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19.06.2017

Steuern auf private Verkäufe bei Ebay

Das Verkaufsportal Ebay wird von vielen Deutschen genutzt, um nicht mehr benötigte Kleidung, Bücher, Möbelstücke oder sogar Autos zu verkaufen. Doch kaum einer weiß, dass sie mit diesen Verkäufen den Fiskus auf sich aufmerksam machen, der Interesse an den Erlösen hat. Es gilt also, die Steuerfalle zu vermeiden.

Verkauf von gebrauchten Waren ist sehr beliebt

Steuern auf private Online Verkäufe | Foto: (c) BillionPhotos.com/fotlia.com

Shopping ist für einige Menschen der liebste Zeitvertreib. Mit der Zeit sammeln sich aus diesem Grund im Haushalt zahlreiche Kleidungsstücke und Gegenstände an, die nicht mehr verwendet werden und Platz benötigen. Doch der Stauraum ist natürlich irgendwann erschöpft. Wegwerfen ist bei vielen Dingen oftmals zu schade, da sie durchaus noch benutzt und daher weiterverkauft werden können, was die Haushaltskasse aufbessert. Diesen Gedanken hatten auch die Erfinder der mittlerweile zahlreichen Marktplätze, über welche Online die Waren angeboten werden können.

Zwei steuerliche Fallen bei privaten Verkäufen

In Deutschland floriert das Geschäft über Ebay, Rebuy, Momox und weitere Online-Märkte. Vor allem private Verkäufer nutzen das Angebot gern. Allerdings wissen viele nicht, dass auch der Blick des Fiskus auf sie gerichtet ist, wenn sie Waren über das Internet verkaufen. Dies kann gravierende Folgen haben, denn wer durch diese Verkäufe Gewinne erzielt, muss diese in der Steuererklärung angeben. Vor allem, wenn die Verkäufe regelmäßig durchgeführt werden. Private Verkäufer fallen oft auf zwei Fallen bei der Steuer herein.

Falle Nummer eins

Die erste Regel, die der Fiskus vorgibt, ist der zeitliche Rahmen, in dem der Verkauf stattfindet. Wird ein Objekt ein Jahr nach dem Verkauf veräußert, hat der Fiskus kein Interesse mehr an dem Verkauf. Wer jedoch ein Objekt kauft und es in weniger als einem Jahr wieder verkauft, muss den Gewinn in der Einkommensteuer angegeben, wobei der persönliche Steuersatz des Händlers gilt. Denn der Ertrag aus dem Verkauf gilt als Spekulationsgewinn.

Falle Nummer zwei

Auch die Menge der verkauften Ware ist entscheidend, wobei die Art der Ware unerheblich ist. Wer regelmäßig und viele Artikel verkauft, gerät schnell in das Visier des Fiskus. Dieser könnte den Verkäufer dann als gewerblichen Händler einstufen. In diesem Fall müssen die Gewinne sogar umsatzsteuerlich oder sogar gewerbesteuerlich eingestuft werden.

Das muss beachtet werden

Um die Aufmerksamkeit des Fiskus zu vermeiden, müssen einige Dinge beachtet werden. So gilt jeder Verkäufer als gewerblicher Händler, wenn er seiner Tätigkeit mit dem Ziel nachgeht, Einnahmen zu erzielen. Dabei gilt das Motto, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Auch private Händler, die gar nicht beabsichtigen, mit ihren Verkäufen Gewinn zu erzielen, können als gewerbliche Händler eingestuft werden. Das Finanzamt geht bei der Einordnung der Verkäufer nach mehreren Kriterien vor.

Wie klassifizieren Finanzämter die Händler?

Als gewerblicher Händler gilt man in den Augen des Fiskus, wenn häufig neuere Waren oder sogar Neuware bei den Händlern angeboten wird. Auch wenn immer wieder sehr ähnliche Waren angeboten werden, wird das Finanzamt stutzig. Wird das Angebot professionell über Anzeigen und mit aufwendigen Fotografien offeriert, werden die Händler vom Fiskus schnell als gewerblich Tätige klassifiziert.

Vier einfache Regeln

Um nicht in den Fokus des Fiskus zu geraten, sollten daher vier einfache Regeln beachtet werden. Man sollte nur eigene Waren verkaufen, keine Waren von Dritten. Diese Regel gilt auch für die Waren von Verwandten. Die Spekulationsfrist von einem Jahr sollte unbedingt eingehalten werden. Die Anzahl der Verkäufe gering halten. Bei etwa 45 Verkäufen pro Jahr wird das Finanzamt nichts beanstanden. Zudem sollte der Umsatz im Auge behalten werden. Ab 410 € wird die Einkommensteuer fällig.

Foto: (c) BillionPhotos.com/fotlia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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