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Veränderungen bei der Lohnsteuererklärung für 2019



Beinahe könnte man vermuten, die Steuergesetzgebung sei dazu da, Menschen dazu anzuhalten, nachzudenken, denn natürlich hat es auch im Jahr 2019 steuerrechtliche Änderungen gegeben.

Lohnsteuererklärung | Foto(c):Peggy_Marco / pixabay.com


Nichts für Formular-Phobiker

Wer Formulare hasst, sieht es nur ungern, wenn diese sich verändern. 2019 sind trotzdem umfangreiche Veränderungen in den Formularen für die Steuererklärung eingeführt worden. Der Hauptvordruck umfasst lediglich noch zwei Seiten, sechs neue Anlagen begleiten ihn, darunter Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastungen, Haushaltsnahe Aufwendungen sowie Sonstiges; zudem existieren zwei neue Anlagen für Land- und Forstwirte.

Eine Änderung betrifft z. B. die Kirchensteuer: Die musste früher in den Hauptvordruck eingetragen werden, jetzt erfolgt die entsprechende Eintragung in der neuen Anlage mit dem Titel Sonderausgaben. Ebenso wird mit anderen Ausgabenkategorien verfahren. Wichtig für alle, die im vergangenen Jahr krank waren: Krankheitskosten zählen jetzt zu den Außergewöhnlichen Belastungen und müssen in der entsprechenden Anlage notiert werden.

Die neuen Papierformulare enthalten dunkelgrüne Felder, die sogenannten E-Daten, in denen Informationen enthalten sind, die dem Finanzamt elektronisch übermittelt werden, beispielsweise vom Arbeitgeber. Durch die automatische Übermittlung von E-Daten lässt sich einiges an Arbeit sparen: Bruttoarbeitslohn, Lohnsteuer und andere Informationen aus der Lohnsteuerbescheinigung werden automatisch ins Formular eingefügt.

Was hat sich 2019 im Steuerrecht geändert?

Die gute Nachricht für alle Steuerzahler: Sie wurden entlastet, wenn auch nur ein wenig. Um die Inflationsrate auszugleichen, wurde der Steuertarif vom Gesetzgeber leicht geändert, um die kalte Progression zu vermeiden, sodass eine Lohnsteigerung nicht automatisch dazu führt, dass mehr Steuern gezahlt werden müssen.

Eine der steuerrechtlichen Veränderungen betrifft das Jobticket: Eine Fahrkarte für den öffentlichen Personennahverkehr zusätzlich zum Lohn ist steuer- und beitragsfrei. Allerdings rechnet das Finanzamt den Wert des Jobtickets auf die Fahrtkosten an.

Es lohnt sich inzwischen, mit einem Elektro-Dienstwagen oder einem Hybridfahrzeug dienstlich unterwegs zu sein, denn anstatt mit 1 % wird der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung monatlich seit 2019 nur noch mit 0,5 % des halben Bruttolistenpreises versteuert.

Wer von seinem Arbeitgeber ein Dienstfahrrad gestellt bekommt, muss keinen geldwerten Vorteil versteuern. Allerdings gilt bei einer Gehaltsumwandlung dieselbe 0,5 %-Regel, die bereits für umweltfreundliche Dienstfahrzeuge angewendet wird.

Wer sich 2019 als Vermieter neu gebauter Mietwohnungen das erste Mal an der Steuererklärung versucht, sollte darauf achten, dass es Sonderabschreibsmöglichkeiten gilt, die jedoch an einige Bedingungen gebunden sind.

Welche Pauschal- und Freibeträge haben sich geändert?

Und noch eine erfreuliche Nachricht für alle Steuerzahler: 2019 haben sich einige Freibeträge erhöht, wie der Grundfreibetrag für Einzelveranlagte um 168 Euro auf jetzt 9.168 Euro. Für gemeinsam veranlagte Paare, also Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerschaften, verdoppelt sich dieser Betrag.
Wer in einem Jahr ein steuerpflichtiges Gesamteinkommen unterhalb dieses Betrages bezieht, zahlt keine Steuern. Das Kindergeld erhöht sich ab dem 1. Juli 2019 um 10 Euro. Maximal 9168 Euro gelten als Obergrenze für den Unterhalt.

Für alle, die aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln und umziehen müssen, gelten seit dem 1. April 2019 neue bzw. höhere Umzugskostenpauschalen, die als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Außerdem wurden neue Regeln zur Besteuerung von Investmentfonds aufgelegt. Wer dazu alles genau wissen will, sollte sich dazu im aktuell geltenden Investmentsteuerreformgesetz informieren.

>Der Text ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht<<

Foto(c):Peggy_Marco / pixabay.com
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