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Spenden: Auch hier lassen sich Steuern sparen


Notleidenden zu helfen liegt in der Natur des Menschen. Eine relativ einfache aber durchaus effektive Art, Gutes zu tun, ist die Spende. Ganz gleich ob nach einer Flutkatastrophe oder für notleidende Kinder in Afrika - Geld wird immer gebraucht und Gutes soll auch belohnt werden. Wer sich finanziell engagiert, kann daraus durchaus einen steuerlichen Vorteil ziehen.

Spenden zahlt sich aus

Die Deutschen sind hilfsbereit. Das bestätigen auch Studien zum Spendenverhalten der Deutschen. Im vorangegangenen Jahr 2015 wurde mehr als jemals zuvor gespendet und damit vielen notleidenden Menschen geholfen. Ob bei Mit Spenden Steuern sparen | Foto: (c) magele / Fotolia.comNaturkatastrophen oder bei humanitären Gründen, der Geldbeutel steht bei vielen Deutschen offen, wenn es heißt, andere aus einer Notlage zu helfen. Allerdings muss Spenden in Deutschland nicht immer ganz uneigennützig sein, obwohl man natürlich einen Teil seines Vermögens abgibt.

Einige Bedingungen müssen erfüllt sein

Der Grund ist, dass auch der deutsche Fiskus Spenden sehr wohlwollend gegenübersteht. So werden Spenden vom Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt und können steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings müssen hierfür einige Bedingungen erfüllt werden. Dem Bund der Steuerzahler zufolge kann die Spende nicht an irgendeine beliebige Person oder Organisation getätigt werden. Der Fiskus erkennt Spenden nur als Sonderausgaben an, wenn er den Empfänger der Spende auch als gemeinnützig anerkennt.

Nachweis über Höhe der Spende, Zweck und Name der Organisation muss beigelegt werden

Darüber hinaus muss der Steuerpflichtige der Einkommenssteuererklärung eine schriftliche Bestätigung der Spende beilegen, damit diese als Sonderausgabe anerkannt wird. Auf dieser Bestätigung der Spende müssen mehrere Daten vermerkt werden, darunter die genaue Höhe der Spende, den Namen der Organisation, die durch die getätigte Spende begünstigt wird sowie den speziellen Zweck, für den die Spende verwendet wird. Diese Daten dürfen nur auf einem amtlichen Vordruck vermerkt werden, damit die Bestätigung der Spende Gültigkeit erlangt.

Vereinfachungen bei Spenden unter 200 Euro

Dies gilt allerdings nur bei höheren Spendenbeträgen. Um die Deutschen zu weiteren Spenden zu animieren, hat die Finanzverwaltung für einige Fälle die Regeln ein wenig aufgeweicht. Bei Beträgen von bis zu 200 Euro, die an anerkannte gemeinnützige Organisationen getätigt werden, genügt es, wenn der Einkommenssteuererklärung ein Kontoauszug, eine Buchungsbestätigung oder bei Online-Banking ein Ausdruck der Überweisung als Nachweis beigelegt wird. Dem Bundesfinanzministerium zufolge profitieren die Spender von diesen Vereinfachungen, ganz gleich, wie hoch der gespendete Betrag ist.

Spenden in Höhe von bis zu 20 Prozent des Einkommens werden anerkannt

Der deutsche Steuerzahler kann sehr viel Geld als Spende steuerlich geltend machen. Ein Anteil des Einkommens von bis zu 20 Prozent wird vom Fiskus als Spende anerkannt. Sollte der Betrag der Spende die Pauschale für die Sonderausgaben übersteigen, wirkt sich jeder einzelne Euro zudem auf die steuerliche Last aus. Bei diesen Regelungen werden alle Spenden berücksichtigt, die nach dem 1. August 2015 getätigt wurden. Wer davon noch profitieren will, hat dieses Jahr noch Zeit, seine Spende an vom Fiskus anerkannte Hilfsorganisationen zu leisten. Berücksichtigt werden alle Spenden bis zum 31. Dezember 2016.

Spendenrekord im Jahr 2015

Ob diese Maßnahmen helfen werden, den Spendenrekord, der im vergangenen Jahr aufgestellt wurde, zu übertreffen, wird sich zeigen. 5,5 Milliarden Euro spendeten die Deutschen im vergangenen Jahr an gemeinnützige Organisationen und Kirchen. Dies stellt eine Steigerung von knapp 12 Prozent zum Vorjahr dar und ist so viel wie nie zuvor.

Achtung: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

Foto: (c) magele / Fotolia.com

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