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Steuererklärung: Wie werden Spenden richtig abgesetzt?




Etwas Gutes tun und damit Geld sparen: Das Prinzip ist einfacher als gedacht. Steuerpflichtige können ihre Steuerlast reduzieren, indem sie Spenden an steuerbegünstigte Organisationen oder wissenschaftliche, religiöse bzw. mildtätige Einrichtungen entrichten.

Diesen Institutionen gehören beispielsweise Stiftungen, gemeinnützige Vereine, Museen, Kirchen oder politische Parteien an. Die gleichen Regelungen gelten ebenfalls für in einem EU-Staat agierende Einrichtungen.

Spenden als Sonderabgabe

In der Steuererklärung werden Spenden als Sonderabgabe aufgeführt. Der Buchungsbeleg genügt bis zu einer Höhe von rund 200 Euro. Wird der Betrag überschritten, muss die Spende durch zusätzliche Spendenbescheinigungen wie amtlich anerkannte Vordrucke belegt werden.

In vielen Fällen leiten die Institutionen die Spendenbescheinigungen unmittelbar auf elektronischem Wege an das Finanzamt weiter. Falls nicht, ist eine Einreichung der Belege und Spendenquittungen seit Steuererklärungen ab 2017 nicht mehr zwingend erforderlich. Allerdings sind Steuerzahler dazu verpflichtet, die Spendenbescheinigungen aufzubewahren - falls etwaige Rückfragen durch das Finanzamt entstehen.

Nicht an gewinnorientierte Einrichtungen spenden

Als Spenden werden nur die Zahlungen betrachtet, die nicht gewinnorientiert arbeitenden Einrichtungen zugutekommen. Dieser Kategorie gehören ebenfalls zahlreiche Vereine an.

Im Gegenzug lassen sich die Investitionen nicht als Spende absetzen, falls Spender eine Gegenleistung erhalten. Klassische Beispiele einer solchen Gegenleistung sind geringere Vereinsbeiträge oder Eintrittsgelder.

Werte für Sachspenden selbst ermitteln

Sachspenden machen sich steuerlich ebenfalls bezahlbar - völlig unabhängig davon, ob beispielsweise Kleidungsstücke an Bedürftige oder Bücher an öffentliche Institutionen gespendet werden. Generell betrachtet das Finanzamt derartige Spenden ebenfalls als Sonderausgabe. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die steuerpflichtigen Spender den Wert der Spenden ermitteln.

Diese Faktoren beeinflussen den Wert von Sachspenden

Bei einem neuen Gegenstand resultiert der Wert automatisch aus der Kaufrechnung. Bei gebrauchten Utensilien sollte der Marktwert hingegen abgeschätzt werden. Für einen Vergleich sind Spender gut beraten, Kleinanzeigen unter die Lupe zu nehmen und entsprechende Preise für die gespendeten Utensilien miteinander zu vergleichen. Zugleich wirken sich der ursprüngliche Wert, das Alter sowie der Zustand der Spende auf den Wert aus.

Eine Zuwendungsbestätigung als Voraussetzung

Eine Zuwendungsbestätigung ist eine wichtige Voraussetzung, damit Finanzämter eine Spende auch tatsächlich anerkennen. Dieses Dokument sollte die exakte Bezeichnung des gespendeten Objekts, den Zustand, das Alter sowie dessen ursprünglichen Kaufpreis enthalten.

Tipps zur Abgabe der Steuererklärung

Gut zu wissen: In ihrer Steuererklärung können steuerpflichtige Privatpersonen maximal 20 Prozent des Jahreseinkommens in Form einer Spende geltend machen. Wer größere Beträge gespendet hat, kann die Summen aber auch auf die nächsten Folgejahre verteilen. Unternehmen ist es übrigens gestattet, insgesamt vier zehntel Prozent aller Umsätze und gezahlten Löhne steuerlich geltend zu machen.

Privatpersonen und Unternehmer sollten zwingend auf Haustürgeschäfte verzichten. Jede seriöse Institution legt einen Geschäftsbericht vor, aus dem der Zweck der eingezahlten Gelder hervorgeht. Aus dem Grund sind Spenden an örtliche Vereine häufig die bessere Wahl. Hierbei besteht schlichtweg eine bessere Kontrolle darüber, wofür die Beträge verwendet werden.

Foto:(c) geralt/pixabay.com
> Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<
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