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Steuern zahlen im Alter: Der Fiskus und die Rente


Wohl dem, der sich nach einem arbeitsreichen Leben zurücklehnen und endlich seinen verdienten Wohlstand nebst zustehender Rente genießen kann. Doch nicht allen Rentnern ist dieses Glück vergönnt. Der Fiskus schlägt immer öfter zu und hält im Alter die Hände auf. Leider wissen nicht alle Rentner, welche der im Folgenden genannten Freibeträge für sie gelten und was sich von der Steuer absetzen lässt.

Weniger Geld nach Erhöhung der Rente

Steuern Rentner | Foto: (c) Wolfilser/fotolia.com

Auch wenn es zunächst paradox klingen mag, aber nicht wenige Rentner fürchten die nächste Erhöhung ihrer Rente. Die Erklärung ist einfach. Mit einer Erhöhung der Rente kann es vorkommen, dass Rentner, die zuvor keine Steuern abführen mussten, nun plötzlich zu Steuerpflichtigen werden und damit nach einer Erhöhung der Rente unter dem Strich weniger Geld im Monat zur Verfügung haben als vor der Erhöhung ihrer Bezüge. Vor allem Rentner, die kaum Ersparnisse haben und zwingend auf ihre monatliche Rente angewiesen sind, trifft dies hart.

4,25 Millionen Betroffene allein in diesem Jahr

Opfer dieser komplizierten Besteuerung sind laut dem Bundesfinanzministerium zufolge allein in diesem Jahr rund 4,25 Millionen Rentner. Allein in diesem Jahr wurden die Renten um 1,9 Prozent angehoben. Der steuerfreie Anteil der Bezüge ändert sich nicht im Laufe der Zeit, da der Anteil auf die Rente bezogen wird, die im ersten Jahr des vollen Bezugs galt. Wer früher in Rente gegangen ist, genießt daher einen höheren steuerfreien Anteil, wer später seinen Ruhestand genießen will, hat das Nachsehen.

100 % Steuern auf Rente ab 2040

Besonderes Nachsehen haben alle Arbeitstätigen, die ab 2040 in Rente gehen. Für sie entfällt der steuerfreie Anteil. So muss ihre Rente versteuert werden- zu 100 Prozent. Wohl dem, der sich bis dahin einige Rücklagen erwirtschaftet hat. Doch auch bis dahin haben die Rentner kaum Sicherheit, ab welcher Rentenhöhe künftig Steuern anfallen. Die entsprechende Tabelle, die der Bundesverband für Lohnsteuerhilfevereine erstellt hat, bietet nur eine kurzfristige Orientierungshilfe. Und die gilt nur, wenn die Rentner keine weiteren Einkünfte wie Pensionen, Kapitaleinkünfte private Versicherungen zur Rente oder Einnahmen aus Mietobjekten haben.

Abzugsmöglichkeiten nutzen

Für 2017 ist der Grundfreibetrag allerdings schon klar abschätzbar. Wer mit seinen steuerpflichtigen Einkünften im Jahr 2017 den Betrag von 8.820 € überschreitet, wird Steuern abführen müssen. Es sei denn, dass die diversen Möglichkeiten zum steuerlichen Abzug genutzt werden, welche der Fiskus bietet. Wird etwa ein Rentnerpaar zusammen veranlagt, dann können die Grundfreibeträge verdoppelt werden. Allerdings gilt dies nur für die Grundrente, nicht für die weiteren Einkünfte.

Abzug bei weiteren Einkünfte

Auch bei den weiteren Einkünften im Alter gibt es einige Abzugsmöglichkeiten. Allerdings kann es je nach Anzahl der weiteren Einkünfte recht kompliziert werden, da diese einzeln und in unterschiedlicher Höhe besteuert werden. So hat der Fiskus etwa die Hand auf der Riester-Rente. Diese ist zu 100 % steuerpflichtig. Die Rürup-Rente hingegen ist nur zu einem Teil steuerpflichtig, es gelten die Regeln der gesetzlichen Rente und es greift ein Vorsorgefreibetrag. Die Höhe dieses Betrages richtet sich nach dem Jahr des Renteneintritts.

Der Altersentlastungsbeitrag

Für weitere Einkünfte aus Zinsen, Bruttolöhnen und Mieten greift der Altersentlastungsbeitrag, so dass ein Teil der zusätzlichen Einkünfte steuerfrei bleibt. Für Pensionen und Renten greift der Beitrag hingegen nicht und auch hier gilt, dass die Höhe des Beitrags für jeden Rentenjahrgang unterschiedlich hoch ist. Ab einer bestimmten Höhe können auch Versicherungen und Beträge für Medikamente und Brillen sowie Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen angegeben werden.

Foto: (c) Wolfilser/fotolia.com

Hinweis: Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

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