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Steuerersparnis für Bauherren



Insgesamt 400.000 neue Mietwohnungen müssen geschaffen werden. Mehr als ein Drittel der benötigten Wohnungen, rund 140.000, sollten in den Städten der Bundesrepublik gebaut werden. Die Bundesregierung jedoch setzt die Zahl der benötigten Wohnungen mit 350.000 ein wenig tiefer an. Doch selbst diese Zahl klingt gewaltig. Nun soll der Fiskus neue Anreize für potentielle Bauherren schaffen.

35 Prozent der Aufwendungen absetzbar

Bezahlbarer Wohnraum ist bereits seit Jahren knapp, die Zuwanderung verschärft die Situation zunehmend. Doch der Bau neuer Wohnungen ist teuer. Ein bewährtes Lockmittel soll es nun richten. Bauherren, die bereit sind, Wohnungen zu errichten,Für Bauherren gibt es Steuervergünstigungen | Foto © maho / Fotolia.com sollen künftig von einer Sonder-AfA profitieren, einer Sonderabschreibung für ihre Aufwendungen. Mit dieser Regelung soll es möglich werden, mehr als ein Drittel der Aufwendungen für den Bau von neuen Wohnungen steuerlich geltend zu machen. So soll es möglich sein, in den ersten beiden Jahren des Hausbaus jeweils zehn Prozent der Ausgaben als Sonderausgaben abzusetzen und im dritten Jahr neun Prozent. Allerdings gilt diese Regelung ausschließlich für den Bau der Wohnungen, nicht für den Erwerb des dafür notwendigen Grundstückes.

Zeitliche Begrenzung für die Anträge

Um von dieser Sonder-AfA profitieren zu können, müssen selbstverständlich einige Bedingungen erfüllt werden. Die Regelung der Sonderabschreibung ist zeitlich begrenzt. Um in den Genuss dieser Regelung zu kommen muss ein entsprechender Antrag nach dem 31. Dezember 2015 gestellt werden. Der letztmögliche Termin für einen Antrag ist der 31. Dezember 2018. Bis spätestens 2018 muss der entsprechende Bau begonnen worden sein.

Weitere Bedingungen

Dies ist allerdings nicht die einzige Bedingung. Wie die Süddeutsche Zeitung in einem Bericht in ihrer Online-Ausgabe weiter ausführt, müssen die Mietwohnungen in Regionen entstehen, in denen die Lage auf dem Immobilienmarkt starken Spannungen unterliegt. Zudem muss die Mietpreisbremse für die neuen Wohnungen zwingend eingehalten werden. Darüber hinaus darf es sich bei den Wohnungen nicht um Luxusmietobjekte handeln. Diese ist aufgrund der maximalen Förderhöhe auch gar nicht möglich. Gefördert werden nur Baukosten, die maximal 2.000 Euro pro Quadratmeter betragen.

Rechnung ohne die Länder gemacht

Geht es nach dem Finanzministerium und dem Bauministerium, ist die Sonderregelung bereits beschlossene Sache. Allerdings haben sie die Rechnung ohne die Länder gemacht. Diese warnen zwar einerseits bereits seit einigen Jahren vor dem zu erwartenden Mangel an bezahlbaren Wohnraum, doch mit der Sonderabschreibung als Lockmittel können sie sich partout nicht anfreunden. Denn diese Sonderabschreibung ist mit sinkenden Steuereinnahmen für die Länder verbunden. Die Bundesregierung möchte nämlich, dass die zwangsläufig fallenden Steuereinnahmen nicht nur vom Bund, sondern auch von den Ländern und Kommunen getragen werden sollen. Diese Ausfälle sind alles andere als gering, wie aus den Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Maximale Steuerausfälle von einer Milliarde Euro parallel zu den Baujahren 2020/21

Demzufolge würden sich die Ausfälle ab 2017 stetig aufbauen, bis die Steuerausfälle im Peak rund eine Milliarde Euro betragen würden. Diese maximalen Ausfälle würden parallel zur Bautätigkeit in den beiden Jahren 2020 und 2021 verlaufen. Die gesamte Summe der Ausfälle soll Schätzungen zufolge 3,6 Milliarden Euro betragen. Die Ausfälle in diesen beiden Jahren würde vor allem die Hauptstadt der Bundesrepublik schwer treffen. Allein Berlin würden die Steuerausfälle mehr als 400 Millionen Euro kosten, wie die Süddeutsche aus einem internen Papier des Finanzsenators zitiert. Bislang ist offen, ob alle Länder den Vorschlag schlussendlich nicht doch unterstützen.

Foto © maho / Fotolia.com
Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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