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Steuervorteile durch ein digitales Fahrtenbuch



Wer sein eigenes Fahrzeug häufig oder über längere Strecken für dienstliche Wege oder die Fahrt zum Arbeitsplatz nutzt, kann die Wege steuerlich absetzen. Wird ein Firmenwagen im Gegenzug privat beansprucht, profitieren Betroffene von einem sogenannten geldwerten Vorteil. Dieser geldwerte Vorteil ist jedoch als Einnahme versteuerbar.

Aus verschiedenen Instrumenten wählen

Hierfür können Autofahrer zwei Instrumente nutzen, die sogenannte Ein-Prozent-Regelung oder das Fahrtenbuch. Wer aus rein beruflichen Gründen häufig mit dem Auto unterwegs ist, sollte nicht auf die Vorzüge eines Fahrtenbuchs verzichten.

Beide Optionen im Überblick

Im Zuge der Ein-Prozent-Regelung wird bei der Berechnung der Einkommensteuer ein Prozent des Bruttolistenpreises vom Firmenwagen zum monatlichen Gehalt addiert. Diese Regelung gilt ebenfalls für dienstlich genutzte Kfz. Deshalb ist es in den Augen von Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband sehr wahrscheinlich, dass sich ein Fahrtenbuch für Dienstwagenfahrer mit einem teuren Modell überhaupt nicht rentiert.

Ein Fahrtenbuch detailliert führen

Wer sich dennoch für ein Fahrtenbuch entscheidet, muss bestimmte Kriterien einhalten. So ist gegenüber dem Finanzamt ein Nachweis darüber erforderlich, weshalb, wann und wohin die Dienstfahrten führten. Bei einer aufkommenden Lücke wird das Finanzamt skeptisch. Außerdem werden keine Excel-Formate akzeptiert. Zahlreiche Fahrtenbücher werden durch die Finanzämter dann als falsch oder unsorgfältig geführt eingestuft oder gar abgelehnt.

Daten per GPS

Einfacher und unkomplizierter ist es deshalb, ein Fahrtenbuch mithilfe einer App oder Software zu führen. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, Fahrten automatisch zu tracken und unter Berücksichtigung vom Finanzamt erstellter Richtlinien zu dokumentieren. Digitale Fahrtenbücher sind darauf ausgelegt, die Fahrdaten per GPS zu ermitteln. Als Technologie kommt entweder ein in Smartphones mitgeführtes GPS-System oder ein zu einem OBD-Modul gehöriger Sensor zum Einsatz. Dieser Sensor wird in die sogenannte OBD-Buchse gesteckt, die heutzutage in die meisten Autos eingebaut ist und im Regelfall in Werkstätten zur Fehlerdiagnose verwendet wird. Allerdings zeichnet die Software nicht die komplette Strecke einschließlich aller Straßennamen, sondern nur Start- und Endpunkt sowie absolvierte Kilometer auf.

Kein Problem mit einer nachträglichen Kategorisierung

Diese automatische Aufzeichnung befreit Steuerpflichtige aber nicht davon, die Zwecke der einzelnen Fahrten zu notieren. Eine Kategorisierung in Form einer beruflichen oder privaten Fahrt darf durch die Nutzer nicht nachträglich eingetragen werden. Allerdings sind digitale Fahrtenbuchsysteme erweiterbar. Diese Systeme identifizieren anhand der Routen, ob Anwender die Fahrten zu bestimmten Kunden oder zum Arbeitsplatz unternehmen. Eine Herausforderung ist es bei diesem System, die Fahrten jeweils aktuell zuzuordnen. Hierbei werden allerdings nicht nur berufliche Fahrten berücksichtigt.

Manipulationssicherheit als Grundvoraussetzung

Eine wichtige Grundvoraussetzung ist, dass die verwendete Software absolut fälschungssicher ist. Deshalb muss die Software so angelegt sein, dass deren Nutzer Fahrtdaten wie die Wegstrecke, absolvierte Kilometer und die Tageszeit nicht manipulieren können. Zur Übermittlung des Fahrtenbuchs ans Finanzamt muss die Software entsprechende Daten in das CSV- oder PDF-Format konvertieren. Legen die Anbieter die Daten in einer Cloud ab, sind diese geschützt und nicht manipulierbar. Dennoch bleibt stets ein gewisses Rest-Risiko bestehen, da zahlreiche App-Anbieter für eine endgültige Sicherheit keine Garantie übernehmen oder gar Zertifikate erstellen.
Besondere Sorgfalt ist zudem notwendig, falls die Datenermittlung digitaler Fahrtenbücher auf GPS-Sensoren von Smartphones basiert. Schließlich ist es dann nicht ausgeschlossen, dass das Handy vergessen wird oder fälschlicherweise Wegeaufzeichnungen vornimmt. In dem Fall sind sogenannte OBD-Lösungen häufig die bessere Wahl, jedoch auch sehr kostspielig. Zudem geht OBD-Software allerdings auch nur beim Diebstahl des Fahrzeugs verloren, in welches die Software integriert ist.

Foto (c) Free-Photos/pixabay.com

>>Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<<
Foto (c) Free-Photos/pixabay.com

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