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Magazin rund um Steuererklärung, Steuern sparen, Steuerrecht

30.06.2018

Was es steuerlich beim Home Office zu beachten gilt

Das Home Office ist aus verschiedenen eine beliebte Alternative zum herkömmlichen Arbeitsplatz. Die Einrichtung eines solchen Büros in den eigenen vier Wänden ist allerdings nicht ganz einfach und kostspielig. Die Kosten für die Einrichtung eines solchen Büros daheim können zwar steuerlich geltend gemacht werden, doch damit der Fiskus dies anerkennt, müssen einige Regeln eingehalten werden.

Home-Office Steuern | Foto: (c) 377053 /pixabay.com

Nur mit Segen des Chefs möglich

Für die meisten Selbstständigen gehört ein Büro in den eigenen vier Wänden zum Standard, da sie ihren Arbeitsalltag in der Regel daheim gestalten. Anders sieht es für einen Arbeitnehmer oder Angestellten aus. Diese können nicht selbst entscheiden, einfach von daheim aus zu arbeiten. Wer in welchem Umfang daheim im Home Office arbeiten darf, wird in der BRD vom Chef entschieden. Ein Anrecht können die Arbeitnehmer in der BRD nicht geltend machen. Wer mit dem Segen des Chefs im heimischen Büro arbeiten darf, kann sich glücklich schätzen, da einige Vorteile genossen werden. Doch auch die Nachteile und Pflichten liegen auf der Hand.

Vorteile und Nachteile des Büros daheim

Die meisten Vorteile liegen auf der Hand. Der lange Weg zur Arbeit entfällt, wodurch der Stress ebenso verringert wird wie die Ausgaben für die Fahrtkosten. Der Anzug kann im Schrank bleiben, im Home Office kann auch in der bequemen Jogginghose gearbeitet werden. Zudem können die meisten Menschen daheim kreativer arbeiten. Doch es gibt auch Nachteile. So ist die Versuchung der Ablenkung viel größer, man gibt der Verlockung der Prokrastination schneller nach als am Arbeitsplatz im Büro und der Abwasch ist doch noch schnell gemacht.

Regeln für den Arbeitsplatz

Zudem muss für einen entsprechenden Arbeitsplatz gesorgt werden, der den gleichen Regeln des Arbeitsschutzes genügt wie auch der reguläre Arbeitsplatz. Zudem hat der Fiskus einige Regeln, die beachtet werden müssen, wenn die Einrichtung und Unterhaltung eines solchen Büros erfolgreich steuerlich geltend gemacht werden soll. So darf niemand am Esszimmertisch arbeiten, wenn der Arbeitsplatz den Richtlinien entsprechen soll. Ein eigenes Zimmer ist zwar nicht unbedingt notwendig, doch der Arbeitsplatz muss räumlich klar von den restlichen Wohnräumen abgetrennt sein.

Steuern und Arbeitsschutz

Arbeitsschutzrechtlich müssen auch die Vorgaben hinsichtlich der Bildschirmgröße sowie der Ergonomie und Höhe von Stühlen und Tischen eingehalten werden. Der Fiskus regelt zudem, welche Arbeiten im Home Office erledigt werden müssen, wenn die Kosten steuerlich abgesetzt werden sollen. So müssen die Arbeiten, die im Home Office erledigt werden, für die Tätigkeit grundsätzlich notwendig sein. Zudem muss das Home Office den Mittelpunkt der Tätigkeit darstellen, um die Kosten für das Büro beim Fiskus geltend zu machen. Dies ist gegeben, wenn ein in Vollzeit tätiger Arbeitnehmer mindestens drei Tage in der Woche im heimischen Büro tätig ist.

Voll abzugsfähig

Voll steuerlich abzugsfähig sind sogenannte Telearbeitsplätze für Arbeitnehmer, die ausschließlich im heimischen Büro arbeiten und denen kein alternativer Platz für ihre Tätigkeit zur Verfügung gestellt werden kann. In diesem Fall kann ein breites Spektrum an Kosten beim Fiskus geltend gemacht werden. Dieses Spektrum reicht von den Ausgaben für die Grundbesitzabgaben, die Miete, die Abschreibungen auf das jeweilige genutzte Gebäude, die Ausgaben für die Einrichtung, Kosten für Strom und Heizung, sowie für die Versicherungen für Gebäude und Hausrat. Für alle anderen Home Offices können in der Regel maximal 1.250 € im Jahr steuerlich angegeben werden, wobei alle Ausgaben nachgewiesen werden müssen.

>> Der Artikel stellt keine Steuerberatung dar und ersetzt sie nicht.

Foto: (c) 377053 /pixabay.com

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