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Steuern: Die Dienstreise korrekt angeben



Eine Dienstreise kann von der Steuer abgesetzt werden, das ist bekannt. Dennoch machen zahlreiche Angestellte immer noch einige Dinge falsch, wenn sie die Reise steuerlich geltend machen wollen und handeln sich auf diese Weise Ärger mit dem Fiskus ein. Besonders unangenehm wird es, wenn Steuerpflichtige dienstliche und private Aufwendungen in ihrer Steuererklärung vermischen.

Kosten für die Dienstreise können steuerlich geltend gemacht werden

Eine Dienstreise kann steuerlich berücksichtigt werden | Foto: (c) Ekaterina Pokrovsky / Fotolia.com

Bei einer Dienstreise handelt es sich um eine Fahrt, die, ganz gleich mit welchem Fortbewegungsmittel, im Auftrag des Chefs durchgeführt wird und die zu Tagungen, Messen, Lieferanten oder Kunden führt. Für die steuerliche Absetzung von Kosten, die durch eine solche Dienstreise entstehen, erkennt das Steuerrecht feste Pauschalen an. Diese Kosten können vom Arbeitgeber erstattet oder eben vom Arbeitnehmer steuerlich geltend gemacht werden.

Einige Regeln beachten

Doch ganz so einfach ist es nicht. Wenn der Arbeitgeber die Kosten für eine Dienstreise steuerlich geltend machen will, sollte er sich an einige geltende Regeln halten, wenn er keinen Ärger mit dem Finanzamt riskieren möchte. Diese Regeln sollte er also kennen. Sind die Arbeitnehmer während einer Dienstreise mehr als acht Stunden abwesend, können diese eine Tagespauschale von 12 Euro geltend machen. Diese Pauschale wird für den Mehraufwand für die Verpflegung berechnet.

Pauschalen für Dienstreisen

Ist der Arbeitnehmer ganze 24 Stunden abwesend, wird für den Mehraufwand für die Verpflegung eine Pauschale von 24 Euro berechnet. Eine Pauschale von 12 Euro gilt zudem sowohl für den Tag der Anreise als auch der Abreise, wenn die Dienstreise mehrere Tage in Anspruch nimmt. Der Arbeitgeber kann bei mehrtägigen Dienstreisen auch die Kosten für die Übernachtungen übernehmen. Allerdings muss der Arbeitgeber dafür Belege vorweisen. Ist dies nicht möglich, wird für eine Übernachtung eine Pauschale von 20 Euro berechnet. Diese Pauschale gilt ausschließlich für die Übernachtung im Inland.

Anspruch auf Freizeit

Auch wenn der Arbeitnehmer auf eine Dienstreise geschickt wird, die einige Tage lang dauert, ist er natürlich nicht die ganze Zeit im Dienst. Der Arbeitnehmer hat selbstverständlich auch auf einer Dienstreise einen Anspruch auf Freizeit, die er weitgehend für sich selbst gestalten kann. Ein gemütliches Abendessen oder ein Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort gehören für viele Arbeitnehmer während einer Dienstreise einfach dazu. Doch Vorsicht, hier lauert ein Stolperstein, der dem Arbeitnehmer Ärger mit dem Fiskus einbringen kann, wenn er in der Steuererklärung nicht genau aufpasst.

Kosten für private Vergnügungen werden vom Fiskus nicht übernommen

Der Fiskus trennt scharf zwischen der Dienstreise und den Aktivitäten des Arbeitnehmers während seiner Dienstreise, die seinem privaten Vergnügen dienen. Er erkennt ausschließlich Kosten an, die mit den Aktivitäten zusammenhängen, die beruflichen Interessen dienen. Kosten für private Unternehmungen werden nicht übernommen und sollten daher strikt von den Kosten den beruflichen Kosten getrennt und dürfen nicht auf der Steuererklärung aufgeführt werden.

Arbeitsrechtliche Punkte

Auch arbeitsrechtlich gibt es einiges zu beachten. Während der Dienstzeit muss etwa die Arbeitskraft natürlich voll und ganz für den Arbeitgeber eingesetzt werden. Private Aktivitäten in der Freizeit werden einem Arbeitnehmer während seiner Dienstreise natürlich nicht untersagt. Allerdings dürfen dem Arbeitgeber durch diese Aktivitäten keine weiteren Kosten entstehen. Zudem darf durch das private Vergnügen keine Beeinträchtigung der Leistung des Arbeitgebers entstehen. Darüber hinaus müssen private und dienstliche Belange strikt getrennt werden, wenn der Arbeitnehmer direkt im Anschluss an die Dienstreise seinen Urlaub antritt.


Hinweis. Der Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt diese auch nicht.

Foto: (c) Ekaterina Pokrovsky / Fotolia.com

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