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04.01.2018

Steuerliche Anpassungen in 2018

Im Jahr 2018 kommen einige Veränderungen auf die deutschen Steuerzahler zu. Einige Steuerzahler können sich auf das kommende Jahr freuen, da sie deutlich entlastet werden und so mehr Geld haben. Auch wird die Steuererklärung weiter vereinfacht. Doch nicht für alle Steuerzahler bringt das Jahr 2018 finanziellen Sonnenschein. Es bringt auch einige Mehrbelastungen mit sich.

Steuern Änderungen 2018 | Foto: (c) mohamed_hassan//pixabay.com

Mehr Geld dank geringerer Einkommenssteuer

Die gute Nachricht zuerst. Im kommenden Jahr passt die Bundesregierung wie auch schon in den vorangegangenen Jahren den steuerlichen Grundfreibetrag dem geltenden Existenzminimum an, wodurch dieser um knapp 200 € auf 9.000 € steigt. Dadurch wird die Einkommensteuerlast für alle Steuerzahler gering, denn erst ab diesem Betrag wird das Einkommen besteuert. Eine weitere Erleichterung bringt die Anpassung der Grenzen beim Einkommen an die herrschende Inflation. Lebenspartner und Ehepaare können sich bei der Einkommenssteuer auf eine Ersparnis von fast 300 € freuen, die nicht versteuert wird, Alleinstehende auf knapp die Hälfte.

Höhere Abschreibungen bei Neuanschaffungen

Mit der Anschaffung neuer Büromöbel oder neuen Arbeitsmaterials wie einem neuen PC sollte idealerweise noch bis zum kommenden Jahr gewartet werden, um Geld zu sparen. Denn ab dem kommenden Jahr können ?geringwertige? Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben werden, wenn ihr Kaufpreis geringer ist als 952 €. Die Kosten können in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Bei höheren Kaufpreisen müssen die Objekte wie gewohnt über mehrere Jahre als Absetzung für Abnutzung abgeschrieben werden.

Steigerungen beim Kindergeld und dem Kinderfreibetrag

Auch Familien mit Kindern profitieren von den Änderungen im kommenden Jahr, da das Kindergeld um zwei Euro pro Kind und Monat angehoben wird. Der Kinderfreibetrag steigt um 72 Euro auf 4.788 Euro an. Allerdings kommen die Eltern nur in den Genuss des Freibetrags, wenn sie davon stärker profitieren als vom Kindergeld. Ob dies der Fall ist, wird vom Finanzamt anhand der Steuererklärung geprüft. Nachteilig hingegen sind die Änderungen bei den Fristen zum Kindergeld. Ein entsprechender Antrag kann rückwirkend nur noch für ein halbes Jahr gestellt werden, im Gegensatz zu den bisher vier möglichen Jahren.

Geringere Freibeträge bei Neurentner

Neurentner hingegen werden von den Änderungen im kommenden Jahr nicht profitieren, im Gegenteil. Für sie sinkt der Steuerfreibetrag um zwei Prozent pro Jahr auf 24 Prozent. Der Altersentlastungsbetrag sinkt auf 912 Euro. Von dieser Absenkung sind alle Einkünfte betroffen, von Kapitalerträgen und Nebentätigkeiten bis hin zu Mieteinnahmen und Einnahmen aus Riester- und Betriebsrenten. Für Pensionäre gelten ähnliche Regelungen. Deren Versorgungsfreibetrag beträgt nach einer Absenkung inklusive eines Zuschlags nur noch 1.872 Euro.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen

Auch für Berufstätige wird es ab einem bestimmten Einkommen teurer. Zwar sinkt der Rentenversicherungsbeitrag um 0,1 Prozent, doch der Betrag wird bei höheren Einkommen sofort durch die steigenden Beiträge für die Sozialversicherung wieder aufgefressen, da die Grenzen der Beitragsbemessung steigen. Der Anstieg beträgt bei einem jährlichen Einkommen von 52.200 Euro bei der Kranken- und Pflegeversicherung 900 Euro. Auch bei der Arbeitslosen- und der Rentenversicherung gibt es eine Anhebung, im Osten um 1.200 Euro, im Westen um 1.800 Euro.

Besteuerung der Fondssparer

Nachteile haben ebenfalls Fondssparer zu erwarten, die ihre Anteile bereits seit dem Jahr 2009 halten. Für diese fällt nun wieder die sogenannte Abgeltungssteuer an, ab 2018 gibt es für Kursgewinne lediglich noch einen Freibetrag von 100.000 Euro. Alle Gewinne über diesem Betrag werden ab dem 02. Januar kommenden Jahres besteuert.

Foto: (c) mohamed_hassan//pixabay.com

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