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05.07.2017

SPD: Spitzensteuersatz erst ab 60.000 € ansetzen

Der Wahlkampf für die Bundestagswahl im September ist mittlerweile in voller Fahrt. Eines der wichtigsten Themen in diesem Jahr ist die Steuer. Sämtliche große Parteien buhlen damit um den Wahlsieg. Die SPD erinnert sich an ihre Tradition und greift mit besonderen Wahlversprechen die CDU/CSU an.

Versprechungen an Geringverdiener und Mittelständler

SPD Wahlkampf | Foto: (c) Chris/ fotolia.com

Die SPD erinnert sich im Wahlkampf 2017 wieder an ihr traditionelles Wählerklientel, die Arbeiter und den Mittelstand, und macht viele Versprechungen, wenn sie in der kommenden Bundestagswahl die Mehrheit erhalten sollte. In ihren derzeitigen Forderungen sollen Haushalte mit Einkommen ab 60.000 € stärker zur Kasse gebeten werden, Haushalte mit geringem Einkommen sollen hingegen entlastet werden. Doch das ist noch nicht alles.

Soli soll abgeschafft werden

Hinzu kommt eine Abschaffung des Solizuschlags ? zumindest teilweise. Dafür sollen die Freigrenzen angehoben werden, ab denen der Soli verlangt wird. Derzeit wird der Soli allein für Ledige bei einem Einkommen ab 972 € fällig. Damit sollen Steuerentlastungen von 15 Milliarden € im Jahr erreicht werden. Dafür verbürgt sich Martin Schulz, der Kandidat für das Kanzleramt selbst. Laut eigener Aussage hat die Partei das Projekt solide durchgerechnet, so dass alle Versprechen gehalten werden können.

Entlastung für Geringverdienende

Ein weiteres Versprechen der SPD lautet, dass der Spitzensteuersatz von 42 Prozent ab einem Einkommen von 60.000 € greifen soll und nicht wie bisher bei 54.000 €. Diese Regelung gilt für Ledige, die ein solches Einkommen erreichen. Ab einem Einkommen von 76.200 € soll der Spitzensteuersatz nach der Wahl auf 45 % angehoben werden. Zudem greift dann zusätzlich eine Reichensteuer von fixen drei Prozentpunkten für Haushalte, die jährlich 250.000 € verdienen. Geringverdienende und Mittelständler würden damit deutlich entlastet.

Zusätzliche Investitionen in Kitas und Schulen

Die SPD hat allerdings noch mehr Geschenke im Gepäck. Im Falle eines Wahlsieges verspricht die Partei zusätzliche Investitionen, die unter anderem für Kindergärten und Schulen eingesetzt werden sollen. Diese Investitionen würden bis zu 30 Millionen € betragen. Zudem plant die SPD, die Gebühr für die Kita schrittweise abzuschaffen, um Familien mit Kindern zu entlasten.

Keine Änderung am Ehegattensplitting

Darüber hinaus soll sich am Ehegattensplitting nichts ändern. Demnach soll der Ehepartner mit dem höheren Einkommen bis zu 20.000 € auf den Partner übertragen können, um den Haushalt damit steuerlich zu entlasten. Dies ist eine besondere Vergünstigung für Paare, in welchem sich ein Partner vorrangig um die Erziehung der Kinder kümmert.

Mehr Kindergeld für sozial schwache Familien

Ein weiteres Versprechen der SPD ist, dass für jedes Elternteil 150 € pro Kind als Kinderbonus steuerlich geltend gemacht werden könne. Für Haushalte, die nur ein sehr geringes Einkommen vorweisen können, wird ein erweitertes Kindergeld, bestehend aus dem normalen Kindergeld plus Zuschlag, zugesichert. Geringverdiener, die weniger als 1.300 € pro Monat verdienen, sollen nach den Versprechungen der SPD bei den Beiträgen zur Sozialversicherung entlastet werden. Das Konzept der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung soll wieder in Kraft treten. Damit würden die Arbeitnehmer um weitere fünf Milliarden € pro Jahr entlastet.

Foto: (c) Chris/ fotolia.com

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