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Senioren: Möglichkeiten zur Senkung der steuerlichen Belastung - Teil



Ab dem kommenden Jahr ändert sich für viele Senioren und Neurentner einiges. So steigt der Anteil der Senioren an, die künftig eine Steuererklärung abgeben müssen, da für sie Steuern anfallen. Auch eine teure Nachzahlung der versäumten Steuern in den vergangenen Jahren ist möglich. Allerdings gibt es Mittel und Wege, die Steuerlast zu senken, um im Ruhestand mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Steuererklärung Rentner | Foto: (c) aletia2011/fotolia.com


Künftig Steuern sparen

Fallen versäumte Steuern aus den vergangenen Jahren an, können auch Senioren nicht mehr viel unternehmen, die Zahlungen werden eingefordert, schlimmstenfalls mit Hinterziehungszinsen in Höhe von sechs Prozent pro Jahr und einer Geldstrafe in schwereren Fällen. Doch bei den Steuererklärungen können Senioren einiges unternehmen, um ihre Steuerlast zu senken, in den günstigsten Fällen sogar auf Null. Dabei stehen ihnen alle Möglichkeiten zur Verfügung, die auch Arbeitnehmer nutzen können.

Altersentlastungsbetrag von bis zu 988 Euro

Viele Rentner leben heutzutage nicht mehr von ihrer Rente allein, sondern haben ein zusätzliches Einkommen, ganz gleich ob sie dies aktiv aus einer Nebentätigkeit bestreiten oder aus Einnahmen aus Vermietung. Damit diese Einkommen nicht zusätzlich belastet werden, wird den Senioren ein Altersentlastungsbetrag gewährt. Je nach Alter kann dieser Betrag bis zu 988 Euro betragen. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Betriebsrenten, in diesem Fall müssen Steuern abgeführt werden.

Werbungskosten und Sonderausgaben

Bei ihren alltäglichen Verrichtungen können Rentner einen Großteil der Steuern sparen, indem sie ihre Ausgaben als Werbungskosten steuerlich absetzen. In diese Kategorie fallen alle Kosten für die Renten- und Steuerberatung sowie Rechts- und Prozesskosten zur Wahrung eventueller Ansprüche, Beiträge für die Gewerkschaft sowie amtliche Telefonkosten und Ausgaben für Fahrten zu Behörden. Auch Gebühren in einer Höhe von bis zu 16 Euro für die Führung eines Kontos für die Rente entfallen. Generell können über die Werbungskostenpauschale Kosten von bis zu 102 Euro in der Steuererklärung angegeben werden.

Geringe Pauschale für Sonderausgaben

Bei den Sonderausgaben sollten sich die Senioren hingegen ein wenig einschränken, da der Fiskus eine Pauschale von lediglich 36 Euro gewährt. Mit dieser Pauschale können lediglich ein Teil der Kosten für Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Partner, der Beiträge zur Pflege-, Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung sowie der Kirchensteuer abgedeckt werden. Auch Spenden könnten über die Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. In diesem Falle können Rentner allerdings bis zu 20 Prozent ihrer Einkünfte steuerlich absetzen.

Kosten für altersgerechte Umbauten

Viele Rentner benötigen über kurz oder lang einen Umbau ihres Heims, um weiterhin bequem und altersgerecht leben zu können. Müssten diese Kosten allein gestemmt werden, wäre dies für die meisten Betroffenen allerdings kaum möglich. Daher greift der Fiskus den Senioren unter die Arme und unterstützt diese bei den Ausgaben. Diese können als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angegeben werden und sind nach dem Abzug des Eigenanteils, der als steuerlich zumutbar gilt, steuerlich absetzbar.

Umbauten nur nach steuerlichem Attest

Allerdings gilt dies ohne weitere Bedingungen nur bei Umbauten wie notwendig gewordenen Sanierungsfällen, etwa bei Schwammbefall oder einem kaputten Dach, oder nach einem Schlaganfall. Bei Umbauten, die darüber hinausgehen, sollten Senioren beachten, dass die Kosten für viele Umbauten wie etwa der Installation eines Treppenlifts nur dann steuerlich anerkannt werden, wenn eine Notwendigkeit nachgewiesen wird. In diesem Fall muss ein ärztliches Attest vorliegen.

Foto: (c) aletia2011/fotolia.com

Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar.

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