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Senioren: Tipps zur Senkung der steuerlichen Belastung - Teil 2



Auf Neurentner und Senioren kommt im neuen Jahr einiges zu, denn der Fiskus nimmt sie stärker ins Visier. Die Anzahl der Rentner, die ihr Einkommen versteuern müssen, steigt an, auch sie müssen künftig eine Steuererklärung erstellen. Doch auch für sie gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Steuern einzusparen und die steuerliche Belastung mit ein wenig Glück sogar auf Null zu senken, um ihr Einkommen aufzubessern.

Rentner Steuern sparen | Foto:(c) aletia2011/fotolia.com


Sonderfall Unterhalt

Nur wenige Beziehungen halten heutzutage bis ins hohe Alter, weshalb mehr und mehr Rentner nach einer Trennung oder einer Scheidung Unterhalt zahlen müssen. In diesem Fall unterstützt der Fiskus die Betroffenen. Die Kosten für den Unterhalt für die Ex-Gatten oder Partner können bis zu einer Höhe von 13.805 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Hinzu kommen die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung des ehemaligen Partners, die ebenfalls vom Fiskus als Sonderausgaben steuerlich anerkannt werden.

Die einzige Hürde

Allerdings ist dafür noch eine Hürde zu meistern. Der Ex-Partner muss dieser Regelung zustimmen, was vor allem bei Paaren schwierig ist, die sich im Streit getrennt haben. Denn der Partner muss dieser Regelung zustimmen, da er das erhaltene Geld selbst versteuern muss. Ist dies nicht möglich, können die Zahlungen für den Unterhalt allerdings immer noch bis zu einer Höhe von knapp 8,30 Euro als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden.

Arztkosten, Arznei- und Heilmittel

Ein bedeutender Posten, der in der Regel mit zunehmendem Alter deutlich wächst, sind die Kosten für Arztbesuche, sowie Ausgaben für Arznei- und Heilmittel. Diese müssen selbst getragen, bis die steuerlich zumutbare Eigenbelastung erreicht wurde. Ist dies der Fall, können die Kosten für Medikamente und Ärzte als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Wann diese zumutbare Grenze der Belastung erreicht ist, hängt von vielen Faktoren ab, darunter dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Je nach Lebenssituation können bis zu sieben Prozent der Kosten für Arztbesuche, sowie Ausgaben für Arznei- und Heilmittel steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Dafür benötigt der Fiskus allerdings alle verfügbaren Belege der Ausgaben sowie ärztliche Atteste.

Unterstützung bei den Hilfsmitteln

Auch die Kosten für die dringend benötigten Hilfsmittel werden vom Fiskus als außergewöhnliche Belastung anerkannt. Zu diesen Hilfsmitteln zählen neben den Brillen und Kontaktlinsen etwa auch Hörgeräte, Prothesen und Pflegemittel sowie Rollatoren, Rollstühle und wirbelsäulengerechte Betten. Auch in diesem Fall sollten alle ärztlichen Atteste oder Bescheinigungen der Krankenkasse aufgehoben werden, da der Fiskus sie nur in diesem Fall als außergewöhnliche Belastung akzeptiert.

Aufenthalt im Krankenhaus

Ebenfalls sehr großzügig zeigt sich der Fiskus bei Aufenthalten im Krankenhaus, deren Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden, sondern selbst getragen werden müssen. Dabei gilt, dass diese Kosten in Höhe von 20 bis 30 Euro übernommen werden. Darunter fallen neben den grundsätzlichen Arztkosten auch die Ausgaben für einen Heilpraktiker. Sogar die Trinkgelder für die Pflegerinnen und Pfleger werden steuerlich anerkannt. Auch hier gilt: Ohne Beleg keine Erstattung. Dafür können sogar die Fahrten von Verwandten ins Hospital steuerlich geltend gemacht werden, wenn durch ein Attest des Arztes nachgewiesen wird, dass diese Besuche förderlich für die Heilung sind.

Die Kosten für die Beerdigung

Nicht zuletzt sind auch die Beerdigungen naher Verwandter ein wichtiges Thema im Alter. Übersteigen die Kosten für die Bestattung den Umfang des Nachlasses, werden die überzähligen Kosten ebenfalls als außergewöhnliche Belastung akzeptiert. Dies gilt allerdings nicht für die Trauerkleidung.

Foto:(c) aletia2011/fotolia.com

Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar.

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