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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

27.02.2018

So hilft der Fiskus jungen Familien

Eine Familie zu gründen und Kinder zu erziehen, kann ins Geld gehen. Der Fiskus hilft Familien aus diesem Grund mit zahlreichen Möglichkeiten, notwendige Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Dabei akzeptiert der Fiskus selbst ungewöhnliche Methoden, auf die wohl kaum eine Familie kommen würde. Auf diese Weise haben Familien mehr Geld für die schönen Seiten des Familienlebens zur Verfügung.

Als Familie Steuern sparen | Foto: (c) stevewellsrealestate / pixabay.com


Für Alleinerziehende

Gerade alleinerziehende Eltern benötigen in der Regel jede Hilfe. Wie etwa den sogenannten Entlastungsbetrag. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen steuerlichen Freibetrag in Höhe von 1.908 € pro Kind für das erste Jahr. Hinzu kommen 240 € pro Jahr für jedes weitere Kind. Um diesen Entlastungsbetrag nutzen zu können, müssen Steuerpflichtige allerdings vorher in die Steuerklasse I wechseln. Zudem nimmt der Fiskus den Status ?Alleinerziehend? ernst. Wer den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen möchte, muss mit den Kindern als einzige erwachsene Person unter einem Dach wohnen, die Kinder müssen zudem Anspruch auf Kindergeld haben.

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Nach der Heirat die Steuerklasse wechseln

Idealerweise sollten Paare allerdings heiraten, nicht nur aus steuerlichen Gründen. Der Fiskus honoriert eine eheliche Verbindung mit einer günstigeren Steuerklasse für beide Partner. Bei der Einordnung in unterschiedliche Steuerklassen profitieren die Paare zudem vom sogenannten Ehegattensplitting. In diesem Fall werden die Einkommen beider Partner gemeinsam veranschlagt und auf diese Weise geringer versteuert. Bei den beiden Einkommen, die sich stark voneinander unterscheiden, lohnt sich zudem der Wechsel in eine andere Steuerklasse. Wer etwa in die Steuerklasse IV gesteckt wird, kann durch eine Kombination der Steuerklassen III und V mehr Steuern sparen. Die Steuerklasse kann auf eigenen Wunsch einmal im Jahr gewechselt werden.

... am besten noch vor der Geburt ihres Nachwuchses

Spätestens wenn sich der Nachwuchs ankündigt, sollte die Steuerklasse angepasst werden, um das Elterngeld voll auszuschöpfen. Dabei sollte beachtet werden, dass sich die Höhe des Elterngeldes nach dem letzten Nettoverdienst des Elternteiles richtet, der das Elterngeld beantragen möchte. Das Elterngeld wird anhand des Nettogehalts der letzten zwölf Monate berechnet, hinzu kommt die jeweilige Steuerklasse, in welche das Elternteil eingeordnet wurde. Der ideale Zeitpunkt, in die neue Steuerklasse zu wechseln, ist sieben Monate, bevor der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt.

Die Kinder steuerlich aufteilen

Auch wenn die Ehe auf Dauer nicht hält, müssen die Eltern nicht fürchten, finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen, vor allem, wenn sie neue Partner finden. So gibt es beispielsweise in Patchwork-Beziehungen die Möglichkeit, die Kinder steuerlich unter den Partnern aufzuteilen, um auf diese Weise das Kindergeld zu maximieren, das mit der Anzahl der vorhandenen Kinder deutlich ansteigt. Werden die Kinder des Partners als eigene Kinder mit angegeben, steigt das Kindergeld ab dem dritten Kind, so dass mehr Kindergeld zur Verfügung steht.

Oma und Opa von der Steuer absetzen

Kinder zu erziehen ist kein Kinderspiel, gerade in jungen Familien herrscht oftmals Zeitmangel, so dass sie oft sehr gern auf die Hilfe von Oma und Opa zurückgreifen, die sich natürlich freuen, für die Enkel da zu sein. Auch der Fiskus honoriert diese Hilfe gern, vor allem, wenn symbolisch ein paar Euro an Oma und Opa zur Kinderbetreuung fließen, wenn diese auf den Nachwuchs aufpassen. Denn der Fiskus erkennt zwei Drittel der Ausgaben für Kinderbetreuung als Sonderausgaben an. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass auch diese Zahlung nachgewiesen werden muss. Also besser nicht in bar überreichen, lieber einen Betreuungsvertrag vorlegen.

Foto: (c) stevewellsrealestate / pixabay.com

>>Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht<<
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