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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

19.05.2017

Steuern sparen als Solarstromnutzer


Ökologische Haushalte gelten als vorbildlich, vor allem, wenn sie sich selbst mit Strom versorgen, etwa mit Solarzellen auf dem Dach. Doch für diese Haushalte gibt es einige Steuerfallen, die teuer werden können, wenn sie folgende Richtlinien übersehen.

Finanzielle Einbußen können bei privaten Solaranlagen drohen

Steuern sparen mit Solar | Foto: (c) tl6781/ fotolia.com

Deutschland ist ein Land, das einen hohen Wert auf ökologische und saubere Energie legt. Dies betrifft nicht nur große Energiekonzerne, sondern auch private Haushalte. Aus diesem Grund werden Haushalte auf vielfältige Arten gefördert, wenn sie ihre Immobilien mit Solarstrom und Solarwärme versorgen. Allerdings können vorrangig Privatpersonen trotz der Förderung finanzielle Einbußen erleiden, wenn sie ihr Haus mit Solarstrom versorgen. Vor allem, wenn sie den gewonnenen Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen.

Auch private Betreiber von Solaranlagen gelten als Unternehmer

Der Grund ist, dass der Betreiber einer Solaranlage in diesem Fall als Unternehmer gelten kann, selbst wenn es sich bei ihm um eine Privatperson handelt. Denn auch der private Betreiber hat in diesem Fall einen Vertrag mit dem jeweiligen Netzbetreiber geschlossen. Damit erzielt er auch ein Einkommen, da er von seinem Netzbetreiber ein Entgelt erhält, das als Umsatz gilt. Damit gilt der Betreiber der Solaranlage als Unternehmer und fällt unter das Umsatzsteuerrecht.

Kosten für die Solaranlage über die Vorsteuer geltend machen

Von der Umsatzsteuer befreit sind in der Regel Kleinunternehmer, die im ersten Jahr ihrer Tätigkeit weniger als 17.500 € Umsatz verzeichnen können und deren Umsatz im folgenden Jahr 50.000 € nicht übersteigt. Allerdings gilt diese Regel für Betreiber von Solaranlagen nicht unbedingt. Der Betreiber der Solaranlage kann die Kosten für die Solaranlage über die Vorsteuer in Höhe von 19 Prozent steuerlich geltend machen. Andererseits muss der Betreiber einer Solaranlage in diesem Fall ebenfalls Umsatzsteuer für den Strom zahlen, den er über die Solaranlage gewinnt und in seinem privaten Haushalt nutzt.

Solaranlage muss der betreibenden Person zugeordnet werden können

Diese Regelung des Vorsteuerabzugs setzt allerdings voraus, dass die Solaranlage, aus welcher der Strom gewonnen wird, auch der jeweiligen Person, welche die Anlage betreibt, und damit seinem ?Unternehmen? zugeordnet werden kann. Dies kann beim Fiskus sowohl in einer Voranmeldung für die Kosten durchgeführt werden als auch in der gewohnten Jahreserklärung, die bis zum 31. Mai fällig wird.

Geldwerter Vorteil auch bei Vermietung des Daches an Dritte

Es mag banal klingen, hat aber einen einfachen Grund. Viele Privatpersonen vermieten ihre Fläche auf dem Dach an andere Betreiber, die darauf eine Solaranlage installieren und mit dem Einspeisen des Stromes in das öffentliche Netz Geld verdienen. In diesem Fall können die Hausbesitzer ebenfalls einen geldwerten Vorteil beim umsatzsteuerlichen Vorsteuerabzug erhalten.

Weiterer Vorsteuerabzug bei Sanierung des Daches

Der Hauseigentümer kann bei der Vermietung seines Daches die Option zur Steuerpflicht für die Vermietung der Fläche nutzen. Bei der Sanierung des Daches, die bei älteren Gebäuden anfällt, kann ein weiterer Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Dies hängt allerdings davon ab, wie hoch die Miete für die Fläche des Daches angesetzt wird.

Foto: (c) tl6781/ fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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