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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

07.03.2018

Mit Kindern Steuern sparen

Kinder zu erziehen ist in der Regel sehr kostspielig. Daher unterstützt der Fiskus junge Familien, bis die Kinder irgendwann auf eigenen Beinen stehen können. Selbst wenn die Kinder bereits die Volljährigkeit erreicht haben, springt der Fiskus bei einigen Kosten ein. Dabei werden selbst skurril anmutende Möglichkeiten zur Einsparung von Steuern akzeptiert. So können etwa auch die Großeltern steuerlich abgesetzt werden, wenn sie für einige Stunden oder Tage als Aufsichtspersonen einspringen.

Kosten für den Babysitter

Um Oma und Opa von der Steuer abzusetzen, muss lediglich ein Betreuungsvertrag aufgesetzt werden, mit welchem dem Fiskus die Tätigkeit nachgewiesen werden kann. Zudem darf ein kleiner Obolus nicht fehlen, der steuerlich angegeben werden kann. Manchmal können die Großeltern jedoch nicht einspringen, wenn bei den Eltern Zeitnot herrscht. In diesem Fall hilft natürlich gern ein professioneller Babysitter aus. Der ist in der Regel zwar ein wenig teurer als Oma und Opa, dafür können die Ausgaben für den Babysitter ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden.

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Weitere Kinderbetreuung

Die Kosten für den Babysitter können die Eltern in der Steuererklärung in der "Anlage Kind" als Sonderausgaben angeben, bis zu zwei Drittel der Kosten für die Betreuung sind abzugsfähig. Dies gilt auch für die Ausgaben für den Kindergarten sowie die oftmals kostspieligen Schulfahrten, die ebenfalls unter die Kategorie der Kinderbetreuung fallen. Die Ausgaben werden vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Allerdings hat dies Grenzen. Die Obergrenze für die abzugsfähigen Ausgaben liegt bei 4.000 € pro Jahr und pro Kind, die Altersgrenze für das Kind liegt bei 14 Jahren. Ausgaben für die Schulfahrten älterer Kinder werden vom Fiskus nicht anerkannt.

Kinder Steuern sparen | Foto:(c) _Alicja_/pixabay.com


Ausgaben für außerschulische Nachhilfe

Andere Ausgaben werden auch bei älteren Kindern akzeptiert, wie etwa die Kosten für die außerschulische Nachhilfe. Allerdings gelten auch hier Grenzen. Der Fiskus akzeptiert die Ausgaben nur, wenn bei einem Kind eine Legasthenie diagnostiziert wurde und deswegen spezielle Hilfe notwendig ist. Die Kosten für die außerschulische Nachhilfe können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden, wenn Sie aus beruflichen Gründen umgezogen sind und die Kinder aus diesem Grund in der neuen Schule Schwierigkeiten haben.

Finanzielle Hilfen für Volljährige

Auch wenn die Kinder bereits die Volljährigkeit erreicht haben, erhalten Eltern weiterhin Hilfe vom Staat für ihren Nachwuchs. Dass Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt wird, dürfte bekannt sein. Eltern, die ihr Kind finanziell unterstützen, können zudem die Ausgaben selbst dann noch steuerlich geltend machen, wenn es das 25. Lebensjahr bereits überschritten hat. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das Kind selbst nur ein geringes Einkommen hat. Ausgaben von bis zu 8.652 € pro Jahr werden als außergewöhnliche Belastung akzeptiert. Werden die Ausgaben der finanziellen Unterstützung steuerlich geltend gemacht, wird zudem das Einkommen des Nachwuchses in Höhe von 624 € pro Jahr angerechnet.

Kosten für Putzhilfen und Au Pairs

Nicht zuletzt können noch die Kosten für weitere haushaltsnahe Dienstleistungen genutzt werden, um jungen Familien das Leben zu erleichtern, wie etwa um die Kosten für Putzhilfen und Au Pairs steuerlich geltend zu machen. Allerdings ist auch dies nicht grenzenlos möglich. So können lediglich 20 Prozent der Ausgaben für einen Minijobber mit einem Einkommen von maximal 2.550 € steuerlich abgesetzt werden, ebenso die Kosten für einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einem Einkommen von 20.000 € im Jahr. Auf diese Weise akzeptiert der Fiskus Ausgaben von maximal rund 4.500 € pro Jahr. Es darf allerdings nur ein Posten dieser Ausgaben angegeben werden.

> Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Foto:(c) _Alicja_/pixabay.com

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