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29.09.2017

Sachspenden steuerlich absetzen? So einfach geht es

Der Fiskus honoriert jede Art von gesellschaftlichen Zuwendungen wie Spenden. Dazu gehören auch Sachspenden. Diese können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden, selbst wenn sie gebraucht sind. Es geht ganz einfach, seine Sachspenden von der Steuer abzusetzen.

Sachspenden bei Steuer absetzen | Foto:(c)  fotomek/fotolia.com


Auch nichtfinanzielle Zuwendungen und Gaben helfen

Spenden kommen nicht nur den Menschen zugute, welche auf diese Spenden angewiesen sind, sondern auch die Spender profitieren von einer kleinen Spende, dadurch wird den Mitmenschen geholfen und diese kleine Geste sorgt für ein gutes Gefühl. Dabei muss es sich bei diesen Spenden nicht einmal um große Beträge handeln, nicht einmal um Geld. Auch wer finanziell nicht sehr gut aufgestellt ist, kann seinen Beitrag leisten, indem etwa nicht mehr benötigte Kleidungsstücke oder Bücher gespendet werden, die den Menschen zugutekommen, die noch weniger besitzen.

Positiver Effekt auf eigenes Wohlbefinden, Lebensqualität und Geldbeutel

Als netter Nebeneffekt wird die nicht selten überladene Wohnung entlastet und so kann sich auf das Wesentliche im Leben besinnt werden, wenn nicht mehr verwendete Gegenstände weitergegeben werden. Sachspenden erfreuen daher immer größerer Beliebtheit. Auch der Fiskus erkennt den Wert der Sachspenden an und honoriert die kleinen Gesten der Spende, indem er diese als Sonderausgabe in der Steuererklärung anerkennt. Dies hört sich bei Sachspenden zunächst ein wenig komplizierter an, vor allem wenn sie gebraucht sind. Schließlich sind diese nicht direkt mit einem festen finanziellen Wert verbunden. Doch auch hier gibt es Mittel und Wege.

Rechnung als Beleg

Wird ein Gegenstand gespendet, der noch neu ist, dann gestaltet sich die Bestimmung seines Wertes natürlich sehr einfach, vor allem, wenn die Rechnung vom Einkauf noch vorhanden ist. In diesem Fall ergibt sich der Wert aus der Rechnung. Ist diese nicht mehr vorhanden, wird der geltende Marktwert des neuen Gegenstandes als Referenzwert angenommen. In diesem Fall muss dem Fiskus allerdings auf eine andere Weise glaubhaft dargelegt werden, dass der gespendete Gegenstand neu ist, damit dieser steuerlich in vollem Umfang geltend gemacht werden kann.

Wert der Sachspende durch Vergleiche ermitteln

Bei Sachspenden, die bereits vor längerer Zeit gekauft wurden und eine gewisse Zeit lang in Gebrauch waren, ist der Nachweis des finanziellen Wertes hingegen weniger einfach. Es ist allerdings auch nicht unmöglich. In diesem Fall muss der Marktwert geschätzt werden, der zum Zeitpunkt der Spende des gebrauchten Gegenstandes aktuell herrscht. Dabei müssen drei Parameter beachtet werden, welche den aktuellen Wert der Sachspende bestimmen. Nicht nur das Alter sowie der vorherrschende Zustand des Gegenstandes bestimmen dessen aktuellen Marktwert, sondern auch dessen ursprünglicher Wert.

Wertvergleich in Kleinanzeigen

Anhand dieser Parameter kann der Marktwert bestimmt werden, indem die Sachspende etwa mit gleichen Gegenständen verglichen wird, die in Kleinanzeigen angeboten werden und welche über ähnliche Parameter verfügen. Alternativ kann natürlich auch ein Sachverständiger zu Rate gezogen werden. Da dieser für seine Dienste allerdings bezahlt werden muss, ist dies nur in Ausnahmefällen sinnvoll, wie etwa bei Sachspenden, die einen hohen Wert aufweisen.

Zuwendungsbestätigung ist notwendig

Die Sachspende kann nach erfolgter Spende als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Allerdings ist es nicht ausreichend, den geschätzten Wert des gespendeten Gegenstandes in der Steuererklärung anzugeben, damit der Fiskus die Ausgabe als steuerlich absetzbar anerkennt. Der Wert muss zudem durch eine Zuwendungsbestätigung quittiert werden. Diese Bestätigung muss durch den jeweiligen Empfänger der Spende ausgestellt werden und sowohl die genaue Bezeichnung der Spende als auch den ursprünglichen Kaufpreis des Gegenstandes, dessen Alter sowie seinen Zustand zum Zeitpunkt der Spende, enthalten.

Foto:(c) fotomek/fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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