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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

30.05.2018

OECD-Studie: Deutsche Spitzenreiter bei Steuern

Steuern und Abgaben belasten die bundesdeutschen Arbeitnehmer zunehmend, bis Mitte des Jahres arbeiten sie nur für den Staat. Dass dies nicht nur eine eingebildete Last ist, zeigt die aktuelle Studie der OECD, in der die BRD bei den Steuern und Sozialabgaben erneut einen traurigen Spitzenplatz einnimmt.

Steuersatz Deutschland | Foto: (c) geralt/pixabay.com


Neue Studie der OECD zeigt tatsächliche Belastung

Kritiker monieren seit vielen Jahren, dass die Steuerlast für den Arbeitnehmer unerträglich wird. Zudem steigt die Steuerbelastung unaufhörlich, Arbeitnehmer und Mittelstand müssen mit weiteren Abgaben an den Fiskus rechnen. Was oftmals als lediglich gefühlte Belastung abgetan wird, bestätigt nun eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), eine Organisation, die sich weltweit für Verbesserungen der Bevölkerung hinsichtlich sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht einsetzen soll.

Deutsche Arbeitnehmer zahlen fast höchsten Steuersatz

Wie die Organisation herausgefunden hat, sind die deutschen Arbeitnehmer Spitzenreiter im Bereich der Steuern und Sozialabgaben. Nahezu kein weiteres entwickeltes Industrieland verlangt so enorme Abgaben und Steuern von seinen Arbeitnehmern wie Deutschland. Lediglich Belgien übertrifft noch das Interesse des bundesdeutschen Fiskus an den Steuern der Arbeitnehmer. Die hohen Sozialabgaben zahlen die deutschen Arbeitnehmer, weil der Anteil der Abgaben, die vom Arbeitgeber zu leisten sind, in keinem anderen Land so gering sind, wie in der BRD. Die meisten anderen Staaten verlangen deutlich höhere prozentuale Anteile von Arbeitgebern.

Belastung von Singles ohne Kind

Besonders eine Gruppe ist laut der Studie der OECD, die sich in der Untersuchung auf die Einkommen der Jahre 2016 und 2017 konzentriert hat, von der enormen Steuer- und Abgabenlast betroffen. Der Schwerpunkt lag bei der Studie der OECD, die von der Organisation jährlich durchgeführt wird, auf den Unterschieden zwischen Arbeitnehmern mit und ohne Nachwuchs. Die Ergebnisse der OECD-Erhebung sind vor allem für Singles ohne Kinder hart. Mit 39,9 Prozent zahlen sie die zweithöchste Steuerlast in den wirtschaftlich entwickelten Ländern und OECD-Mitgliedern.

Spitzenländer der Studie

Lediglich in Belgien kommen die Menschen mit demselben Familienstand schlechter weg. Sie müssen 40,5 Prozent Steuern und Abgaben auf ihr Einkommen zahlen. Länder wie Irland oder Spanien scheinen für kinderlose Singles ein Paradies zu sein. Sie müssen dort nur 19,4 beziehungsweise 21.1 Prozent ihres Einkommens abführen. Spitzenreiter sind jedoch Mexiko mit einem Anteil von 11,2 Prozent und Chile mit lediglich 7 Prozent.

Geringere Belastung für Familien mit Kindern

Deutlich besser stehen in der BRD hingegen Familien da, in denen ein einziger Partner die Brötchen verdient und die zwei Kinder haben. Bei Ihnen sinkt die Steuer- und Abgabenlast auf das Einkommen auf rund 20 Prozent. Damit drücken die Familien den bundesweiten Gesamtdurchschnitt deutlich nach unten, dieser beträgt bei der Steuer- und Abgabenlast lediglich 25,5 Prozent. In diesem Gesamtdurchschnitt rückt die BRD sogar auf Platz drei hinter Dänemark (35 Prozent).

Geringer Anteil der Arbeitgeber bei Sozialabgaben

Für die Arbeitgeber sieht es hingegen in der BRD nicht so düster aus. Bei den Sozialabgaben zahlen diese laut der Studie der OECD einen besonders geringen Anteil an Sozialabgaben. Aus diesem Grund muss der bundesdeutsche Arbeitnehmer die Hauptlast an den Abgaben zahlen und kann nur neidvoll in das europäische Ausland schauen. Wie etwa nach Frankreich, wo die Arbeitgeber mit 26 Prozent mehr als ein Viertel der Sozialabgaben übernehmen. Selbst in Belgien sparen die Arbeitnehmer bei den Sozialabgaben mehr Geld ein, da der Arbeitgeber einen großen Teil der Belastung übernimmt.

>Der Text stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Foto: (c) geralt/pixabay.com

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