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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

13.06.2018

Oma und Opa sind steuerlich absetzbar

Das "Abenteuer Familie" ist ein spannendes, aber auch kostenintensives Unterfangen, das junge Eltern nicht selten belastet. Doch der Fiskus unterstützt junge Familien in vielen Fällen, damit die Kosten erträglich bleiben und die jungen Eltern auch einmal die traute Zweisamkeit genießen können. Doch auch diese Unterstützung hat seine Grenzen.

Kinderbetreuung Steuererklärung | Foto: (c) BonnieHenderson/pixabay.com


Herausforderung Familie

Familien mit kleinen Kindern haben es in der Regel nicht leicht. Die Arbeit im Haushalt häuft sich, Fragen der Kindererziehung müssen erörtert werden und dann will auch der alltägliche Beruf ausgeübt werden. In dieser Zeit werden die Kinder zumeist von Tagesbetreuerinnen, in der Kita oder in anderen Einrichtungen betreut. Doch die Kinderbetreuung schlägt wiederum finanziell zu Buche. Junge Familien müssen daher oftmals zweimal hinschauen, bevor sie sich eine größere Anschaffung leisten können.

Kostenfaktor Kindererziehung

Bereits die Gründung einer Familie und die Erziehung auch der kleinsten Kinder kostet Geld. Der Fiskus unterstützt junge Familien aus diesen Gründen auf vielerlei Weise, um die Eltern finanziell zu entlasten. Dringend notwendige Ausgaben können in der Regel in der Steuererklärung geltend gemacht und die Kosten von der Steuer abgesetzt werden. Auch ungewöhnliche Methoden können von den jungen Eltern beim Fiskus geltend gemacht werden, um Kosten zu sparen und mehr Freizeit und Geld für die angenehmen Seiten des Familienlebens auf dem Konto zu haben.

Große Hilfen für kleine Familien

So sind etwa die Steuerfreibeträge wie die sogenannten Entlastungsbeträge, die pro Kind gewährt werden, eine große Hilfe für junge Familien. Bekannt ist auch, dass die Ausgaben für die meisten alltäglichen Kinderbetreuungen wie für Kita und Hort als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden können. Der Fiskus erkennt dabei maximal 4.000 € pro Jahr an Ausgaben für die Kinderbetreuung an. Dabei ist es ganz gleich, aus welchem Grund das Kind die Betreuung in Anspruch nehmen muss, ein beruflicher Zusammenhang muss nicht bestehen. Zudem holen sich junge Eltern gern Hilfe von den Großeltern, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Verständlich, schließlich freuen sich alle Beteiligten über diese einfache Lösung.

Auch ungewöhnliche Ausgaben sind möglich

Was viele Familien allerdings nicht wissen, ist, dass selbst Oma und Opa von der Steuer abgesetzt werden können. Dies funktioniert ähnlich wie bei einem Babysitter. Voraussetzung ist, dass mit Oma und Opa ein kleines Entgelt für die Aufwendungen vereinbart und gezahlt wird, wenn zumeist auch nur symbolisch. Diese Kosten können beim Fiskus als Betreuungskosten geltend gemacht werden. Wichtig ist natürlich, dass ein Nachweis über die Zahlung für die Betreuung vorliegt, damit die Ausgaben beim Fiskus nachgewiesen werden können. Eine Quittung und ein elektronischer Zahlungsnachweis reichen in diesem Fall aus, auf eine Barzahlung der Kosten sollte verzichtet werden.

Die Grenze der Möglichkeiten: Das Ferienlager

Doch auch der Fiskus erkennt nicht alle Ausgaben für die Betreuung des Nachwuchses an. So können die Ausgaben für eine Betreuung, die nicht in den alltäglichen Bereich fällt, nicht als Ausgabe in der Steuererklärung angegeben werden. Keine gute Nachricht für junge Eltern, die sich im Sommer etwas Freizeit erhofft haben, weil ihr Kind in eines der beliebten Ferienlager fährt. Denn die Kosten für solche Vergnügungen sind nicht steuerlich abzugsfähig, die Ausgaben müssen von den Eltern voll getragen werden. Doch auch andere, alltägliche Betreuungsformen werden nicht vom Fiskus anerkannt, die Kosten hierfür werden nicht übernommen. Darunter fallen auch sportliche und musische Betätigungen in der Freizeit sowie die Nachhilfe für den Unterricht.

Foto: (c) BonnieHenderson/pixabay.com

der Artikel ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht.

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