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30.10.2017

Steuervorteile für Immobilienbesitzer und Vermieter

Das Auf und Ab auf dem Markt der Immobilien kann kaum schrecken, die Immobilie zählt weiterhin zu den beliebtesten Wertanlagen der Deutschen, vor allem, wenn die Mieteinnahmen gesichert sind. Dies liegt nicht zuletzt am Fiskus, der den Kauf, den Besitz sowie die Weitergabe einer Immobilie honoriert. Durch ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) erhalten die Käufer einer Immobilie nun deutlich mehr Spielraum.

Immobilie Steuern sparen | Foto: (c) mastersenaiper/fotolia.com


Schneller schuldenfrei danke höherem Disagio

Der Bundesfinanzhof stützt mit seinem neuen Urteil, das dem Online-Magazin "WirtschaftsWoche" vorliegt, die Immobilienbesitzer deutlich bei ihren Vorhaben. Wer sich für den Kauf einer Immobilie verschuldet, kann sich nun dank eines erhöhten Auszahlungsabschlagsbetrags, des Disagio, viel schneller von den Schulden befreien und damit erheblich mehr Geld sparen. Dem Urteil des BFH zufolge ist ein höherer Abschlagsbetrag von mehr als fünf Prozent wieder steuerlich zulässig. Dieser Abschlag kann vom Vermieter angesetzt werden, direkt nachdem er die Immobilie erworben hat.

Verträge sind maßgeblich, keine Gepflogenheiten des Marktes

Mit dem Urteil änderte der BFH die zuvor geltenden Gepflogenheiten des Marktes. Bislang galt, dass lediglich ein Disagio in Höhe von maximal fünf Prozent sofort berücksichtigt wurde. Nicht selten lag der Betrag sogar deutlich darunter. Werte, die über diesem Prozentsatz lagen, wurden als nicht marktüblich angesehen. Der BFH urteilte nun, dass die Rahmenbedingungen der Kreditverträge, die mit einer Geschäftsbank abgeschlossen wurden, maßgeblich seien und steuerlich geltend gemacht werden können, nicht die marktübliche Handhabung. Dies gilt auch bei einem Disagio von mehr als fünf Prozent.

Verschenken ist besser als vererben

Doch nicht nur der Neuerwerb einer Immobilie wird vom Fiskus honoriert, sondern auch der Besitz einer solchen. Wenn die Immobilie in der Familie innerhalb einer Generation weitergereicht werden soll, gibt es allerdings einiges, das beachtet werden sollte. So ist es für Immobilienbesitzer nicht ratsam, bis zu ihrem Tod zu warten, um eine Immobilie zu vererben, denn in diesem Fall wäre die Erbschaftsteuer fällig. Diese kann jedoch ganz einfach umgangen werden, wenn rechtzeitig vorgeplant wird. Dabei gilt das im Volksmund geflügelte Wort, lieber mit warmer Hand zu geben als mit kalter.

Schenkungen rechtzeitig in die Wege leiten

Je mehr Vermögen zum Zeitpunkt des Ablebens eines Menschen vorhanden ist, umso stärker hält der Fiskus seine Hand auf, ganz gleich, ob es sich dabei um mobilen oder immobilen Besitz handelt. Wer einen möglichst großen Teil seines Vermögens in der Familie halten soll, macht sich daher besser mit zunehmendem Alter Gedanken, ob es nicht sinnvoller ist, Teile seines Vermögens an Verwandte und Erben seiner Wahl zu verschenken. Denn je weniger Vermögen vorhanden ist, wenn der Erbfall eintritt, desto geringer wird der Anteil nicht nur für den Fiskus, sondern auch für Erben, die weniger gern bedacht werden sollen.

Anzusetzender Wert der Schenkung wird pro Jahr reduziert

Die Schenkung sollte allerdings rechtzeitig vorgenommen werden, da Schenkungen, die weniger als zehn Jahre vor dem Ableben erfolgt sind, in das Erbe eingerechnet werden. In diesem Fall werden die Geschenke wie Immobilien, dem Nachlass in einem Maß fiktiv hinzugerechnet, der für den Pflichtteil ausschlaggebend ist. Allerdings wird innerhalb dieses Zeitraumes nicht der vollständige Betrag des Vermögens angerechnet. Nach der Erbschaftsteuerreform, die 2010 erfolgte, verringert sich der anzusetzende Wert des Vermögens oder der Immobilie pro Jahr um zehn Prozent, so dass auch in diesem Zeitraum weniger Erbschaftssteuern anfallen, je länger die Schenkung zurückliegt.

Foto: (c) mastersenaiper/fotolia.com

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