steuererklärung | Foto: (c) Free-Photos/pixabay.com

Kosten anteilig zurückholen

Laptops, Tablets Smartphones und andere IT-Geräte sind schon längst nicht mehr nur reine Gebrauchsgeräte, sondern gehören heutzutage zu den begehrten Statussymbolen. Sie haben in dieser Funktion schon seit vielen Jahren die klassischen Statussymbole wie das Auto abgelöst. Mit dem neuesten Smartphone eines bekannten und beliebten Herstellers im Café gesehen zu werden, wertet auf, auch wenn es nur das eigene Selbstbewusstsein ist. Die neuesten Geräte sind teuer. Die Kosten können allerdings zu einem gewissen Teil zurückgeholt werden. Wer das Smartphone allerdings nur zum Schaulaufen in der Fußgängerzone benötigt, wird damit allerdings Schwierigkeiten haben.

Berufliche Nutzung

Wer als Berufstätiger sein Gerät hingegen auch und überwiegend zu beruflichen Zwecken nutzt, kann die Kosten für die Anschaffung eines Smartphones steuerlich geltend machen. Dies gilt selbst dann, wenn das Smartphone privat angeschafft und genutzt wird. Neben Smartphones greift diese Regelung auch bei der Anschaffung und Nutzung von anderen IT-Geräten wie Laptops und Tablets sowie Software für derartige Objekte. Es kann eine Herausforderung sein, die in der Steuererklärung anzugebenden Kosten zu ermitteln, wenn das in der Erklärung zu vermerkende Gerät sowohl privat als auch beruflich genutzt werden soll.

Anteil der beruflichen Nutzung

Die Kosten für die Anschaffung der IT-Geräte können als Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben werden. Allerdings gilt dies nur vollumfänglich, wenn Smartphone, Tablet und Co. zu mehr als 90 Prozent für berufliche Zwecke genutzt werden. Bei einer geringeren beruflichen Nutzung der Geräte fällt der Anteil der in der Steuererklärung anzugebenden Anschaffungskosten geringer aus und können nicht mehr in voller Höhe beim Fiskus geltend gemacht werden.

Nachweis der Nutzung

Wird das Smartphone oder Tablet zu einem geringeren Teil als 90 Prozent beruflich und mehr privat genutzt, müssen die Kosten für die Geräte entsprechend aufgeteilt werden. Damit die Angaben vom Fiskus anerkannt werden, kann eine Bestätigung des Arbeitgebers eingereicht werden, in welcher der Anteil der beruflichen Nutzung des jeweiligen Geräts schriftlich nachgewiesen wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Nutzung des Geräts über mehrere Monate aufzeichnen zu lassen, wobei drei Monate ausreichend sein dürften. Ist ein entsprechender Nachweis nicht möglich, geht des Fiskus automatisch von einer Nutzung von 50 % beruflich und 50 % privat aus.

Kostengrenzen

Bei der Angabe der Kosten sollten allerdings die Kostengrenzen bedacht werden. Liegen die Kosten für die Anschaffung eines Geräts bis 2017 etwa über 410 €, so können diese nicht sofort vollständig geltend gemacht werden, sondern werden auf die Nutzungsdauer des jeweiligen Geräts verteilt. Bei der Anschaffung im laufenden Jahr beträgt die Grenze 800 €. Bei der Nutzungsdauer wird die durchschnittliche Nutzung angenommen, die bei Smartphones drei Jahre beträgt.

Ersatzgeräte

Die Regelung gilt nicht nur für die Anschaffung und Nutzung der Geräte sowie der Zubehörteile, sondern auch im Falle eines Defekts. In diesem Fall können die Kosten für ein Ersatzgerät oder-teil sofort steuerlich geltend gemacht werden, wobei hierbei der berufliche Nutzungsanteil als Grundlage genommen werden muss. Die Kosten für alle Verbrauchsmaterialien wie etwa Druckerpapier fallen ebenfalls unter die Regelung und können steuerlich geltend gemacht werden.

Foto: (c) Free-Photos/pixabay.com

>> Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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