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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

23.06.2017

Steuern sparen mit dem Home-Office

Nicht nur für Selbstständige, auch in den Unternehmen liegt das Home-Office im Trend. Die Angestellten werden entlastet und arbeiten in einem häuslichen Umfeld. Hinzu kommt, dass auch die Angestellten mit einem häuslichen Arbeitszimmer Steuern sparen können. Allerdings müssen sie hierfür einige Regeln beachten.

Wann wird das heimische Arbeitszimmer vom Fiskus anerkannt

Arbeitszimmer absetzen | Foto: (c) deagreez/ Foto.com

Vor den Finanzgerichten gibt es für Selbstständige und Angestellte seit Jahren ein großes Thema. Wann ist das häusliche Arbeitszimmer steuerlich absetzbar? Grundsätzlich ist dies nur der Fall, wenn das Arbeitszimmer daheim den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellt und kein anderer Arbeitsplatz verfügbar ist. Die Kosten für das Home Office können in der Regel pro Jahr maximal mit 1.250 € steuerlich geltend gemacht werden.

Kein Pauschbetrag

Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Pauschbetrag. Alle Kosten müssen nachgewiesen werden. Die Oberfinanzdirektion in Niedersachsen hat nun ein Papier veröffentlicht, in welchem die Reihenfolge der steuerlichen Abzugsfähigkeit genauer definiert wird.

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Mit Wohnbereich verbunden, doch klar abgetrennt

Nach dem Papier des Finanzgerichts muss das Zimmer einerseits mit dem Wohnbereich verbunden, jedoch räumlich klar abgetrennt sein. Eine Arbeitsecke in einem Zimmer wie etwa dem Wohnzimmer wird nicht als Arbeitsraum anerkannt und ist daher nicht steuerlich absetzbar. Zudem muss das Arbeitszimmer vorrangig beruflich oder betrieblich genutzt werden. Das Finanzgericht hat den Zeitraum, in welchem das Zimmer in dieser Art genutzt werden muss, auf mindestens 90 Prozent festgesetzt.

Arbeiten, die im Home Office grundsätzlich erledigt werden müssen

Wie bereits erwähnt, legt der Fiskus im zweiten Prüfungsschritt sein Hauptaugenmerk darauf, wo sich der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit befindet. Dieses Kriterium wird unabhängig vom Zeitraum der Arbeit betrachtet. Wenn die Arbeiten, die ausschließlich im Home Office getätigt werden können und zwingend notwendig für die Tätigkeit sind, können die Kosten für das Büro daheim ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden.

Mindestens drei Tage notwendige Tätigkeit

Dies gilt für alle Arbeitnehmer, die in Vollzeit arbeiten und mindestens drei Tage in der Woche im Home Office tätig sind. In diesem Fall gilt das heimische Arbeitszimmer als Mittelpunkt der Tätigkeit, die Kosten für das Zimmer können voll abgesetzt werden. Beträgt die Arbeit im Home Office lediglich ein oder zwei Tage pro Woche, können Kosten lediglich bis zu einer Höhe von 1.250 € steuerlich geltend gemacht werden.

Wo liegt der Tätigkeitsmittelpunkt?

Im dritten Prüfungsschritt wird geprüft, ob der Tätigkeitsmittelpunkt tatsächlich im Home Office liegt, oder ob er nicht an einem alternativen Arbeitsplatz ausgeführt werden kann. Ein alternativer Arbeitsplatz wird vom Fiskus als jeden Platz definiert, der für normale Büroarbeiten geeignet ist und vom Steuerzahler in dieser Weise genutzt werden kann. Dies dürfte für die meisten Angestellten zum Stolperstein werden, da ihnen in der Regel vom Unternehmen ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird. Eine steuerliche Geltendmachung für das häusliche Arbeitszimmer ist in diesem Fall nicht mehr möglich.

Abschreibungsfähige Kosten

Eine Ausnahme ist das Arbeitszimmer für sogenannte Telearbeitsplätze. Dieser Begriff gilt für Arbeitnehmer, die ausschließlich im heimischen Büro tätig sind und keinen alternativen Arbeitsplatz haben. In diesem Fall können die Kosten in voller Höhe abgesetzt werden. Die abzugsfähigen Kosten sind umfassend. Sie betreffen die Miete beziehungsweise Grundbesitzabgaben oder Abschreibungen auf das genutzte Gebäude, den Strom, die Heizkosten sowie die Versicherungen für Hausrat und Gebäude.

Foto: (c) deagreez/ Foto.com

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