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28.03.2018

Steuern: Arbeitsausgaben bringen Rückerstattungen

Der Fiskus ist für viele Steuerzahler ein Ärgernis, da dieser nur den Geldbeutel im Visier hat. Dabei können Arbeitnehmer in der Regel ihre Steuerlast beträchtlich senken und sich einen großen Teil ihres Geldes vom Fiskus zurückholen, wenn sie ihre Steuererklärung richtig bearbeiten und auf die Vorgaben achten. Arbeitsmittel, Fahrtkosten, Arbeitszimmer; die Möglichkeiten sind vielfältig und zahlreich.

Arbeitsweg Kosten | Foto: (c) PIRO4D /pixabay.com


Kosten für Arbeitswege übersteigen Pauschalen schnell

Schon der tägliche Weg zur Arbeit ist für die meisten Arbeitnehmer der Garant für eine Rückerstattung. Dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge sind allein im Jahr 2016 mehr als 18 Millionen Arbeitnehmer knapp 17 Kilometer zu ihrer ersten Arbeitsstätte gefahren. Dies mag anstrengend sein, wird jedoch vom Fiskus anerkannt. Bei 30 Cent pro Kilometer für den einfachen Weg, die beim Fiskus angegeben werden können, ist der Pauschbetrag für die Werbungskosten in einer 5-Tage-Woche schnell überschritten. Die Kosten können in der Steuererklärung als Aufwendungen für die Werbungskosten angegeben werden.

Autofahrer holen sich die meisten Steuern vom Fiskus zurück

Wer die zurückgelegte Strecke zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt, mag zwar sportlich sein und gesund leben. Beim Fiskus kommen diese Arbeitnehmer allerdings weniger gut weg. Die Steuer sieht bei ihnen eine Grenze von maximal 4.500 € vor, die vom Fiskus akzeptiert wird. Pendler, die Bus, Bahn oder Tram zur Arbeit nehmen, können sogar draufzahlen, wenn die Kosten für das Ticket der Entfernungspauschale übersteigen. Wer den Weg zur ersten Arbeitsstätte mit dem Auto zurücklegt, kann eine höhere Anzahl an zurückgelegten Kilometern in der Steuererklärung geltend machen. Die zurückgelegte Strecke muss allerdings mittels Tachostand oder Tankquittung nachgewiesen werden.

Pauschalen bei auswärtigen Einsätzen

Auch Außeneinsätze außerhalb der ersten Arbeitsstätte können steuerlich geltend gemacht werden. Bei der Auswärtstätigkeit gilt jeder gefahrene Kilometer, wobei auch hier bei Fahrten mit dem PKW eine Pauschale von 30 Cent pro gefahrenen Kilometer gilt. Dabei muss in Absprache mit dem Arbeitgeber die erste Tätigkeitsstrecke im Vorfeld festgelegt werden. Wer dabei klug taktiert, kann sehr viele Steuern einsparen.

Kosten für die Verpflegung bei Arbeiten auswärts

Hinzu kommen eventuelle Kosten für die Verpflegung während der Fahrten. Diese Verpflegungspauschalen können ohne zeitliche Begrenzung steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Arbeitnehmer an ständig wechselnden Arbeitsorten unterwegs ist. Bei einer Mobilität von acht Stunden kann eine Pauschale von zwölf Euro pro Tag für die Verpflegung steuerlich geltend gemacht werden. Wer 24 Stunden beruflich unterwegs ist, kann sogar 24 € pro Tag in seiner Steuererklärung angeben. Die Ausnahme ist, wenn die Arbeitnehmer Mahlzeiten erhalten und sich in der Zeit während der Außeneinsätze nicht selbst versorgen müssen.

Das Arbeitszimmer in den heimischen vier Wänden von der Steuer absetzen

Beim Arbeitszimmer wird es bereits schwieriger. Der Fiskus erkennt die Kosten für ein Arbeitszimmer nur an, wenn für die Arbeiten kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht und das Zimmer ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt wird. Wer seinen PC steuerlich geltend machen will, muss ebenfalls nachweisen, dass das Gerät hauptsächlich für berufliche Zwecke genutzt wird, die Mindestnutzung beträgt 50 Prozent oder mehr. Kosten für weitere Arbeitsmittel wie Fachliteratur, ein Regal für dieselbe oder ein Stuhl für den Schreibtisch werden vom Fiskus akzeptiert, wenn sie zu mindestens zehn Prozent für berufliche Zwecke genutzt werden. Bei Anschaffungskosten von weniger als 487 € können diese zudem sofort beim Fiskus abgesetzt werden.

Foto: (c) PIRO4D /pixabay.com


>> Der Artikel ersetzt keine steuerliche Beratung.

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