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Steuern im Ferienjob



Auch bei Ferienjobs schaut der Fiskus genau hin, ganz gleich ob bei Schülern oder bei Studenten. Allerdings können die gezahlten Steuern in der Regel zurückgezahlt werden, da die wenigsten Ferienjobber die Freigrenze überschreiten. Allerdings sind mit solchen Steuerrückzahlungen auch einige Mühen verbunden.

Ferienjob Steuern | Foto:(c)  bluedesign/fotolia.com


Segen für Jobber und Wirtschaft

Die meisten werden den klassischen Ferienjob wohl schon aus der Schulzeit kennen, mit dem viele Schüler ab einem Alter von 13 oder 14 Jahren ihr kärgliches Taschengeld aufgebessert haben. Spätestens im Studium gehören Aushilfsjobs in den Semesterferien zum Leben dazu, um sich neben den Ausgaben für Studium und Literatur noch etwas leisten zu können. Und auch für die Wirtschaft sind die Gelegenheitsarbeiter ein Segen, zahlreiche Unternehmen bemühen sich um die Ferienjobber. Zwar können diese in der Regel nur für einige Stunden einfache Aushilfsarbeiten ausführen. Doch gerade in der Urlaubszeit helfen Aushilfen, den Betrieb am Laufen zu halten.

Abgezogene Steuern

Doch so klein das zusätzliche Einkommen auch ist, der Fiskus hält auch bei den geringen Einkommen die Hände auf und Steuern werden fällig, die vom Arbeitgeber abgeführt werden müssen. Dies gilt für alle Ferienarbeiter, die im Inland zumindest ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihren Wohnsitz haben, da sie in diesem Falle unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind. Allerdings werden die Steuern nur temporär abgezogen. Wer im Jahr weniger als knapp 10.000 € verdient, kann sich die gezahlten Steuern zurückholen. Da diese Grenze in der Regel allein schon aus Zeitgründen bei keinem Ferienjob überschritten wird, kann das sauer verdiente Geld in voller Höhe zurückgeholt werden.

Freibetrag in Höhe von 9.865 €

Der genaue Grundfreibetrag betrug im Jahr 2017 8.820 €. Hinzu kommen der Arbeitnehmerpauschbetrag beziehungsweise die Werbungskosten in Höhe von 1.000 € sowie die Sonderausgaben von 36 €. Bei einem Einkommen unter dieser Grenze von 9.865 € erhalten Ferienarbeiter ihr Steuergeld zurück. In seltenen Fällen kommt noch eine Vorsorgepauschale von 1.900 € hinzu. Da Ferienarbeiter neben einem geringen Beitrag für die Krankenversicherung jedoch keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ist die Pauschale in der Regel hinfällig. Der Grund ist, dass ein Ferienjob als kurzfristige Beschäftigung gilt und nicht länger als 70 Arbeitstage oder 3 Monate dauern darf.

Steuererklärung notwendig

Allerdings dauert es einige Zeit, bis die Steuer wieder zurückgezahlt wird. Zudem ist damit einiger Aufwand verbunden, denn für die Rückzahlung muss eine Steuererklärung für das vorangegangene Kalenderjahr, in dem gejobbt wurde, erstellt werden. Gerade für Schüler und viele Studenten ist dies eine Herausforderung. Doch in der Regel helfen die Eltern oder gegen einen geringen Beitrag auch der Lohnsteuerhilfeverein, die Erklärung für den Fiskus korrekt zu erstellen. Damit wird Zeit gespart und der Stress minimal gehalten.

Keine Steuererklärung bei Minijobs

Die Ausnahme ist, wenn der Ferienjob als Minijob ausgeführt wurde. In diesem Fall muss keine Steuererklärung erstellt werden, da der Arbeitgeber bei einem Einkommen von 450 € die Sozialversicherung und eine Pauschalsteuer von 2 % abführt. Bei einer geringfügigen Beschäftigung mit einem Einkommen von 450 € monatlich erhalten die Arbeitnehmer ihren Lohn ohne steuerliche Abzüge.

Kindergeld wird weitergezahlt

Das Kindergeld für Ferienjobber wird weiterhin in voller Höhe ausgezahlt, ganz gleich, wie viel der Gelegenheitsarbeiter verdient. Dies gilt grundsätzlich bis zu 18. Lebensjahr. Das Kindergeld wird darüber hinaus bis zum 25. Lebensjahr gezahlt, wenn das Kind eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, ebenso in einer Übergangszeit von vier Monaten zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn der Ausbildung oder des Studiums.

Foto:(c) bluedesign/fotolia.com


Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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