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13.04.2018

Rente: Wer künftig wie viele Steuern zahlen muss

Die Erhöhung der gesetzlichen Rente ist beschlossen, ab Juli erhalten die Senioren mehr Geld. Die Freude währt für viele allerdings nur kurz, denn zahlreiche Rentner überschreiten mit ihrer künftigen Rente die Grenze des Freibetrags, so dass der Fiskus die Erhöhung der Bezüge im gleichen Atemzug wieder auffrisst.

Steuern Rente | Foto: (c) Alexas_Fotos/pixabay.com


Fiskus frisst Rentenerhöhung wieder auf

Noch ist bei zahlreichen Rentnern in der BRD die Freude groß, denn sie erhalten eine Erhöhung ihrer Renten. Die Senioren können sich über eine Steigerung ihrer Bezüge um mehr als drei Prozent freuen. Zudem werden die unterschiedlichen Niveaus der Renten erneut einen weiteren Schritt angeglichen. Doch dass eine ausgestreckte Hand nicht nur gibt, sondern im Gegenzug gleich wieder nehmen kann, werden viele Rentner spätestens im Juli erfahren, wenn die Erhöhung der Rente greift, denn unter dem Strich werden sie kaum mehr Geld zur Verfügung haben. Schuld ist der Freibetrag, der nach der Erhöhung der Rente von vielen Senioren unfreiwillig überschritten wird.

Jeder vierte Rentner muss ab Juli Steuern zahlen

Die gute Nachricht ist, dass lediglich jeder vierte Rentner nach der Rentenerhöhung Steuern abführen muss. Dabei handelt es sich allerdings immerhin um einen Anstieg auf 4,41 Millionen Betroffene. Die Grenze des Freibetrags bei Neurentnern liegt nach der Erhöhung der Bezüge bei 13.817 € pro Jahr. Senioren, die ab Juli 2018 monatlich eine höhere Rente als 1.170 € erhalten, müssen Steuern abführen. Senioren, die im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen sind, dürfen sich sogar über jährlich knapp 14.250 € freuen, Rentner ab dem Jahrgang 2010 sogar über mehr als 15.700 € pro Jahr.

Nicht die gesamte Rente wird versteuert

Dabei handelt es sich um die Renten für alleinstehende Senioren. Bei Paaren verdoppeln sich die steuerfreien Bezüge. Allerdings muss die Rente nicht vollständig versteuert werden, sondern nur zum Teil. Denn seit Januar 2018 liegt der zu versteuernde Anteil der Rente bei 76 Prozent, 24 Prozent bleiben weiterhin steuerfrei. Bei Neurentnern mit einer jährlichen Rente würde der Grundfreibetrag abzüglich aller steuerfreien Anteile und Pauschbeträge etwa für Werbekosten und Sonderausgaben sowie der Aufwendungen für die Vorsorge, die abzugsfähig sind, 9.000 € betragen, Steuern würden daher nicht fällig.

Die Steuersätze bei den unterschiedlichen Renten

Ab einer Rente von 9.001 € für alleinstehende Senioren oder 18.002 € für Paare bis 13.469 € beziehungsweise 26.938 € fallen Einkommensteuern an, wobei diese je nach Region unterschiedlich ausfällt und zwischen einem Prozent und 7,2 Prozent beträgt. Bei der Rentenstufe von 13.470 € bis 52.881 € pro Jahr und alleinstehendem Senior greift der Steuersatz von 7,2 bis 26,5 Prozent. Ab einem Jahreseinkommen von 52.882 € bis 250.730 € langt der Fiskus mit 26,5 Prozent bis 38,7 Prozent zu. Der Spitzensteuersatz greift bei einem Jahreseinkommen von 250.731 € beziehungsweise 501.462 € bei Paaren.

Warum Steuer auf die Renten

Dass auf die Rente Steuern gezahlt werden müssen, galt nicht immer, sondern erst ab dem Jahr 2005, als die Besteuerung der Renten eingeführt wurde. Die Anzahl der steuerpflichtigen Rentner steigt seit diesem Jahr stetig an. Diese Regelung soll den Beschäftigten zugutekommen, die noch in einem Arbeitsverhältnis tätig sind. Aufgrund der Besteuerung der Renten werden die Beiträge für die Rente von der Besteuerung durch die Einkommensteuer über mehrere Jahre freigestellt. Die Anzahl der Senioren, die Steuern auf ihre Rente abführen müssen, wächst damit jedoch weiterhin.

>> Der Artikel ist keine Steuerberatung und kann diese nicht ersetzen.

Foto: (c) Alexas_Fotos/pixabay.com

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