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Mit dem Nachwuchs Steuern sparen



Nicht umsonst hält die Steuererklärung für Eltern die sogenannte Anlage Kind bereit. Die Betreuung des eigenen Nachwuchses ist zweifellos mit Kosten verbunden. Dass diese jedoch steuerlich geltend gemacht werden können, beachten nach wie vor viel zu wenige Eltern. Doch auch mit Kita-Kosten oder einem Au-pair kann kräftig gespart werden.

Allgemeine Informationen zur Anlage Kind

Wer Kinder hat, sollte in seiner Steuererklärung unbedingt die Anlage Kind beachten. Für jedes Kind muss eine eigene Anlage ausgefüllt werden. Als Nachweis, dass es diesen Nachwuchs tatsächlich gibt, wird die Steueridentifikationsnummer des Kindes und die zuständige Familienkasse eingetragen.

Zu beachten: Seit 2016 wurde das Kindergeld auf 190 Euro erhöht. Für die Steuererklärung 2015 muss jedoch der Betrag des Vorjahres, also aus 2015, eingetragen werden. Für das erste und zweite Kind waren dies je 188 Euro, für das dritte Kind 194 Euro und ab dem vierten Kind 219 Euro. Kindergeld dient der Grundsicherung des Kindes und zwar von Geburt an. Es wird für Kinder bis einschließlich dem 18. Lebensjahr gezahlt. Im Falle der Arbeitslosigkeit des Kindes wird bis 21 Jahre das Kindergeld gewährt. Befindet es sich in einer Kinderbetreuung steuerlich absetzen | Foto: (c) drubig-photo/ Fotolia.comBerufsausbildung, einem Studium oder wartet auf einen Ausbildungsplatz, so erhöht sich der Zeitraum bis einschließlich dem 25. Lebensjahr.

Was sind Betreuungskosten?

Betreuungskosten dürfen von der Steuer abgesetzt werden. Pro Kind können das im Jahr bis zu 6000 Euro sein. Dies gilt jedoch nur, wenn das Kind nicht älter als 14 Jahre ist. Eine Ausnahme stellen behinderte Kinder dar. Bestand die Behinderung schon vor dem 25. Lebensjahr, so gibt es keine Altersbegrenzung für die Betreuungskosten.

Unter den Begriff Betreuungskosten fallen die Ausgaben für den Kindergarten, die Kinderkrippe, eine Tagesmutter, eine Haushaltshilfe oder ein Au-pair. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Finanzamt nachvollziehen können muss, welche Geldleistungen tatsächlich geflossen sind. Somit müssen die Ausgaben für die Betreuung immer über ein Konto laufen und sollten nicht in Bar ausgezahlt werden.

Kosten für die Ausbildung

Auch die Ausbildung des Kindes ist und bleibt eine Kostenfrage und kann in vielen Fällen beim Fiskus geltend gemacht werden. Wer sich entschließt, seine Kinder auf eine Privatschule zu schicken, kann 30 Prozent des Schulgeldes bis zu einer Maximalhöhe von 5000 Euro steuerlich absetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Schule innerhalb Deutschlands oder im EU-Ausland befindet.

Muss ein Kind während der Ausbildung außerhalb des Elternhauses untergebracht werden, können die Eltern einen Ausbildungsfreibetrag von bis zu 924 Euro erhalten.

Auch der freiwillige Wehrdienst ist als Ausbildung zu betrachten und somit steht auch in diesem Lebensabschnitt das Kindergeld zur Verfügung. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Wehrdienst die Ausbildung in den Vordergrund stellt. Ebenso erhalten Zeitsoldaten weiterhin Kindergeld, solange sie mit ihrer Ausbildung eine höhere Position wie die des Unteroffiziers anstreben und sie die Altersgrenze von 25 noch nicht überschritten haben.

Nimmt das Kind eine Erstausbildung auf, zum Beispiel in Form einer Berufsausbildung oder eines Studiums, erhält es weiterhin Kindergeld. Dabei spielt es auch keine Rolle, wie viel im Rahmen ihrer Ausbildung gearbeitet wird.

Kritischer wird es bei der Zweitausbildung. Mit dieser ist das Kindergeld grundsätzlich verloren, sobald mehr als 20 Stunde pro Woche erwerbstätig gearbeitet wird.

Zu beachten: Nicht in jedem Fall ist eine Erstausbildung auch mit dem ersten Berufsabschluss beendet. Vor allem das Masterstudium, das nahtlos an das vorausgegangene und inhaltlich nahe Bachelorstudium anschließt, gilt in der Regel noch als Erstausbildung. Somit erhält das Kind auch weiterhin Kindergeld.


Foto: (c) drubig-photo/ Fotolia.com

Achtung: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie auch nicht.

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