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Steuererstattung vorzeitig sichern



Wer einen festen Job hat, kann seine Kosten, die für die Arbeit anfallen, in der Regel für das gesamte Jahr kalkulieren. Dieser Umstand kommt nicht nur bei der Planung zugute, sondern auch bei der Steuer. Wer mit den festen Kosten kalkuliert, muss nicht bis zur Steuererklärung warten, sondern kann die Kosten bereits über einen Freibetrag angeben. Dank der elektronischen Lohnsteuerkarte geht dies schnell und einfach.

Freibeträge monatlich über die elektronische Lohnsteuerkarte steuerlich geltend machen

Ausgaben für die berufliche Tätigkeit werden in der Regel über die Steuererklärung abgerechnet. Doch wer mit festen Kosten über das Jahr kalkulieren kann, ist in der Lage, bereits vorher eine Erstattung zu erhalten. Möglich macht dies die elektronische Lohnsteuerkarte, in der vom Arbeitgeber Freibeträge eingetragen werden können. Auf diese Weise können die anfallenden Kosten bereits bei der monatlich anfallenden Gehaltsabrechnung anerkannt werden. Als feste Größe können etwa die Fahrtkosten anerkannt werden, die auf dem Weg zur Arbeit anfallen. Diese können als Entfernungspauschale als Freibetrag eingetragen werden.

Kosten für Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Beiträge, Fachliteratur und Weiterbildung

Doch nicht nur die Fahrtkosten werden anerkannt. Auch die Kosten für Arbeitsmittel, Beiträge für Berufsverbände, Fachliteratur oder für generelle Weiterbildung können als Freibetrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte geltend gemacht werden. Diese Beträge werden in der Kategorie ?Werbungskosten? verbucht. Damit der Fiskus die Beträge anerkennt, müssen allerdings einige Vorgaben beachtet werden.

Ausgaben müssen die Grenze von 1.600 Euro überschreiten

Die anfallenden Ausgaben müssen den Arbeitnehmerpauschbetrag überschreiten, um vom Finanzamt anerkannt zu werden. Dabei handelt es sich um eine Werbungskostenpauschale, die jeder Arbeitnehmer erhält, ganz gleich, ob er berufliche Ausgaben hat oder nicht. Dieser Pauschbetrag liegt derzeit bei 1.000 Euro. Ein Freibetrag wird vom Fiskus zudem nur anerkannt, wenn die Sonderausgaben, die außergewöhnlichen Belastungen und Werbungskosten die Grenze von 600 Euro überschreiten.

Antrag für zweijährige Gültigkeit möglich

Mit der neuen Regelung wird den Arbeitnehmern das Leben deutlich erleichtert. Bislang mussten die Freibeträge für den Abzug von der Lohnsteuer jedes Jahr neu beantragt werden. Nach der neuen Regelung gelten die gestatteten Ermäßigungen auf die Lohnsteuer nun zwei Jahre. Die neue Regelung tritt am 1. Januar 2017 in Kraft.

Zweijährige Gültigkeit für Freibeträge in Partnerschaften

Die zweijährige Gültigkeit der Freibeträge sollte auch für das Faktorverfahren bei eingetragenen Lebenspartnerschaften und Ehen gelten, mit welchem der monatliche Lohnsteuerabzug für Partner berechnet wird. Rechtlich sind die Vorgaben für den monatlichen Abzug der Lohnsteuer über zwei Jahre für die Partner auch bereits vorhanden. Allerdings sind die technischen Voraussetzungen bislang noch nicht gegeben.

Die jährliche Steuererklärung ist dennoch fällig

Mit der zweijährigen Gültigkeit der Freibeträge entfällt allerdings nicht die jährliche Steuererklärung zum Einkommen. Diese muss natürlich weiterhin getätigt werden. Der Fiskus gleicht die beantragten Freibeträge anhand der abgegebenen Steuererklärung jährlich ab. Stellt sich heraus, dass die Freibeträge in der Lohnsteuer zu hoch angesetzt waren, müssen die eingesparten Steuern nachbezahlt werden. Es ist daher ratsam, bei der Berechnung der Freibeträge stets realistisch zu bleiben, damit später kein zu großer Rückzahlungsbetrag ins Haus steht. Einen Teil der durch den Freibetrag eingesparten Kosten zurückzulegen, wäre ebenfalls empfehlenswert, um eventuelle Rückzahlungsforderungen leichter zu bedienen.


Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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